Senta on Tour – 2. Teil 2017

Am 16. August 2017 schrieb ich einen Blogartikel zum ersten Jahrestag unserer ersten gemeinsamen Reise: Denn ein Jahr zuvor war Senta zum ersten Mal im Auto mitgefahren. José Arce, der Mensch-Hunde-Therapeut aus Mallorca, war am 2./3. August 2016 zu uns nach Fehmarn gekommen und hatte uns in einem persönlichen Workshop all das beigebracht, was wir brauchten, damit Senta im Auto mitfuhr. Und nun begann eine Zeit des freudigen Reisens. Im letzten Blogartikel habe ich mich auf die Reisen im Jahr 2016 beschränkt, nun folgen noch einige Erinnerungen an Reisen im Jahr 2017.

Inzwischen ist Senta der perfekte Verlagshund geworden. Im Januar 2017 aber unternahmen wir unsere erste gemeinsame Reise nach Dinslaken, wo ich früher gewohnt habe. Wir besuchten unsere Freunde und das Grab meiner Mutter.

Senta legte sich dorthin, als wäre es ihr ganz vertraut. Und ich dachte wieder einmal daran, dass ich mir oft vorgestellt hatte, meine Mutter sei in Gestalt von Senta wieder zu mir gekommen. Wir besuchten dann meinen ehemaligen Deutsch-, Philosophie- und Englischlehrer und späteren Schulleiter, Dr. Hermann Heyder in Xanten, und verlebten einen schönen Tag zusammen. Das Foto, das vor dem gemeinsamen Mittagessen mit seinem Sohn und seiner Tochter entstanden ist, ist das letzte Foto von ihm – denn er starb im März 2017 kurz nach seinem 95. Geburtstag. Und ich fuhr mit Senta am 30. März 2017 zu seiner Beerdigung nach Xanten. Eine Ära war zu Ende gegangen, und wir besuchten wieder unsere Freunde in Dinslaken, denn dieser Tag war gleichzeitig der 16. Hochzeitstag von meinem Mann und mir – und unsere Freunde waren unsere Trauzeugen gewesen. Auf dem Rückweg von Xanten nach Dinslaken war ich mit Senta an dem Restaurant „Die Arche“ in Götterswickerhamm, wo wir 16 Jahre zuvor unsere Hochzeit gefeiert hatten.

Das war nun schon der eher private Teil dieses Blogartikels. Ansonsten ist Senta mit mir oft in ihrer Funktion als Verlagsmaskottchen unterwegs gewesen: zum ersten Male Anfang Februar, als wir unsere erste Buchvorstellung im Literaturhaus Berlin durchführten, bei der unsere Autorin Barbara Messer aus ihrem Buch „Mein Weg über die Alpen“ las. Senta war natürlich dabei, und viele Freunde, die ich eingeladen hatte, waren auch wegen Senta gekommen.

Am nächsten Tag waren wir dann an dem Ort, wo ich vor 12 Jahren promoviert worden war: an der Universität der Künste auf der Bundesallee.

Etwas später waren wir dann auch noch mit unserer Freundin Verena Ullmann dort, die dieses Foto für uns machte:

Ja, und dann gingen wir alle drei tatsächlich auf den berühmten Kurfürstendamm!! Da waren wir so begeistert, dass wir gar kein Foto aufgenommen haben! Aber als wir zurück auf unsere Insel kamen, da ging es natürlich erst einmal zum Strand.

Nun kam das Frühjahr mit unserer zweiten Fahrt an den Niederrhein, und wir fuhren fast täglich zum Strand. Es fanden etliche Buchcoachings und das Autorenseminar statt – und Senta war immer dabei.

Und dann kam ein ganz großes Ereignis in unserer Verlagsgeschichte: die Lesereise mit unserem japanischen Autor Dr. Yusuke Yahagi und seiner Frau April aus Victoria/Texas, der seinen Roman „Der Austauschsoldat“ in Berlin, Fehmarn, Hamburg, Bad Ems, Köln und Bamberg vorstellte. Und wiederum war Senta immer dabei.

Fröhliche Tage auf Fehmarn – natürlich auch am Strand:

Ende der Lesereise in Bamberg …

… und ein fröhliches Treffen am Gabelmoo

Und danach dann meine fröhliche Geburtstagsfeier in Bamberg – zusammen mit unserer Freundin Verena Ullmann. Hier der Blog „Geburtstag“

Es war eine schöne Reise, und am Tag danach entstand eines unserer schönsten Fotos – am Südstrand von Fehmarn:

Dieses Foto habe ich ausgewählt als Autorenfoto im neuesten Kalender „Senta & Mee(h)r 2018“, der gerade erschienen ist. Er enthält die schönsten Aufnahmen von Senta an den Stränden Fehmarns – denn dort waren wir am meisten unterwegs, seit Senta im August 2016 gelernt hat, im Auto mitzufahren. Viele Freunde auf Facebook freuen sich täglich über die Fotos von Senta an den Stränden Fehmarns. So entstand dieser Tischkalender mit den schönsten Aufnahmen in den Farben und Stimmungen des Jahres.

Hier können Sie den Kalender für nur 8,90 €  bestellen und die einzelnen Kalenderblätter anschauen.

Ich füge hier meine Lieblingsbilder ein:

Im September waren wir wieder in Armentarola, aber dazu habe ich ja schon einen gesonderten Blogartikel geschrieben: Herbstblues – Reise nach Armentarola

Und im Oktober haben wir wieder eine Geschätsreise unternommen – zum Business-Workshop von Dr. Renée Moore in Heidelberg. Dort waren Hunde sehr willkommen, weil auch Dr. Renée Moore ihren Hund dabei hatte.

Der Bestseller-Autor und Ehepartner von Dr. Renée Moore, Professor Lothar Seiwert, war höchstpersönlicher CDO (Chief Dog Officer) für die drei anwesenden „Seminarhunde“. Und als unsere „jüngste“ Autorin Gisa Börschel ihr Buchmanuskript im Beisein der beiden „Paten“ Dr. Renée Moore und Prof. Lothar Seiwert abgab, war Senta natürlich auch wieder dabei.

Am nächsten Morgen entstand wieder ein schönes Foto vor dem Hotel:

Liebe Leserinnen und Leser, dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus allen unseren Erlebnissen mit „Senta on Tour“ im Jahr 2017. Fast täglich besuchen wir die Strände Fehmarns, und die schönsten Bilder davon haben wir nun erstmalig in dem Kalender „Senta & Mee(h)r“ veröffentlicht, den Sie sich zu Hause an einen besonders schönen Ort stellen können.

Bestellen Sie diesen Tisch-Kalender DIN A5 – es gibt nur eine Auflage von 100 Stück. Hier noch einmal der Link zur Verlagswebsite: https://www.edition-forsbach.de/beate-forsbach/152/senta-mee-h-r-2018-fotokalender-din-a5

Ich freue mich, wenn ich Ihnen mit diesem Blogartikel und mit den Fotos von Senta eine Freude machen konnte. Denn glücklich machen macht glücklich! Und so freue ich mich  schon heute über all die freudigen Rückmeldungen derjenigen, die den Kalender bereits haben und sich darüber freuen, die glückliche Senta am Strand zu sehen.

Ich grüße Sie herzlich von der Sonneninsel Fehmarn,

Ihre Beate Forsbach mit Senta

Mein Weg des „Erfolgs mit Herz“

Vor fünf Tagen ist es eingetroffen: Mein 19. Buch „Word 2016 für Buchautoren“. Es hatte eine lange Entstehungsphase, der Begriff „Schwangerschaft“ passt nicht so richtig für ein Buch, ist aber hier gemeint. Es gibt da einen Zwilling, das Buch „Word 2016 (Mac) für Buchautoren“, das mir etwas leichter von der Hand ging und bereits Ende April erschienen ist. Beim Buch für Windows gab es einige Komplikationen – und es hätte schon längst fertig sein können, wenn nicht einige Irritationen dazwischen gekommen wären. Ich wollte einen Urlaub in den Bergen machen, einfach mal eine Auszeit haben. Doch manches ließ mich auch im Urlaub nicht zur Ruhe kommen. Mein neues Buch wurde erst in den Tagen danach fertig und ist jetzt inzwischen ausgeliefert. Meine Freude über die Neuerscheinung wurde ein wenig getrübt, meine Gesundheit hatte etwas gelitten.

„Habe den Mut, Dein Leben so gut wie möglich zu leben und die Welt mit Deinem Dasein ein wenig besser zu machen.“ Das hatte ich für mich als Credo für das erste Halbjahr 2017 formuliert. Und: „Ich freue mich über den Mut, auf diesem Weg des ‚Erfolgs mit Herz’ weiterzugehen“, das hatte mir mein 94jähriger ehemaliger Deutsch- und Englischlehrer, Schulleiter und Chef im letzten Jahr geschrieben. Leider ist er vor einigen Wochen gestorben, aber ich bin sicher, er verfolgt meinen Weg des „Erfolgs mit Herz“ auch von „Drüben“.

Gestern nun, nach einem erholsamen Wochenende – am Sonntagnachmittag hatte ich das Manuskript eines Erstautors voller Freude gelesen – kam ich in der Abendsonne am Strand zur Ruhe. Ich bin wieder ganz gesund, das spürte ich. Und ich genoss die ruhige Stunde vor der Dämmerung, saß im Sand, mein Hund neben mir, schaute aufs Meer hinaus und spürte: Frieden – in mir und um mich herum.

Wie schön ist es doch im Sommer an der Ostsee – und aus diesem Grund lasse ich eigentlich im Juli/August fast nie Bücher erscheinen. Überall ist Urlaubszeit und die Leute sind unterwegs. Und ich bin auch mehr draußen, im Garten und am Strand. Ich brauche die Zeit im Sommer auch, dazu Ruhe und Muße, um mich zu erholen und wieder Kraft und Kreativität zu entwickeln. Denn ich habe noch drei eigene Buchprojekte in Arbeit. Und dafür nutze ich am liebsten die ruhigen Sommerwochen.

Zurück in meinem Garten, meinem „kleinen Paradies“, schaute ich beim Abendessen auf die wundervollen Rosen und auf Senta, die entspannt neben mir auf der Terrasse lag.

Nachdem die Sonne untergegangen war und ich mit Senta noch einmal durchs Dorf gegangen war, kam die schönste Stunde dieses Sonntags: Ich nahm ein Buch und legte die CD mit den Nocturnes von Chopin ein. Das Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky hatte mir vor ein paar Wochen eine junge „Sternen“-Freundin geschenkt. Ich hatte es zwar schon in meiner Bibliothek, aber noch nicht gelesen – wie so viele andere Bücher, die man einfach haben „muss“. Im Nu war ich vertieft in dieses Buch und las es am selben Abend ganz durch.

Ach, Sie wundern sich über den Begriff „Sternen“-Freundin? Das hängt mit dem Spruch zusammen: „Gute Freunde sind wie Sterne. Du kannst sie nicht immer sehen, aber du weißt, sie sind immer für dich da!“

In dem Buch kommt ein gestresster Manager in ein Café „am Rande der Welt“ und wird mit Fragen nach dem Sinn des Lebens konfrontiert:

  • Warum bist Du hier?
  • Hast Du Angst vor dem Tod?
  • Führst Du ein erfülltes Leben?

Eine erfüllte Zeit war das, als ich das Buch las. Meine Gedanken konzentrierten sich auf die Frage: Warum bist Du hier? Das weiß ich ganz genau. Und ich weiß auch, dass ich meine Zeit nicht für unnütze Dinge vergeuden will. Nein, ich habe auch keine Angst vor dem Tod – denn ich lebe so, dass ich alles, was ich gerne erleben möchte, jetzt und hier angehe.

Ich möchte gesund und glücklich 100 werden. Das ist mein Ziel – und außerdem möchte ich anderen Menschen den Mut und den Optimismus weitergeben, den ich im Leben erfahren habe und weiterhin erfahre. Und das ist mein ZDE – mein Zweck der Existenz. Alles, was ich tue, richtet sich daran aus.

Als der Manager in der Geschichte den Café-Chef auf die mögliche Expansion seines Unternehmens anspricht, erzählt dieser ihm die bekannte Geschichte vom Fischer im Hafen, den ein Manager anspricht, ob er nicht mehr Fische fangen, mehr Boote kaufen, mehr Fischer beschäftigen und ein großes Fischhandelsunternehmen aufbauen wollte. Ich kenne diese Geschichte schon seit langer Zeit, hatte sie schon in meinem Buch „Leben ist mehr“ von 2008 zitiert. Gestern Abend aber erschien mir die Variante in dem Buch vom Café am Rande der Welt so naheliegend: Denn der Fischer wirkt am glücklichsten und zufriedensten von allen. Auf die Frage des Managers, woran das liegt, antwortete er, dass er jeden Morgen mit seiner Frau frühstücke. Wenn dann die Kinder in der Schule sind, fuhr er zum Fischen und seine Frau malte. Sie hatten genug zum Essen. Und am Abend gingen er und seine Frau am Strand spazieren und beobachtete den Sonnenuntergang, während die Kinder im Meer schwammen.

Ja, und da wurde es mir schlagartig bewusst: auch ich liebe mein Leben, so wie es jetzt ist. Ich schlafe lange, gehe dann nach dem Frühstück mit Senta einmal ums Feld oder fahre zu einem Strand. Ich mache Bücher, die mir und anderen Menschen Freude machen, mit Autoren, die ich mag, und mit Themen, die die Welt (vielleicht) ein kleines bisschen besser machen. Mir hatte mal ein Berater tolle Pläne offeriert, nach denen ich alle 14 Tage ein neues Buch herausbringen sollte, egal, ob mir die Autoren und ihre Themen zusagten, es hätte viel Geld gebracht, und für die Produktion hätte ich etliche andere Menschen beschäftigen müssen. Der Spruch von Brian Tracy aber lässt mich meinen Weg beschreiten: „Arbeiten Sie nur an etwas, das Sie genießen, mit Menschen, die Sie mögen, und an Dingen, die etwas in dieser Welt bewirken.“

Und so bin ich großartig im Loslassen – und fast täglich kommen neue Anfragen. Mein ZDE, mein „Zweck der Existenz“, besagt, dass ich nur die Bücher mache, die zu meinen Zielen passen. Denn daneben gibt es noch so viel anderes, z.B. das Klavierspielen. Nachdem ich schon beinahe damit aufgehört hätte, habe ich es neu entdeckt, als mein Klavierlehrer mir schrieb: „Spielen Sie bitte unbedingt Klavier. Sie haben die Möglichkeit, so etwas Schönes genießen zu können!“ Und letzte Woche haben wir sogar ein Nocturne von Chopin ausgesucht, das ich demnächst üben werde. Ich freue mich schon sehr darauf.

Nein, das bringt kein Geld. Ganz bestimmt nicht! Das bringt einen Sinn in mein Leben, der dem entspricht, was ich mir für mein Leben wünsche. Im Sommer möchte ich mehr draußen sein, im Garten und am Strand, ich brauche die Zeit im Sommer auch, um Ruhe und Muße zu genießen und wirklich mal zu relaxen. Im Winter ist es noch viel wichtiger, am Strand zu sein, lange Spaziergänge am Wasser entlang zu machen, die Möwen zu beobachten und den Sonnenuntergang zu erleben. Und dann zu Hause einen Glühwein zu trinken, das Abendessen zu bereiten und ein gutes Buch zu lesen, begleitet von guter Musik. Und schließlich zu später Stunde noch ein Stück von Bach, Brahms, Schubert, Schumann oder Chopin auf meinem Flügel zu spielen.

Meine Gedanken sind nicht neu, aber wurden durch die Lektüre des Buches von gestern Abend auf den Punkt gebracht. Mein Weg des „Erfolgs mit Herz“ ist mir klar – es geht nicht darum, möglichst viele Bücher zu „machen“ und damit möglichst viel Geld zu verdienen. Es geht darum, dem ZDE, also dem Zweck meiner Existenz, zu dienen. Ich veröffentliche Bücher und fördere Autoren, die meinem ZDE entsprechen. Ich möchte ein Leben führen, dass mich den Tod nicht fürchten lässt, weil ich alles, was mir wichtig ist, in mein Leben integriere. Und damit habe ich ein erfülltes Leben, auch wenn es nicht nach Jedermanns Vorstellung ein Leben ist, wie es sein sollte. Es ist ganz einfach mein Leben. Und darauf kommt es an.

Louise Hay sagt dazu:
„Das Leben ist ganz einfach. Was ich gebe, kommt zu mir zurück.
Heute entscheide ich mich dafür, Liebe zu geben.“

Danke an meine junge „Sternen“-Freundin, die nunmehr – es ist inzwischen Mitternacht – Geburtstag hat. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute, viel Glück und Gesundheit.

Herzlichst, Deine Beate

Halbzeit 2017 – Ist das Leben nicht wunderbar!

Nun ist das erste Halbjahr gleich herum. Zeit, um nachzudenken, was bisher geschehen ist, wie zufrieden wir damit sind und ob wir im zweiten Halbjahr etwas ändern und verbessern möchten. Ich habe gerade mit Senta noch einen Abendspaziergang gemacht, wollte dabei meine Gedanken frei fließen lassen. Denn ich hatte mir vorgenommen, heute diesen Blogartikel zu schreiben. Wie alle meine Blogartikel ist auch dieser ein ganz persönliches Statement.

Doch es war heute ein langer Regentag, und als wir aus dem Haus kamen, saß da ein Reh, direkt vor unserem Haus auf der Straße. Und im Nu war Senta hinterher, bevor ich ihre Leine packen konnte. Ich holte tief Luft – der Regen hatte zum Glück nachgelassen – ging auf den Weg am Feld und schaute, wo Senta abgeblieben war.

Von „Gedanken-fließen-lassen“ keine Spur – oder doch? Der Abend ist milde, schließlich ist es ja Sommer, auch wenn dicke graue Wolken am Himmel sind. Senta trudelte wieder ein – völlig außer sich, denn das Reh war lange verschwunden. Und wir beide gingen in aller Ruhe zurück nach Hause.

Ist das Leben nicht wunderbar! Das ist richtig so geschrieben – mit einem Ausrufezeichen, nicht mit einem Fragezeichen. Es ist der Titel eines Buches von Louise L. Hay, meinem Vorbild. Die Verlegerin und Autorin wird in diesem Jahr 91 Jahre alt, sie hat mit 58 Jahren ihren Verlag Hay House gegründet. Als die berühmteste Lebenshilfe-Autorin der Welt vermittelt sie in ihren Büchern Lebensweisheiten – auch ich lerne immer wieder von ihr, denn ich möchte glücklich und gesund 100 werden.

Das ist mein Ziel – und außerdem möchte ich anderen Menschen den Mut und den Optimismus weitergeben, den ich im Leben erfahren habe und weiterhin erfahre. Auch dazu studiere ich die Bücher von Louise Hay, und ich integriere Gewohnheiten in mein Leben, die anderen nicht immer gefallen: Ich schlafe viel und lange – zur Zeit sind es meist neun bis zehn Stunden. Ich gehe regelmäßig mit meinem Hund spazieren, und fast jeden Tag gehen wir einmal oder sogar zweimal an den Strand. Das haben wir den ganzen Winter hindurch gemacht, und dabei wunderschöne Sonnenuntergänge erlebt, aber vor allem auch Stunden der Muße und des kreativen Nachdenkens, also des „Gedanken-fließen-lassens“, was mir heute Abend nicht so ganz gelungen ist. Vielleicht war es gut so.

An schönen warmen Tagen setzen wir uns einfach in den Sand, schauen aufs Meer hinaus oder ich lese Bücher, die mir gut tun und für Frieden in mir und um mich herum sorgen. Weiterhin esse und trinke ich gesunde Nahrung, denke positive Gedanken und befolge in meiner Verlagsarbeit einen Spruch von Brian Tracy: „Arbeiten Sie nur an etwas, das Sie genießen, mit Menschen, die Sie mögen, und an Dingen, die etwas in dieser Welt bewirken.“

Außerdem höre ich viel Musik und spiele oft Klavier. Denn das ist etwas Schönes in meinem Leben – nachdem ich im letzten Winter beinahe entnervt damit aufgehört hatte, schrieb mir mein Klavierlehrer: „Spielen Sie bitte unbedingt Klavier. Sie haben die Möglichkeit, so etwas Schönes genießen zu können!“

Im Mai bin ich 65 geworden – das ist das Alter, wo „man“ normalerweise „in Rente“ geht. Ich aber nicht. Ich bin mit unserem japanischen Buchautor aus Texas, dem Herzchirurgen Dr. Yusuke Yahagi und seiner Frau April Yahagi durch Deutschland gefahren, um in sechs Veranstaltungen in Berlin, Fehmarn, Hamburg, Bad Ems, Köln und Bamberg sein Buch „Der Austauschsoldat“ zu präsentieren – nur vordergründig ist es ein spannender Unterhaltungsroman mit historischem Hintergrund. In der Quintessenz aber geht es darum, den Menschen auf der Welt Frieden und Glück zu bringen, ihnen positive Gedanken zu vermitteln. Wir haben viele Menschen bewegen können, teilweise weite Reisen auf sich zu nehmen, nur um dabei zu sein und den Autor persönlich zu erleben.

Denn letztlich geht es um den Mut, wie eine Rezensentin schrieb: „So einen Menschen ‚Shota‘ hätte es damals vielmehr gebraucht und auch heute wäre es ein Reichtum für uns, wenn es solche Menschen in Vielzahl gäbe, mit dem Ziel, Leben zu retten und Menschen Frieden und Glück zu bringen.“

Dr. Yusuke Yahagi hatte den Mut, diesen Roman zu schreiben mit dem Risiko, viel Kritik zu ernten – und genauso hatte mein Verlag den Mut, das Buch zu veröffentlichen und noch dazu eine Lesereise zu unternehmen. Unsere Lesetour mit sechs Buchvorstellungen in Deutschland hat gezeigt, dass das Buch viele Menschen erreicht und begeistert, auch wenn Buchhandlungen oder ein Literaturhaus das nicht für „Literatur“ halten. Unzählige „einfache“ Menschen in Deutschland und in den USA haben das Buch gelesen – zwar schreiben sie keine „literarischen“ Rezensionen. Aber sie haben begriffen, worum es hier geht.

„Habe den Mut, Dein Leben so gut wie möglich zu leben und die Welt mit Deinem Dasein ein wenig besser zu machen.“ Das ist für mich ein Credo aus diesem ersten Halbjahr 2017. Vor einem Jahr hatte ich einen gesundheitlichen „Warnschuss“ erlebt, kurz darauf die Geschichte von der „Kapitänin“ geschrieben, die ihre Kraft und Stärke spürte, um das wundervolle große Schiff ganz alleine zu lenken, durch das große weite Meer des Lebens. Und seitdem habe ich mich einfach darauf besonnen, was ich möchte, was ich mir gewünscht habe, für meinen Beruf und meinen Verlag, und für mich persönlich. Ich habe mich von Menschen und Dingen verabschiedet mit dem Erfolg, dass andere Menschen und andere Dinge, teilweise völlig überraschend, in mein Leben traten.

„Ich freue mich über den Mut, auf diesem Weg des ‚Erfolgs mit Herz’ weiterzugehen“, hatte mir mein 94jähriger ehemaliger Deutschlehrer, Schulleiter und Chef im letzten Jahr geschrieben. Ich hatte ihn im Januar 2017 endlich besucht und einen wundervollen Tag mit ihm verbracht. Leider ist er fünf Tage nach seinem 95. Geburtstag im März verstorben. Ich war bei seiner Beerdigung in Xanten, und ich bin ihm unendlich dankbar für alle Ermutigung, Förderung und Motivation, die ich durch ihn in den letzten 50 Jahren meines Lebens erfahren habe. Und so gehe ich diesen Weg des „Erfolgs mit Herz“ weiter. Ich bin glücklich über jeden Erfolg, schäme mich nicht meiner Fehler, sondern mache beim nächsten Mal einfach bessere.

Für Dr. Yusuke Yahagi und seine Frau April Yahagi hatte ich ein Privatkonzert in meinem Haus veranstaltet und mich darauf besonnen, warum ich eigentlich wieder Klavierunterricht genommen hatte: Ich wollte Stücke von Bach, Schubert, Schumann, Chopin und Brahms wunderschön auf dem Klavier spielen können. In meinem kleinen Hauskonzert ließ ich zwar die Stücke von Schumann und Brahms aus – aber ich hatte gemerkt, wie stark ein solches Ziel mich zum Üben motivieren könnte. Und so nahm ich mir vor, die Arabeske von Schumann bis zur nächsten Klavierstunde zu „können“ – wegen ihr hatte ich noch vor wenigen Monaten das Klavierspielen aufgeben wollen. Und inzwischen kann ich sie fast „perfekt“ – aber es ist nicht mein Ziel, etwas „perfekt“ zu können, sondern einfach schöne Musik zu machen.

Im ersten Halbjahr 2017 habe ich neun Bücher und unseren sechsten Fehmarn-Kalender veröffentlicht. Zum ersten Mal in der Geschichte des Verlages ist ein englischsprachiges Buch dabei – der Roman „The Exchange Soldier“ von Dr. Yusuke Yahagi erscheint inzwischen weltweit. Ich habe wieder einmal ein Seminar für Erstautoren veranstaltet – der „Traum vom eigenen Buch“ kann bald Wirklichkeit werden. Und ich habe mehrere Buch-Konzept-Wochenenden mit vielversprechenden Erstautoren durchgeführt. Auch habe ich mich von Autoren getrennt, die für meinen Verlag nicht förderlich erschienen. Mein Ziel ist es, dass mein Verlag und mein Leben im Einklang sind, und dass ich mit meinen Autoren ein Erfolgsteam bilde. Dazu gehört es manchmal auch, sich zu trennen.

Und in den letzten zwei Wochen dieses Halbjahres machte ich eine neue, aber für mich sehr wichtige Erfahrung: Während meiner „Auszeit“ von der Verlagsarbeit hatte ich einen Urlaub in Seefeld/Tirol geplant, es war doch seit langem mein Wunsch, mit Senta in die Berge zu fahren. Schon bei unserem Zwischenstopp in Bamberg war es sehr heiß gewesen, und die Tour wurde erst zur „Strapaze“, als wir in Seefeld ankamen. Senta wollte sich nicht vom Hotel wegbewegen, denn eine vielbefahrene Straße, eine Großbaustelle und die Bahnlinie verursachten einen großen Lärm. Da nutzte auch der Spaziergang am Abend nichts, denn der führte uns letztlich über asphaltierte Straßen, an denen jedes Grundstück zugebaut war.

Wir blieben zwei Tage im Hotelgarten, aber Senta hatte Panik oder schlief tief und fest neben meinem Liegestuhl. Der Lärm der Baustelle verhinderte ein echtes Entspannen.Wenigstens begann ich mit dem Schreiben an meinem neuen Buch – gegen Abend ließ der Lärm etwas nach.

Am dritten Tag beschloss ich, den Urlaub vorzeitig zu beenden. Denn sogar beim Spaziergang zum Wildsee war Senta nicht wirklich zu begeistern. Wir mussten die stark frequentierte Fußgängerzone durchqueren, und Senta erschrak vor jedem lauten Geräusch. So viele Menschen und Autos sind wir ja auch nicht gewohnt auf unserer friedlichen Sonneninsel.

Mir wurde klar, als ich Seefeld aus der Perspektive meines Hundes betrachtete: Es ist nicht mehr der Ort, der es mal früher (für mich) gewesen war. Wir hatten Heimweh und sind dann die ganze Strecke von über 1000 km gefahren, um wieder auf unserer Insel zu sein. Dort angekommen, fuhr ich zuerst nach Fehmarnsund, wo Senta sehr glücklich gleich ins Wasser lief – nicht minder glücklich war ich, wieder zu Hause zu sein.

Diese Auszeit mit meinem Hund hatte mir eine wichtige Erkenntnis beschert: Unser Leben ist begrenzt, wir wissen nicht, wie viele solch schöne Sommer wir noch erleben werden. Also genießen wir jeden Tag!

Ich lernte außerdem die Welt aus der Perspektive meines Hundes zu betrachten und sah Orte, die einfach nicht schön zum Leben sind. Nicht nur übervolle Autobahnraststätten, auch ein Urlaubsort wie Seefeld – einst mein Traumort – waren von morgens bis abends voller Trubel und Stress. Dass es zudem noch sehr heiß war und viele Gewitter gab, hatte niemand ahnen können. Oder doch? Hat mir das Universum einen wichtigen Hinweis gegeben?

Jedenfalls sind wir heute froh und glücklich auf unserer Insel, auch wenn es schon seit gestern in Strömen regnet. Aber mein Hund ist glücklich – und ich bin es auch.

Und nun möchte ich mit den Worten meines Blogs vom 30. Juni 2016 enden:

Ich fühle mich stark und weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin – auf meinem ganz persönlichen Weg. Ich danke allen meinen Freunden und den Beratern, die mich auf diesem Wege unterstützen und begleiten. Nach meinem Lebensmotto „Fliegen kannst Du nur gegen den Wind“ sind gerade die Kritiker und Gegner wichtig für mich, damit ich meinen eigenen Standpunkt finde. Aber manchmal ist auch Rückenwind ganz gut – und so danke ich allen Freunden von ganzem Herzen, die mich liebevoll und wohlwollend unterstützen, so verrückt manche Ideen auch für andere sein mögen.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht, einen guten Start in die zweite Halbzeit 2017 und ende hier mit dem Motto meines Buches „Neubeginn & Mee(h)r“:

„Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“ (Meister Eckhart, 1260–1327)

Ich bedanke mich bei Euch, den Lesern meines Blogs für Euer treues Folgen und Eure zahlreichen Kommentare und Mails. Ich freue mich, wenn Ihr auch im zweiten Halbjahr 2017 weiter dabei seid.

Herzlichst

Eure Beate Forsbach

 

Vorfreude

Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch, ein Ende und ein Anfang,
ein Zusammenlaufen der Fäden und ein Auseinandergehen.

(Yehudi Menuhin, 1916-1999)

Der 65. Geburtstag

In 10 Tagen feiere ich meinen 65. Geburtstag – das ist der Zeitpunkt, an dem man normalerweise in den sogenannten „Ruhestand“ geht. Ich aber bin mit einem Buchautor, dem japanischen Herzchirurgen Yusuke Yahagi aus Texas und seiner Frau April unterwegs auf einer achttägigen Lesetour durch Deutschland, um seinen Debütroman „Der Austauschsoldat“ (The Exchange Soldier) dem deutschen Publikum vorzustellen. Statt in den Ruhestand zu gehen, mache ich einen weiteren großen Schritt in der Erfolgsgeschichte meines Verlages „Edition Forsbach“: Wir werden international!

Edition Forsbach – Bücher & Mee(h)r auf Fehmarn

Schon lange hatte ich mir für meinen Geburtstag etwas ganz Besonderes vorgenommen: ein Shaolin–Coaching–Wochenende in den Bergen, um meine mentale Kraft zu stärken.

Eines Morgens fühlte ich mich sehr gestresst durch die Planung dieser Lesereise mit sechs Buchpräsentationen in Berlin, Fehmarn, Hamburg, Bad Ems, Köln und Bamberg, bei der wir rund 2600 km zurücklegen würden. Es war harte Arbeit, denn es war gar nicht so einfach, passende Veranstalter zu finden, einige große Buchhandlungen sagten ab oder antworteten gar nicht.

Ich sagte mein Coaching ab und werde nun meinen Geburtstag ganz geruhsam in Bamberg verbringen und mit einem Konzert der Bamberger Symphoniker ausklingen lassen.

Was könnte es Schöneres geben als ein solche Geburtstagsreise mit einem außergewöhnlichen Menschen und Autor mit großem Charisma! Wichtig war für mich, das zu organisieren und Aspekte der Lebenskunst zu berücksichtigen, denn Yusuke Yahagi und seine Frau sollten doch auch einige schöne Eindrücke von Deutschland bekommen. Und wir wollen diese Reise trotz der Anstrengungen so richtig genießen.

Eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden

Nun wird es eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden – ein ganz neues Marketingmodell!

Bundeshauptstadt Berlin

Der Beginn ist im Literaturhaus Berlin, wo wir Anfang Februar unsere erste Buchvorstellung in der Bundeshauptstadt hatten – und viele Freunde waren gekommen. Denn in Berlin kann man nicht so einfach mal eine Annonce aufgeben, wie auf Fehmarn, wo es dann jeder weiß! Ganz in der Nähe des Literaturhauses bin ich vor 12 Jahren promoviert worden: an der Universität der Künste an der Bundesallee. Auch ein persönlicher Bezug – mein Doktorvater, Prof. Rainer Winkel, ist sehr stolz darauf, dass seine Doktortochter nun als Verlegerin hier Bücher ihres Verlages vorstellt. Vor allem aber spielen große Teile des Romans von Yusuke Yahagi in der deutschen Hauptstadt Berlin!

Literaturhaus Berlin

Verlagssitz Fehmarn

Auf Fehmarn ermöglicht uns Marcus Glagowsky in seinem Café Jedermann eine schöne Buchparty. Hier habe ich im September 2012 meinen Verlag vorgestellt und seitdem viele schöne Veranstaltungen erlebt. Das Fehmarnsche Tageblatt kündigt heute unsere Veranstaltung unter der Überschrift „Eine Botschaft von Frieden und Glück“ an.

Denn das CREDO von Yusuke Yahagi lautet:

„Shotas Geschichte ist eine voller Nervenkitzel, Spannung und Romantik. Sein Leben ist wie ein Spiegelbild meines eigenen Lebens als Herzchirurg, obwohl wir völlig unterschiedliche Berufe haben und zu ganz verschiedenen Zeiten leben. Dennoch verbindet uns das Ziel, Leben zu retten und Menschen Frieden und Glück zu bringen.“ (Yusuke Yahagi)

Café Jedermann

Hamburg

Auch die nächste Station in Hamburg ist ein Café, auf das ich über Facebook–Freunde aufmerksam wurde: das Café mit dem originellen Namen „Kuchenstund – Glück im Mund“, dessen Besitzerin Katja Waband sofort bereit war, Gastgeberin für unsere Buchvorstellung zu sein.

Café Kuchenstund – Glück im Mund

Bad Ems

Und dann Bad Ems: schon sehr früh wurde ich gefragt, ob wir auch nach Bad Ems kämen. Ich lehnte das erstmal ab, vor allem, weil meine liebe alte Freundin Tilli, die als Autorin Ottilie Krafczyk mit 80 ihr erstes Buch („Starke Frauen und die Liebe“) mit mir veröffentlicht hatte, kurz vor Weihnachten verstorben war und ich nun nicht in den Ort kommen wollte, wo ich sie zuvor nie besucht hatte. Dann las ich in dem Roman, dass eine der Hauptfiguren aus Bad Ems stammte – die deutsche Frau, Julia Schwarz, in die sich der japanische Austauschsoldat verliebt und die er später heiratet. Ich nahm Kontakt auf und erfuhr, dass Yusuke Yahagi in Bad Ems schon mal mit Freunden ein Konzert gegeben hatte und dass es dort ein Beatlesmuseum gibt – die Namen einiger Freunde tauchten auch im Roman auf. Mein erster Kontakt war dann Rüdiger Glodek, der im Gewerbeverein Bad Ems ist und die Veranstaltung im Grandhotel Häcker perfekt organisiert hat – mit Musik der Freunde und der Beteiligung der Buchhandlung Adam, die den Büchertisch organisiert.

Grandhotel Häcker

Köln

Eine Station stand schon ganz früh fest: Köln. Nicht nur, weil Shota Yahagi im Roman seine Frau im Kölner Dom heiratet – nein, aus ganz persönlichen Gründen: mein Mann war Kölner und ich habe zweimal in Köln studiert – an der Musikhochschule und an der Universität, wo ich Germanistik, Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Mathematik studiert habe – was mir heute in meinem zweiten Beruf als Verlegerin sehr zugute kommt. In meinem Promotionsstudium ab 1993 lernte ich Professor Robert Günther kennen, einem bekannten Musikethnologen. Mit ihm und seiner Frau Ellen war ich seitdem gut befreundet. Robert hatte mit über 70 ein Ensemble für japanische Musik gegründet, denn sein Schwerpunkt war die japanische Musik! Ellen vermittelte mir den Kontakt zu Herrn Yoshiro Shimizu, dem Leiter der Tenri Japanisch–Deutschen Kulturwerkstatt in Köln. Und sehr spontan hatten wir unsere Veranstaltung dort organisiert – in Erinnerung an unseren Anfang 2015 verstorbenen Freund Robert, der auch in der Tenri Kulturwerkstatt gewirkt hatte.

Tenri Japanisch-Deutsche Kulturwerkstatt Köln

Bamberg

Und dann schließlich Bamberg: Es war mein größter Wunsch, hier eine Buchvorstellung zu veranstalten, da mein Mann und ich vor Jahren immer gerne hierher kamen, vor allem wegen der drei großen Buchhandlung Hübscher, Görres und Colibri, und wegen der Bamberger Symphoniker. Zum ersten Mal waren wir gemeinsam in einem Konzert der Bamberger Symphoniker am 19. Dezember 2002, das war der 65. Geburtstag meines Mannes. Ein gutes Jahr später zogen wir nach Bamberg und wohnten auf der Franz–Ludwig–Straße, gegenüber vom Gericht, so dass wir die Willy–Lessing–Straße, wo unsere Veranstaltung stattfinden wird, häufig überquert haben.

Auch über die Geschichte der Juden in Bamberg hatten wir einiges erfahren, war doch unser prächtiges Wohnhaus von reichen Juden erbaut worden, bevor es ab 1934 dem späteren Besitzer gehörte. Mein Mann war als Kind mit seiner Mutter aus Köln nach Bamberg evakuiert worden, lebte zwei Jahre hier, u.a. in einem Haus an der Promenade, das wohl von einer Bombe getroffen wurde. Es stand an der Stelle, wo heute die Post ist. Später, als mein Mann krank wurde, weil ihn die Erinnerungen an seine Kindheit in Bamberg einholten, erzählte mir ein Arzt der Pflegeversicherung, dass alle Häuser in diesem Wohnviertel ähnlich waren und offenbar von demselben jüdischen Baumeister geplant wurden, der auch unser Wohnhaus erbaut hatte. So kam ich auf die Spur, warum mein Mann in unserer Wohnung an seine Kindheit erinnert wurde und offenbar an ein altes Trauma, das ihm Albträume und Panikattacken bereitete und ihn später krank und pflegebedürftig werden ließ. So zogen wir dann im Herbst 2009 zunächst in eine Neubauwohnung an der Maria–Ward–Straße um und ein knappes Jahr später ganz nach Fehmarn, wo schon lange unser Zweitwohnsitz gewesen war. Dort kauften wir ein Haus mit Garten auf dem Lande, ich gründete im Februar 2011 meinen Verlag und im Mai 2011 kam dann Senta zu uns, die mein Verlagsmaskottchen wurde und auch auf unserer Lesereise dabei sein wird.

Ich hatte zunächst bei der Buchhandlung Hübscher wegen unserer geplanten Lesung angefragt, aber so richtig klappte das noch nicht. Am Faschingsfreitag suchte ich nach einem Raum, den ich mieten könnte, falls wir keinen Veranstalter fänden. Das war gar nicht so einfach, denn viele der Räume, die ich noch aus unserer Bamberger Zeit kannte, waren schon ausgebucht. Die Buchhandlung Colibri antwortete sofort und wollte sich später nochmal melden. Ich fasste mir ein Herz und schrieb an Martin Rudolph, den Leiter der Israelitischen Kultusgemeinde – die Idee hatte ich schon früher gehabt, als ich noch auf die Antwort der Buchhandlung Hübscher wartete. Denn das Thema unseres Romans „Der Austauschsoldat“ ist ja die Rettung von mehr als 350000 Juden durch den beispiellosen Einsatz der Hauptfigur im Roman. An diesem Abend buchte ich schon mal Hotelzimmer im Bamberger Hof, keine 200 Meter vom Jüdischen Lehrhaus entfernt. Und dann die Überraschung: am Nachmittag des Faschingssonntags antwortete Martin Rudolph und machte uns ein Angebot. Mit unserer Buchpräsentation möchte er die 2. Jüdischen Kulturtage Bamberg eröffnen. Und das Beste: nun sind unsere Bücher schon in der Buchhandlung Hübscher, die auch den Büchertisch bei unserer Veranstaltung organisiert.

Israelitische Kultusgemeinde Bamberg

Buchhandlung Hübscher

Literarischer Abend in Bamberg mit Dr. Yusuke Yahagi und Dr. Beate Forsbach, Verlegerin

Am Tag danach werde ich Yusuke und April Yahagi noch ein wenig von meiner einstigen Traumstadt zeigen und am nächsten Tag in aller Ruhe meinen 65. Geburtstag feiern, mit einer lieben Freundin schöne Plätze besuchen und am Abend dann das Konzert der Bamberger Symphoniker besuchen – so schließt sich für mich persönlich der Kreis zu meinem allerersten Konzertbesuch hier am 65. Geburtstag meines Mannes.

Auf der Website zum Konzert fand ich dann das obige Zitat von Yehudi Menuhin, das nun so gut auch zu dieser außergewöhnlichen Geburtstagsreise passt:
Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch, ein Ende und ein Anfang, ein Zusammenlaufen der Fäden und ein Auseinandergehen.

Bamberger Symphoniker

Und hier noch einmal die Termine unserer Lesereise:

Am 11. Mai 2017 um 19.30 Uhr beginnt unsere „Deutschland–Tournee“ mit der Buchvorstellung im Literaturhaus der Bundeshauptstadt Berlin. Dr. Yusuke Yahagi wird auf deutsch selbst aus seinem Buch lesen und in einem Interview mit mir, seiner Verlegerin Dr. Beate Forsbach über die Entstehung des Buches berichten.

Es folgen Veranstaltungen im Café Jedermann in Burg auf Fehmarn (13. Mai 2017, 18 Uhr), im Café Kuchenstund in Hamburg–Niendorf (15. Mai 2017, 18.30 Uhr), in Häckers Grandhotel in Bad Ems (16. Mai 2017, 19 Uhr), in der Japanisch–Deutschen Kulturwerkstatt Tenri in Köln (17. Mai 2017, 19 Uhr). Mit der letzten Buchpräsentation am Donnerstag, 18. Mai 2017 um 19 Uhr wird die Israelitische Kultusgemeinde Bamberg gleichzeitig ihre 2. Jüdischen Kulturtage Bamberg eröffnen.

Es wird eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden. Heute am Tag vor dem Start bin ich voller Vorfreude und Optimismus, viele Menschen melden sich hier und auf Facebook, ein großes Ereignis steht an!! Ich lade Euch alle herzlich dazu ein. Bitte kommt zu einer unserer Veranstaltungen – so könnt Ihr Dr. Yusuke Yahagi persönlich kennenlernen, aber auch mich und unser Verlagsmaskottchen Senta.

 

Frohe Ostern!

Zu meinem letzten Blogartikel „Leben ist mehr“ schrieb mir eine Leserin: „Die Mischung aus persönlichen, privaten und beruflichen Aspekten gefällt mir sehr gut.“ Und ich habe geantwortet: „Ich habe ja nur ein Leben, das ist nicht getrennt nach Privatleben und Beruf – gerade jetzt habe ich das Gefühl, dass alles ineinander greift und sich harmonisch ergänzt.“

Und so zeigt mein Osterfoto diesmal mein persönliches Ostergesteck auf dem Tisch in meinem Arbeitsbereich. Hier liegen die wichtigsten Neuerscheinungen meines Verlages: Der Roman „Der Austauschsoldat“ bzw. im englischen Original „The Exchange Soldier“ von Yusuke Yahagi und mein neuer Kalender „Impressionen von der Sonneninsel Fehmarn 2018“, der rechtzeitig zu Ostern eingetroffen ist. Daneben erinnert mich der Verlagsflyer Frühjahr 2017 daran, dass noch nicht alle geplanten Bücher erschienen sind – dafür gibt es aber bereits eine Reihe von neuen Buchprojekten – für den nächsten Flyer.

„Dr. Verlegerin“ – ein neuer Titel, der mir gestern durch Yusuke Yahagi verliehen wurde. Neulich schrieb mir eine neue, junge Autorin „Hallo meine Lieblingsverlegerin“. All das macht Freude und motiviert mich zu besonderem Engagement. Ich arbeite mit positiven Menschen zusammen, die unsere Welt mit ihren positiven Gedanken ein bisschen besser machen wollen. Allerdings kann nicht jeder bei mir mit seiner Buchidee landen – ich habe inzwischen deutlich NEIN sagen gelernt. Und das macht mich nur noch glücklicher.

Kurz vor meinem 65. Geburtstag – das ist der Zeitpunkt, an dem man normalerweise in den sogenannten „Ruhestand“ geht – bin ich mit einem Buchautor, dem japanischen Herzchirurgen Yusuke Yahagi aus Texas und seiner Frau April Yahagi unterwegs auf einer achttägigen Lesetour durch Deutschland. Statt in den Ruhestand zu gehen, mache ich einen weiteren großen Schritt in der Erfolgsgeschichte meines Verlages: wir werden international!

Am 11. Mai 2017 beginnt unsere „Deutschland-Tournee“ mit der Buchvorstellung im Literaturhaus der Bundeshauptstadt Berlin. Dr. Yusuke Yahagi wird auf deutsch selbst aus seinem Buch lesen und in einem Interview mit mir, seiner Verlegerin Dr. Beate Forsbach über die Entstehung des Buches berichten.

Es folgen Veranstaltungen im Café Jedermann in Burg auf Fehmarn (13. Mai 2017), im Café Kuchenstund in Hamburg-Niendorf (15. Mai 2017), in Häckers Grandhotel in Bad Ems (16. Mai 2017), in der Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt Tenri in Köln (17. Mai 2017). Mit der letzten Buchpräsentation am Donnerstag, 18. Mai 2017 wird die Israelitische Kultusgemeinde Bamberg gleichzeitig ihre 2. Jüdischen Kulturtage Bamberg eröffnen.

Es wird eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden in Berlin, Fehmarn, Hamburg, Bad Ems, Köln und Bamberg! Ich lade Euch alle herzlich dazu ein. Bitte kommt zu einer unserer Veranstaltungen – so könnt Ihr Yusuke Yahagi persönlich kennenlernen, aber auch mich und unser Verlagsmaskottchen Senta.

Hier auf unserer Verlagswebsite könnt Ihr noch mehr über das Buch und den Autor erfahren: www.edition-forsbach.de/

Es ist schön für mich, gestern am Karfreitag, so kurz vor Ostern – neben all den beruflichen Erfolgen mit dem neuen Buch und der bevorstehenden Lesetour – auch das ganz kleine Glück erleben zu dürfen: am kleinen Strand mit Martina und ihrer Familie, mit Winni, Lena und Christina, sowie den beiden glücklichen Hunden Senta und Luna.

Die Familie möchte so gerne ans Meer ziehen, auf unsere schöne Insel. Und ich kann das gut verstehen.

Das Meer ist sehr wichtig für mich, das spüre ich immer wieder. Hier kann ich laut singen, sprechen, denken und auch weinen, hier kann ich übers Meer schauen dorthin, wohin uns einige geliebte Menschen vorausgegangen sind. So bekam ich am Tag nach meinem Blog „Leben ist mehr“ die traurige Nachricht, dass mein alter Schulleiter und Deutsch-, Philosophie- und Englischlehrer Dr. Hermann Heyder kurz nach seinem 95. Geburtstag verstorben war. Zum Glück hatte ich ihn noch im Januar besucht und mit ihm einige schöne Stunden verbracht. Dafür und für alles, was er in über 50 Jahren für mich getan hat, bin ich sehr dankbar. Bei der Messe im Xantener Dom stand dieser Spruch des Heiligen Augustinus im Mittelpunkt der Predigt:

Auferstehen ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken unsere Liebe.

Und das passt doch richtig gut zu Ostern. Es ist nun schon mein viertes Osterfest, das ich alleine mit Senta feiere. Ich bin sehr dankbar, dass es uns so gut geht. Seit Jahren feiere ich Ostern als Zukunftsfest und bedenke die Pläne und Ziele für die Zukunft. Anders als sonst sind es aber in diesem Jahr die Begegnungen mit lieben Menschen, schon in der Karwoche und auch zu Ostern, mit denen ich über ihre und unsere Pläne und Ziele sprechen kann. Und auch über unsere Träume!

Denn eigentlich ist alles ganz einfach: Das Leben liebt mich und Dich und Dich  …, und es wird schon dafür sorgen, dass das Richtige zur rechten Zeit eintrifft. Du musst nur ganz fest daran glauben und es Dir nur immer wieder vorstellen!

Ich wünsche allen Freunden und Lesern meines Blogs ein frohes Osterfest!

Der 96. Geburtstag meiner Mutter

Heute ist der 96. Geburtstag meiner Mutter, Eva Dethlefs. Heute vor 20 Jahren habe  ich zum letzten Mal mit meiner Mutter zusammen Geburtstag gefeiert, ihren 76. Geburtstag.

Heute hat auch das „Lämmerlein“ Geburtstag, es ist 20 Jahre alt geworden (im Bild oben links). Meine Mutter sagte damals, es sei das schönste Geburtstagsgeschenk, das sie je bekommen habe. Mein Mann und ich haben immer eine ganze Schar von „Tieren“ mit auf die Reise genommen: Lämmerlein, Walfisch, Neger und Dr. Kreuel – außerdem gab es noch Bostiche, den Hund. Der hat leider nicht überlebt, als Senta kam. Heute nehme ich nur noch Senta mit auf die Reise.

Den „Walfisch“ und „Dr. Kreuel“ hat auch meine Mutter schon gekannt – der „Neger“ kam erst später dazu. Hans Christian hat ihn für mich auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin gewonnen.

Am 11. November 1997 starb meine geliebte Mutter ganz plötzlich an einem Herzinfarkt. Der Abschied von ihr war das Schlimmste, was ich jemals erlebt hatte. Monatelang war ich in einer Art Trancezustand, stand offenbar unter Schock. Denn meine Mutter war meine allerbeste Freundin gewesen und hatte mich stets begleitet und unterstützt. Sie hatte mich bestärkt, mit 42 Jahren das Promotionsstudium aufzunehmen und durchzuhalten. Aufgrund ihrer Erfahrung als Grundschullehrerin hatte sie nächtelang mit mir diskutiert. Sie hat Korrektur gelesen, mich ermutigt, beraten und immer wieder zur Weiterarbeit motiviert. Und dann starb sie plötzlich und konnte den Abschluss meiner Arbeit nicht mehr erleben. Dabei wäre sie so stolz gewesen.

Meine Dissertation erschien erst acht Jahre später. Ich habe sie meiner Mutter gewidmet:

In liebevoller Erinnerung an meine Mutter Eva Dethlefs (1921 – 1997)
Und in Dankbarkeit
• für eine schöne Kindheit und Jugend voller Musik,
• für eine umfassende Ausbildung und das Studium,
• für viele Gespräche über Schule, Erziehung und Unterricht,
• für die Erziehung zu Selbständigkeit und Kritikfähigkeit,
• dafür, immer wieder bestärkt worden zu sein, den eigenen Weg
zu gehen, auch gegen Widerstände,
• für die Kraft, dies durchzuhalten,
• dafür, gelernt zu haben, Dinge zu ändern, die man ändern kann
und Vorgaben zu hinterfragen,
• dafür, Liebe und Freiheit als höchste Werte erfahren zu haben.

Heute ging mir vieles durch den Kopf, als ich mit Senta an zwei Stränden auf unserer geliebten Insel Fehmarn war: am Südstrand, wo ich vor fast 25 Jahren eine kleine Strandwohnung gekauft, eingerichtet und vermietet hatte – mit Unterstützung meiner Mutter. Und in Fehmarnsund, wo ich in unserem ersten Urlaub auf Fehmarn – in den Herbstferien 1977 – mit meiner Mutter gewesen war.

Fehmarn hatte meine Mutter an ihre Heimat erinnert – sie war in Danzig geboren und aufgewachsen. Und sie hatte stets die Ostsee geliebt, als junges Mädchen bereits im allerersten Frühling und noch im spätesten Herbst darin gebadet.

Früher dachte ich oft, dass meine Mutter – wenn es tatsächlich eine Wiedergeburt gibt – in Gestalt von Senta zu mir zurück gekommen war. Sentas schöne braune Augen erinnern mich an meine Mutter, aber auch die Art, wie sie mich stupst, wenn ich wieder mal vergessen habe, etwas zu essen, wie sie Unnötiges wegschleppt und Überflüssiges zerreißt, und wie sie mich daran erinnert, dass wir unbedingt spazieren gehen müssen, auch wenn es regnet. Sie sorgt für mich, damit ich genug an die frische Luft komme und mich bewege, regelmäßig esse, viel schlafe und den schönen Strand genieße. Und Senta badet gerne in der Ostsee, sogar jetzt im Winter. Sie ist quietschvergnügt, wenn wir am Strand sind und hüpft vor Freude um mich herum.

Meine Mutter hätte ihre Freude an ihr – sie hat sich doch früher auch immer ein „Hündchen“ gewünscht, so wie mein Mann. Aber in unserem damaligen Wohnhaus durfte man keine Hunde halten, und meine Mutter dachte auch, dass sie nicht mehr mit einem Hund spazierengehen konnte. Denn irgendwann konnte sie nicht mehr gut gehen. Damals gab es noch keinen Rollator – einen Rollstuhl aber oder auch nur einen Gehstock hätte meine Mutter niemals benutzt.

Vielleicht würde meine Mutter sich ein wenig wundern, weil ich nun in einem kleinen Dorf lebe. Ich bin in Weddinghusen/Norderdithmarschen geboren – aber an dieses Haus und die Zeit dort hatte meine Mutter keine guten Erinnerungen.

Als ich in unseren ersten Ferien hier auf Fehmarn den Wunsch äußerte, mich als junge Lehrerin an das neu gegründete Inselgymnasium versetzen zu lassen, warnte mich meine Mutter davor, in eine solch kleine Gemeinde in Norddeutschland zu ziehen. Es sei sehr schwierig, dort akzeptiert und integriert zu werden. Sie selber hatte damals Plattdeutsch gelernt und damit die Hochachtung der Bauern im Umkreis erworben, die ihr und unserer Familie kurz nach dem Krieg sehr geholfen hatten.

Nun – ich war damals Beamtin in Nordrhein-Westfalen und es wäre sowieso schwierig gewesen, eine Versetzung nach Schleswig-Holstein zu erlangen. Als ich dann 2010 mit meinem Mann nach Fehmarn umgezogen bin, hatten sich die Zeiten grundlegend geändert: Fehmarn ist weltoffen, vor allem durch den Tourismus. Das Leben hier ist heute viel einfacher, weil man nicht auf die kleine Dorfgemeinschaft angewiesen ist, sondern durch die rasante Entwicklung des Internets Freunde, Bekannte und Geschäftsbeziehungen auf der ganzen Welt haben kann – auch von Neujellingsdorf aus.

Das war Ende der 1970er Jahre noch nicht abzusehen – auch noch nicht 1993, als ich meinen ersten Computer bekam und mit meinem Promotionsstudium begann: damals erschien es mir sehr reizvoll, dass man bei einem Internetbuchhändler (Amazon hieß damals noch ABC) alle möglichen Bücher recherchieren und erwerben, und dass man Fachartikel und ganze Bücher aus Bibliotheken bestellen konnte.

Heute bin ich sehr glücklich hier auf Fehmarn – und vieles von meinem Lebensglück verdanke ich dem Erbe meiner Mutter:

Meine Mutter war immer Optimistin – sie musste im Krieg ihre Heimat Danzig verlassen. Mit ihrem ersten Baby in der Tragetasche kam sie im kalten Januar 1945 mit dem Schiff über die Ostsee nach Schleswig-Holstein. Sie hatte zugesehen, wie die „Wilhelm Gustloff“ mit Tausenden von Menschen an Bord versank. An Land kämpfte sie sich durch Eis und Schnee und kam wohlbehalten mit ihrem Baby, meinem Bruder Karsten, in Lunden bei ihren Schwiegereltern an.

Zwei Jahre nach dem Krieg, am 10. Juni 1947, starb mein ältester Bruder mit noch nicht ganz drei Jahren an Diphterie, die man nicht erkannt hatte. Mein zweiter Bruder war gerade geboren und wurde am 13. Juni 1947 getauft. Mein Vater war damals auch an Diphterie erkrankt. Die Tragik, dass man sein Baby im Krieg auf der Flucht vor Schlimmem bewahrt hat und es dann sterben muss, als schon wieder bessere Zeiten eingekehrt waren, wurde mir erst später bewusst. Im November 2005 besuchte ich mit meinem Mann den Kirchhof in Weddingstedt. Ich sah die Taufkapelle mitten auf dem dunklen Kirchhof, von der meine Mutter mir nie erzählt hatte. Ich kannte nur mein Taufbild, das vor unserem Haus in Weddinghusen aufgenommen worden war.

All das hat meine Mutter gemeistert. Als verwöhnte Tochter aus der Großstadt lebte sie nun auf dem Lande und baute Gemüse und Obst an, um die Familie durchzubringen. Aber sie ist immer fröhlich und optimistisch geblieben.

Fünf Jahre später wurde ich geboren und habe vieles von meiner Mutter geerbt – vor allem ihren unerschütterlichen Optimismus. Den folgenden Spruch schrieb sie mir 1962 in mein Poesiealbum:

Zum Licht empor mit klarem Blick,
Ein Vorwärts stets, nie ein Zurück,
Ein frohes Schaffen, kühnes Streben
Und schnelles Handeln auch daneben –
Dann hat das Dasein Zweck und Ziel,
Wer Großes will, erreicht auch viel.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749–1832)

Ich bin meiner Mutter unendlich dankbar für all das, was sie mir gegeben hat: für den Mut und den Optimismus, die Herzlichkeit und den Humor, und für die Liebe und die Kraft, die für mein ganzes Leben reichen.

Was würde sie wohl sagen, wenn sie wüsste, dass ich für sie heute, an ihrem 96. Geburtstag, das schöne Impromptu As-dur von Franz Schubert auf meinem eigenen Flügel gespielt habe, das sie immer so geliebt hat? Und dass ich meine Geige im vorigen Jahr verkauft habe, nachdem ich schon viele jahre nicht mehr darauf gespielt hatte?

Was würde sie sagen, wenn sie wüsste, dass ich in meinem eigenen Haus wohne, in dessen Garten zur Zeit die Schneeglöckchen blühen, die ich ihr früher immer zum Geburtstag geschenkt habe?

Was würde sie sagen, wenn sie wüsste, dass ich seit sechs Jahren meinen eigenen Verlag habe und schon weit über 50 Bücher publiziert habe, als wären es meine eigenen Kinder?

Ich glaube, sie wäre sehr stolz auf mich, auf ihre geliebte Tochter. Ich bin jedenfalls sehr dankbar für alles, was ich von meiner Mutter bekommen habe: die Liebe zur Ostsee, zu den Bergen, zum Skilaufen, zur Musik – ohne meine Mutter hätte ich niemals Musik studieren und niemals promovieren können, nie hätte ich die Freuden des Skilaufens und die Schönheit der Tiroler Berge, vor allem in Seefeld, entdeckt, und vielleicht wäre ich dann auch nie in mein heute so geliebtes Armentarola in den Dolomiten gekommen.

Ganz wichtig aber erscheint mir eins – meine Mutter hat ja mit 56 Jahren etwas angefangen, was sie bisher nicht zu können glaubte: malen. Sie hatte mir zu Weihnachten 1977 einen Kalender mit 12 selbst gemalten Bildern geschenkt – und das war der Start in ihr neues Leben! Eine Galeristin stellte ihre Bilder aus und schickte sie zu einem Sonntagsmaler-Wettbewerb ein – sie gewann sofort einen Preis und nahm danach an etlichen Ausstellungen teil. Sie malte so, wie SIE es für richtig hielt, nicht Lehrer, Lehrbücher oder andere Vorbilder – und gewann viele Fans und auch Käufer ihrer schönen Bilder. Denn meine Mutter hatte die Gabe, ganz einfache, alltägliche Dinge auf solch schöne individuelle Weise zu malen, so dass sie die Herzen der Betrachter erreichte. So widmete ich ihr nach ihrem Tod den Spruch ihrer Lieblingsautorin Pearl S. Buck:

Die wahre Lebenskunst besteht darin,
im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

Heute schrieb mir eine Freundin: „Sie sieht Dir immer zu und ist sehr glücklich über Deinen Weg! Sie liebt Dich sehr!“

Sie schrieb mir auch: „Ich hätte Deine Mutter gerne kennen gelernt!“ – Und ich habe geantwortet: „Du hättest sie sicher gemocht – nun kennst Du sie ein wenig durch mich.“

Ja, das ist meine Aufgabe, all die guten Ideen und Gedanken, die mir meine Mutter vermittelt hat, weiter in die Welt zu tragen. Vor allem: Freiheit und Liebe als höchste Werte erfahren und weitergeben zu dürfen.

Danke, liebe Mutti – ich werde Dich nie vergessen – Du bist immer in meinem Herzen.

Deine Beate mit Senta

Dankbarkeit – mein Jahr 2016

img_1833Auch dieses Mal wollte ich am Neujahrstag meinen ganz persönlichen Jahresrückblick erstellen, hatte mir extra den Abend dafür reserviert. Aber es kamen zwei Dinge dazwischen: ein Telefongespräch, das ich, eigentlich entgegen meiner Planung, am Neujahrstag nicht zu telefonieren, mit einer Freundin verabredet hatte, deren Weihnachtsbrief auf eine außerordentlich schwierige Lebenssituation hingewiesen hatte. Und dann: mein Körper, auf den ich zu hören gelernt habe, er signalisierte mir eine große Müdigkeit – und so ging ich einfach zu Bett und schlief viele Stunden tief und fest durch.

So bin ich heute, am 2. Januar 2017, wieder ziemlich fit und voller Energie und schreibe jetzt den Jahresrückblick, um ihn noch vor Mitternacht zu veröffentlichen.

Gestern aber hatte ich etwas für meine beiden größten Lebensziele getan: „Glücklich und gesund 100 zu werden“ und  „anderen den Mut und Optimismus weitergeben, den ich im Leben erfahren habe“. Denn wenn ich 100 werden will, muss ich schon heute etwas dafür tun. Das bedeutet für mich vor allem, keinen Stress zu haben, genug zu schlafen, vernünftig zu essen, und genug Zeit zu haben, mit Senta am Strand spazierenzugehen. Und ich glaube, das ich der Freundin in dem langen Telefongespräch auch ein wenig Mut und Optimismus vermitteln konnte, vor allem auch ihrem Mann, der ziemlich krank im Krankenhaus liegt. Ich habe es früher selbst oft als sehr hilfreich empfunden, wenn mir Freunde schrieben oder anriefen, als mein Mann im Krankenhaus war. Man ist dann dankbar für jedes kleine Zeichen und jedes Licht, das Hoffnung und Zuversicht verspricht.

Mein Jahresrückblick hat ein wichtiges Thema: die Erfahrung mit Menschen, die in unser Leben treten. Und das Gefühl, das ich mich selber gefunden habe, dass ich wirklich ganz ich selber bin, dass ich mein Leben ganz allein bestimmen kann. Ich bin glücklich und ich weiß, was ich will.

img_2435Kurz nach dem Jahreswechsel schrieb ich: Wir haben es geschafft – das neue Jahr 2017 erreicht! Ich bin sehr dankbar für alle Erfahrungen, die ich im Jahr 2016 gemacht habe. Dieses neue Jahr 2017 wird ganz anders sein als die letzten Jahre, nicht nur, aber auch, weil 2017 eine Primzahl ist. Es wird ein ganz außergewöhnliches Jahr. Unser Verständnis für das Leben und unser Mitgefühl für die anderen Menschen werden zunehmen, und unsere Liebe auch: die Liebe zu uns, zu unserem Leben und zu den anderen Menschen. Denn was wir aussenden, kommt immer zu uns zurück. Unser Leben wird umso schöner, je mehr wir Liebe, Freude und Frieden für andere Menschen ausstrahlen, egal ob sie Freund oder „Feind“ sind. Harmonie, Glück und Gesundheit werden unser Leben bestimmen. Ich bin sehr dankbar für alles, was ich im alten Jahr erlebt habe und für alle meine lieben Freunde, die ich schon kannte, die, die ich erst neu gewonnen habe, und die mich in guten und in schlechten Zeiten unterstützt haben.

beate-forsbach-2242Vor einem Jahr hatte ich das intensive Gefühl, all die Schwierigkeiten ohne ein professionelles Coaching nicht mehr bewältigen zu können. Schon in dem Moment, als ich einem vermeintlichen Freund und Berater eine Bezahlung anbot, merkte ich, dass es nicht das Richtige war und dass ich im Grunde selber am besten wusste, was mir gut tat. Heute weiß ich, wie sehr ich manipuliert werden konnte durch andere Menschen. Es traten noch einige Menschen als vermeintliche Freunde und Es-mit-mir-Gutmeinenden auf, die ich letztlich wiederum losgelassen habe, weil sie mir einfach nicht guttaten.

Mein altes Lebensprinzip hat mir sehr geholfen: Man geht Wege, die sich zeigen, man kommt an Kreuzungen, wo man sich entscheiden muss, in welche Richtung man weitergehen wird. Wenn dieser Weg nicht der Richtige ist, wird man den Kurs erneut ändern und irgendwann dort ankommen, wo man eigentlich hin möchte.

Ich habe viele Abschiede erlebt und oft losgelassen, und ich habe gelernt, immer wieder neu anzufangen. Niemals wollte ich zurück in eine frühere Lebensphase, denn immer hatte sich das vermeintlich Negative unversehens in etwas ganz Positives verwandelt. Oft wurde es dann noch viel besser, als ich mir jemals erträumt hatte. Mein Jubiläumsbuch „Neubeginn & Mee(h)r“ hat diese Kunst des immer wieder anstehenden Neubeginns zum Thema. Es erschien erst im September 2016, nachdem ich annahm, die schlimmsten Erlebnisse des Jahres hinter mir zu haben. Aber das Allerschlimmste stand mir noch bevor.

Zunächst aber kam ein wundervolles, positives Ereignis: Meine geliebte Berner Sennenhündin Senta fuhr im Auto mit! Der Mensch-Hunde-Therapeut José Arce aus Mallorca war Anfang August bei uns. In einem persönlichen Workshop haben Senta und ich viel gelernt. „Willkommen im Leben“, sagte José Arce, als ich ihn mit Senta in der Stadt abholte. Nicht nur für Senta hatte ein ganz neues und aufregendes Leben begonnen, auch für mich.

img_3667Und nun konnte ich Reisepläne schmieden – nach einer „Probereise“ nach Bayern kam die seit Jahren ersehnte Traumreise nach Armentarola, wo ich ein Autorenseminar durchführen würde. Am ersten Tag dort aber war Senta sterbenskrank. Wie konnte das sein? Endlich erfüllte sich mein Traum, und nun sollte der Hund ausgerechnet dort sterben? Ich haderte mit meinem verstorbenen Mann und sagte ihm, dass er Senta noch nicht so bald bekäme. Und tatsächlich rettete der begnadete und optimistische Südtiroler Tierarzt meine Senta nach einer schweren Operation. Sie erholte sich schnell und ist heute so fit und gesund wie nie zuvor. Ich aber war sehr dankbar, dem Arzt und auch der Magie von Armentarola, die ganz offensichtlich hier gewirkt hatte. So fuhren wir im Dezember ein zweites Mal dorthin und erlebten endlich den Traumurlaub, den auch mein „Berghund“ sehr genoss.

sentaUm bei den Ärzten zu bleiben: ich bin ja recht kritisch gegenüber der sogenannten Schulmedizin, möchte aber heute meine Dankbarkeit äußern für die Achtsamkeit meines Hausarztes, der an meinem schlimmsten Tag des Jahres zu mir kam, für die Sorgfalt und den Optimismus meines Zahnarztes in Bamberg, der mir meine – nach dem Sturz im September 2015 demolierten – Zähne wieder richtig gut in Ordnung brachte, und auch meiner Hautärztin, die zwar nicht glaubt, dass meine Heilung vor allem auf meinem positiven Denken beruht, aber trotzdem erfreut darüber ist. Ansonsten glaube ich mehr denn je, dass die Art zu denken, die ich von meinem Vorbild Louise Hay gelernt habe, einen positiven Einfluss auf mein Leben, meine Gesundheit und meinen Lebenserfolg hat.

beate-forsbach-2385Nun noch einmal zu dem Thema, das mich in diesem Jahr am meisten bewegt hat: die Begegnung mit Menschen, die es nicht ganz ehrlich mit uns und mit sich selber meinen. Menschen, die andere manipulieren. Menschen, die sich selbst inszenieren im Netz, bis zur Veränderung ihres Lebensalters, ihrer Persönlichkeit, ihres Lebenslaufes durch eine Darstellung, die andere beeindrucken und überzeugen soll – nur damit sie ihren Vorteil haben, egal, was mit den anderen passiert. Ich habe in dem vergangenen Jahr einige solcher Menschen kennengelernt und mich selbst zunächst verurteilt, weil ich darauf hereingefallen war.

Inzwischen weiß ich, dass es jedem passieren kann, und ich habe mir auch vergeben – ich hatte einfach nicht gewusst, dass es so viel Falschheit geben könnte, auch wenn mich mein Bauchgefühl immer wieder aufmerksam gemacht hatte, dass hier etwas nicht stimmte. Dadurch habe ich gelernt, besser auf meine Intuition zu hören. Und ich bin auch mitleidig und verständnisvoll denjenigen gegenüber, die ihrerseits von Manipulationen beeinflusst sind, denen man klargemacht hat, dass sie mit mir keinen Kontakt mehr haben dürften, und die auch versuchen, sich daran zu halten.

beate-forsbach-2043Nein, ich glaube nicht, dass ich die Welt in dieser Hinsicht ändern kann, aber ich habe ein Ziel: Ich möchte ein guter Mensch sein. Ich ermutige und helfe Menschen, ihre Stärken zu entwickeln und das Beste aus ihrem Leben zu machen. Aber ich werde niemanden unterstützen, der mit unrealistischer Selbstdarstellung und Täuschung anderer seinen Weg machen will. Nach wie vor halte ich es mit meinem Vorbild Louise Hay, die gesagt hat:

„Schon seit langem glaube ich daran, dass die Geschäftswelt ein Bereich ist, in dem wir uns gegenseitig helfen und unterstützen sollten. Ich habe die Ellenbogenmentalität nie verstanden und nie begriffen, warum man andere übervorteilen oder sogar betrügen sollte. Das scheint mir keine besonders freudvolle Art und Weise zu sein, sein Leben zu leben. Es gibt so viel Überfluss auf der Welt, wir müssen ihn nur erkennen und miteinander teilen. Es ist immer die Politik meines Verlags Hay House gewesen, ehrlich und rechtschaffen zu sein.“

Und so bleibe auch ich mit meinem Verlag ehrlich und rechtschaffen, auch wenn es manchem so gar nicht gefällt. Ich habe mich im vergangenen Jahr von einigen Menschen getrennt. Es gab heftige Erschütterungen, krisenhafte Zeiten und manche blieben ganz einfach weg. Ich lernte, mich für bestimmte Wege zu entscheiden, auch wenn es nicht immer besonders angenehm war. Heute spüre ich viele Veränderungen, die ich nie durchlebt hätte, wenn ich nicht so viele positive und negative Erfahrungen gemacht hätte. Gewiss hätte ich mir einige Erlebnisse ersparen können, aber erst durch die Schwierigkeiten, die ich überwunden habe, bin ich zu dem Menschen geworden, der ich heute bin.

beate-forsbach-2113Insofern bin ich allen Menschen dankbar, denen ich im letzten Jahr begegnet bin – egal ob es beglückende und erfüllende Erfahrungen waren oder Konflikte, die letztlich zur Trennung geführt haben.

Ich habe gelernt, dass die schlimmste Enttäuschung über einen Menschen niemals so schlimm ist, dass ich nicht mehr an mich selber glauben kann. Finanzielle Einbußen, die aufgrund falscher Einschätzung von Menschen und Situationen entstanden sind, beeinträchtigen mein Leben kaum, denn sie stellen für mich eine Herausforderung dar, es nunmehr besser zu machen. Und so kann mich ein finanzieller Rückschlag nicht mehr erschüttern – habe ich doch die Gewissheit, aus jeder Situation wieder herauszufinden und meinen Zielen näherzukommen.

All das hatte ich bereits im Jahresrückblick auf 2015 geschrieben. Im Jahr 2016 aber kam etwas ganz Wichtiges dazu: Ich habe meinen persönlichen Lebenssinn gefunden. Ich weiß, was ich will, und was ich nicht will. Ich habe Menschen gefunden, mit denen ich mein Leben verbringen möchte und bin mir klar geworden darüber, mit welchen Menschen ich nicht weiter zu tun haben möchte.

Ich bin meinem verstorbenen Mann Hans Christian sehr dankbar, dass er mit mir vor 13 Jahren das erste Mal nach Armentarola gefahren ist, aber ganz besonders dafür, dass er – als Kriegskind – mir den Mut und den Optimismus vermittelt hat, sowie die Einstellung: „Wir kommen immer durch.“ Dankbar bin ich auch meiner Mutter, die ebenfalls immer mutig und optimistisch war und mir Liebe und Freiheit als wichtigste Werte vermittelt hat. Hätte sie nicht dafür gesorgt, dass ich Skilaufen lernte und dazu oft in Seefeld/Tirol war, wäre ich vielleicht nicht mit meinem Mann nach Armentarola gekommen. Dies ist ein magischer Ort für mich, an dem ich fortan einen Teil meines Lebens verbringen möchte.

Und mir ist einiges ganz wichtig geworden:

  • Schön Klavier spielen zu können: Brahms, Chopin, Schubert und Schumann, dafür habe ich im Dezember 2015 nach 40 Jahren wieder mit dem Klavierunterricht begonnen.
  • Eine glückliche Beziehung zu meiner Hündin Senta zu haben, dafür habe ich Geld, Zeit und Kraft investiert.
  • Gesund und glücklich älter zu werden,100 Jahre alt werden zu wollen – daran arbeite ich jeden Tag.
  • Meine Freiheit und Unabhängigkeit sowie die Liebe – das sind die Werte, nach denen ich lebe und die mich leiten.
  • Positive Gedanken für ein positives Leben weiterzugeben – durch mein Vorbild und durch die Bücher meines Verlages.
  • Zu wissen, mit welchen Autoren ich zusammenarbeiten möchte und mit welchen nicht.
  • Den Sinn meines Lebens gefunden zu haben.

An Silvester und am Neujahrstag habe ich wundervolle Konzerte im Fernsehen miterlebt, die mir deutlich machten, dass die Musik einen ganz entscheidenden Anteil an meinem Lebensglück hat. Mein Klavierlehrer schrieb mir heute: „Spielen Sie bitte unbedingt Klavier. Sie haben die Möglichkeit, so etwas Schönes genießen zu können!“ Ja, das werde ich machen, dieses Erlebnis kann mir nichts sonst geben außer der Musik, aus der ich viel Kraft und Energie schöpfe.

Weiter die Strandspaziergänge mit meiner Senta – sie geben mir Energie, lassen mich den Frieden spüren und bieten Raum für neue Ideen und Gedanken. Pausenloses Geschwätz von Leuten direkt und am Telefon will ich nicht mehr ertragen. Auch aus dem eigenen Schreiben und der Beschäftigung mit den Büchern und Manuskripten anderer Autoren schöpfe ich viel innere Kraft – ich werde dem Lesen und Schreiben viel mehr Raum in meinem Leben geben.

Und schließlich sind es auch die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen. Ich habe angefangen zu reisen, um an besonderen Orten besondere Menschen zu treffen. Und das erfüllt mich sehr. Die Entscheidung, alleine zu reisen, nur in Begleitung meiner lieben Berner Sennenhündin Senta, erleichtert mir vieles und ermöglicht mir, frei und unabhängig zu bleiben. Ich habe mit Theresia Berger eine tolle Fotografin gefunden, die die meisten Fotos dieses Blogartikels am Chiemsee realisiert hat.

Ich bin dankbar für alles, was mir andere Menschen gegeben haben. Und ich liebe mich, meinen Hund und mein neues Leben.

beate-forsbach-1803Nun ist das neue Jahr inzwischen schon fast 48 Stunden alt – es war mir ein Bedürfnis, meinen ganz persönlichen Jahresrückblick aufzuschreiben. Vor allem aber auch, meine Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, den Menschen gegenüber, die mich im vergangenen Jahr 2016 begleitet, ermutigt und immer wieder zum Weitermachen motiviert haben, denn Aufgeben war niemals eine Option für mich.

Ich bedanke mich bei Ihnen, den Lesern meines Blogs für Ihr treues Folgen und Ihre zahlreichen Kommentare und Mails. Ich freue mich, wenn Sie auch im Jahr 2017 weiter dabei sind.

Für das neue Jahr 2017 wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, vor allem Glück und Gesundheit.

PS: Lesen Sie bitte auch mein Interview mit 16 Fragen zum Jahresrückblick mit Annette Maria Böhm von Lebe-Liebe-Lache.com, das am 30. Dezember 2016 erschienen ist.

beate-forsbach-2068

Mac & Macchen – Adieu, mein Kleiner, es war eine schöne Zeit mit Dir!

img_0816Vor fast einer Woche war es so weit: mein neuer schöner, großer iMac traf ein.
Wir haben das hier im Verlag ein wenig gefeiert. „Prost und Prösterchen“ schrieb mir dazu ein lieber Facebook-Freund.

Mac und Macchen – das war ein bewegender Moment für mich. Der Kleine hat mich fast fünf Jahre lang begleitet, fast alle Bücher meines Verlages sind darauf entstanden, viele Geschichten geschrieben und viele Fotos gespeichert worden.

Und nun der Neue, Große – wie lange habe ich mir den schon gewünscht! Ich freue mich auf das allererste Projekt, das ich mit ihm fertigstelle – und dann bin ich gespannt, wie viele Bücher mit ihm noch entstehen werden!

img_0807img_0811Er ist nun eindeutig der Größte in meiner Mac-Familie mit iMac, Macbook, iPad und iPhone. Alles wundervolle Geräte, mit denen ich schon lange gerne zusammenarbeite, die mir treue Dienste erweisen und eigentlich noch nie ausgefallen sind.

img_0812 Am Abend dann auch noch erstklassiger Musikgenuss mit dem neuen iMac – groß und klar und mit fantastischem Sound–- da komme ich ja gar nicht mehr vom Schreibtisch weg. Hier: „Halleluja“ von Leonard Cohen – großartig

img_0823

Heute Abend habe ich dann endlich den „Kleinen“, den alten iMac, ordentlich sauber gemacht und eingepackt, damit er auf den Weg zu seinem neuen Besitzer gehen kann. Der schreibt übrigens auch Bücher …

Ja, es ist nur ein Computer, aber er ist mir doch ans Herz gewachsen in all den Jahren. Er war treu, hat nie „geschwächelt“, war nur zuletzt etwas langsamer geworden, wie es ja nun mal ist, wenn man etwas älter wird. Er hat alles mitgemacht – egal was ich auch geschrieben habe. Manchmal war er recht verschwiegen – und manchmal habe ich auch später etwas gelöscht, was ich geschrieben hatte.

So ein Mac ist ein guter Zuhörer, immer bereit für meine Gedanken und Ideen. Das Beste: er hat eine supergute Suchfunktion, so dass ich alles immer wiederfinden konnte, was vermeintlich verloren war.

img_0054So, mein Kleiner, nun bist Du gut verpackt – Dein neuer Besitzer freut sich schon darauf, Dich in Betrieb zu nehmen und darauf seine Bücher zu schreiben.

Adieu, mein Kleiner, es war eine schöne Zeit mit Dir!

Und nun trinke ich noch ein Gläschen Rotwein zum Abschied!

img_0051Übrigens: Das erste Buchprojekt, das ich inzwischen auf dem neuen iMac fertiggestellt habe, ist eins voller Glück und Freude – bereits vor dem Erscheinen des Buches. Das hängt sicherlich mit dem „Zauber des Anfangs“ zusammen, den ich mit meinem neuen iMac erlebe.

Buchmesse

img_9114 In diesem Jahr war ich zum allerersten Male auf der Frankfurter Buchmesse. Nur einen Tag, am Donnerstag, war ich dort – und schon bei meiner Ankunft tat es mir leid, dass ich mir nicht mehr Zeit genommen hatte für diesen ersten Besuch.

img_9096Ich war mit dem Auto zur Messe gefahren, hatte im Parkhaus geparkt und fuhr mit dem Shuttle-Bus zum Eingang der Halle 3, wo alle großen Verlage ausstellen. Statt erst einmal die großartige Atmosphäre zu genießen, machte ich mich sofort auf die Suche nach dem Stand J 16 in Halle 3.1, wo die Bücher meines Verlages im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung des MVB (Marketing- und Verlagsservice) „Titel aus Klein- und Selbstverlagen“ ausgestellt waren. Dort hatte ich mich mit meiner ersten Kontaktperson verabredet. Als ich sie endlich gefunden hatte, war mir der Lageplan der Hallen etwas klarer geworden und ich wusste, wo die riesigen Rolltreppen waren, so dass ich die Treffpunkte der nächsten Verabredungen etwas schneller fand.

Gemeinsam suchten wir die Titel meines Verlages in der Ausstellung und fanden sie auch recht schnell – das machte mich stolz, denn unsere Buchcover stachen doch ziemlich ab von vielen anderen Büchern.

img_9098img_9100 img_9097 img_9102 img_9104img_9105img_9101Beim nächsten Termin traf ich eine unsere Autorinnen, die sich freute, dass ihr erstes Buch hier ausgestellt war. Ich fand es schade, dass unser Verlag noch keinen eigenen Stand hatte, denn es war fast unmöglich, zur Mittagszeit ein ruhiges Plätzchen für ein Gespräch zu finden. Alle Cafés und Restaurants waren voll besetzt, ohne Reservierungen konnte man erst wieder am Freitag ab 16 Uhr einen Platz bekommen.

Am Stand unserer Verlagsauslieferung lernte ich den Chef und die Mitarbeiterin persönlich kennen, mit denen ich bereits seit Beginn des Jahres zusammenarbeite. Genauso war es am Stand unserer Druckerei, wo wir an der Standparty teilnahmen. Stolz war ich, dass die Verlagsauslieferung meinen Fehmarn-Kalender und zwei unserer Bücher ausgestellt hatte.

Ganz erfreulich waren dann weitere Treffen mit Menschen, mit denen ich bereits längere Zeit intensiven Kontakt über Telefon und Internet gehabt hatte. Für mich war es sehr schön, alle diese Menschen persönlich kennenzulernen. Das war für mich das wirklich positive Ergebnis dieser Begegnungen.

Leider war die Zeit auf der Messe viel zu schnell herum – ich hätte gerne noch viel mehr angesehen und noch mehr Menschen kennengelernt. Ich traf noch einige andere Bücher- und Verlagsmenschen sowie Autoren, und ich hatte das Gefühl, dass ich dort noch einige Tage hätte zubringen können.

Faszinierend waren die großen Stände der wirklich großen Verlage – ich war selbst erstaunt, dass mich dieser Anblick so gar nicht entmutigt hat. Ich wurde überall vorgestellt als Verlegerin, Autorin und Coach, die anderen Menschen zum eigenen Buch verhilft, dazu noch selbst Bücher gestalten kann und die entsprechenden Computerprogramme beherrscht und anderen erklären kann. Vielleicht ist es ein Verlagsmodell für die Zukunft, wenn man selbst vielseitig ist, mit wenigen Mitarbeitern schöne Bücher produziert und die Autoren individuell betreut.

Interessant war für mich die heutige Sonntags-Kolumne von Helga König in ihrem Online-Magazin „Buch, Kultur und Lifestyle – Das Magazin für den gebildeten Leser“. Sie besucht die Frankfurter Buchmesse seit gut 30 Jahren und bemerkte in diesem Jahr eine wesentliche Veränderung.

Lesen Sie ihre Kolumne hier: http://gedankenethikkultur.blogspot.de/2016/10/helga-konig-sonntagskolumne-23102016.html

Ich habe diese Veränderung natürlich nicht bemerkt, da ich zum ersten Male im Leben auf einer Buchmesse war. Ich war stolz, dass einige unserer Bücher ausgestellt waren. Und ich dachte sogleich darüber nach, wie ich im nächsten Jahr einen eigenen Stand realisieren könnte. Auch möchte ich etwas länger auf der Buchmesse bleiben, denn für mich ist diese Messe einfach ein Traum für jeden bücherbegeisterten Menschen.

img_9133img_9139Am Abend war ich ziemlich „erschlagen“ von all den Eindrücken, wie gerne hätte ich die Bücher so bekannter Menschen wie Bob Dylan oder Louise Hay angesehen.

Schon auf der Rückfahrt nach Hause war ich mir sicher, dass ich im nächsten Jahr wiederkommen und dann meinen Verlag besser präsentieren werde.

Halbzeit 2016

IMG_5186Nun ist das erste Halbjahr gleich herum. Zeit, um nachzudenken, was bisher geschehen ist, wie zufrieden wir damit sind und ob wir im zweiten Halbjahr etwas ändern und verbessern möchten. Ich habe gerade mit Senta noch einen Abendspaziergang gemacht, bei dem meine Gedanken frei fließen konnten. Denn ich hatte mir vorgenommen, heute diesen Blogartikel zu schreiben. Wie alle meine Blogartikel ist auch dieser ein ganz persönliches Statement.

Dieses erste Halbjahr war für mich sehr erlebnisreich. Heute ist es genau drei Monate her, dass ich mich von einem vermeintlichen Freund und Berater getrennt habe. Der Abschied war heftig, und es hat lange gedauert, bis ich alle Folgen überwunden hatte. Mein Buch „Neubeginn & Mee(h)r“ ist auch aus diesem Grunde noch nicht erschienen. Ich hatte es an meinem Verlagsjubiläum am 11. Februar 2016 geplant, ohne so recht zu wissen, wieso gerade zu diesem Zeitpunkt wieder ein Neubeginn anstand. Und nun braucht es noch seine Zeit.

Auch früher schon habe ich solche Situationen erlebt: Man geht Wege, die sich zeigen, man kommt an Kreuzungen, wo man sich entscheiden muss, in welche Richtung man weiter gehen wird. Wenn dieser Weg nicht der Richtige ist, wird man den Kurs erneut ändern und irgendwann dort ankommen, wo man eigentlich hin möchte.

Dieses Lebensprinzip habe ich beibehalten. Ich habe viele Abschiede erlebt und oft losgelassen, und ich habe gelernt, immer wieder neu anzufangen. Niemals wollte ich zurück in eine frühere Lebensphase, denn immer hatte sich das vermeintlich Negative unversehens in etwas ganz Positives verwandelt. Oft wurde es dann noch viel besser, als ich mir jemals erträumt hatte.

Immer? Auch nach den schlimmsten Abschieden – von meiner geliebten Mutter, von meinem geliebten Beruf, von meinem geliebten Ehemann – habe ich einen Neubeginn im positiven Sinne geschafft. Denn auf der Suche nach dem Sinn des eigenen Lebens durchläuft man viele Lebensstufen, wie Hermann Hesse es in seinem Gedicht „Stufen“ beschrieben hat:

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Eine Bekannte, die sich mit Numerologie beschäftigt, sagte mir Anfang Mai: „Die Zahlen sprechen die Sprache unseres Lebens. Du bist 10er-Wandlerin, da du eine zählende Null im Geburtsdatum hast aus der 20. Du hast ab diesem Jahr wiederum viele Eigenschaften zusätzlich geschenkt bekommen, jedoch auch die jeweiligen Herausforderungen … Ich bin mir auch sicher, dass du diese bereits fühlst und diese Energie bereits in dein Leben integrierst.“ (Patricia Zurfluh) Es stimmte, ich hatte in meinem Leben alle 10 Jahre eine wesentliche Herausforderung erlebt. Im Mai 2016 bin ich 64 geworden, und ich war gespannt, was nun kommen würde.

Heute nun, Ende Juni 2016, weiß ich: Es hat an meinem 64. Geburtstag wieder mal einen Neubeginn gegeben. Das Leben gibt uns immer die Zeichen zur Veränderung, nur fällt es uns oft schwer, das zu erkennen. Manch einer möchte sich auch nicht verändern und verharrt lieber in einer Lebenssituation, in der er nicht glücklich ist. Wenn man eine neue Lebensstufe erreicht, heißt es Abschied zu nehmen von vertrauten Gewohnheiten, Dingen, Menschen und Orten. Das bereitet oft Schmerzen. Aber jeder Neubeginn ist auch eine Chance, gesund und glücklich zu werden.

Heute vor vier Wochen erlebte ich dann aus heiterem Himmel einen gesundheitlichen „Warnschuss“, der mich ziemlich erschreckt hat. Es wurde mir klar, dass mein Leben in diesem Moment hätte zu Ende sein können. In einem solchen Moment bekommen viele Dinge eine völlig andere Wertigkeit. Ich habe mich ganz still verhalten, auf meinen Körper gehört, und einige Tage nur geschlafen, kaum etwas gegessen und getrunken und bin ganz vorsichtig und achtsam spazieren gegangen. Und dann am Sonntagmorgen wurde ich wach und spürte, wie meine Kraft und mein Mut zurückkamen. Ich traf einige Entscheidungen für die nächste Zeit.

Am Abend dann, als ich am Meer war, kam mir eine Geschichte in den Sinn. Das hatte ich noch nie erlebt, und so schrieb ich die Geschichte kurz vor dem Schlafengehen auf. Ich habe sie bereits auf Facebook veröffentlicht, aber schreibe sie hier noch einmal auf für alle meine Freunde, die nicht auf Facebook mit mir verbunden sind:

Leben_ist_Mee(h)r_2016_Postkarten16Die Kapitänin

Es hatte ein heftiges Unwetter gegeben. Das Schiff war ins Schwanken geraten, schlimmer als sie es je zuvor erlebt hatte. Der Sturm brauste und tobte so sehr, dass sie fast ein wenig ihren Mut verlor, der sie ihr Leben lang durch schlimme und gute Zeiten begleitet hatte.

Ein Teil der Mannschaft war offenbar seekrank geworden, andere hingen über der Reeling oder waren ins Wasser gefallen.

Die Kapitänin war anscheinend bewusstlos – sie konnte doch ihr gutes Schiff nicht im Stich lassen!

Wo aber war der Steuermann geblieben, ihre stärkste Unterstützung in rauen Zeiten? Er hatte ihr doch diesen Kurs ganz dringend empfohlen, hatte er gar nichts von dem drohenden Unwetter gewusst?

Er war jedenfalls nicht mehr da, war offenbar von Bord gegangen, bevor das Schiff ganz unterging.

Sie träumte von den Sternen, zu denen sie jetzt fuhr. Über das weite Meer, in die Unendlichkeit, immer den Sternen nach.

So war es also, das Ende? Eigentlich schön und angenehm, sie entspannte sich und gab sich ihren Träumen hin.

Mit einem Mal öffnete sie ihre Augen. Was war das? Sie sah in den strahlend blauen Sommerhimmel. Kein Wölkchen war dort zu sehen. Und warum war es plötzlich so ruhig? War sie etwa schon im Paradies angekommen?

Das Meer war spiegelglatt. Kein Lüftchen wehte heute, es war schön warm in der Sonne. Sie reckte und streckte sich wohlig, war richtig gut ausgeruht. Mit einem Mal spürte sie, wie ihre Kraft wieder kam, und auch ihr Mut, der fast abhanden gekommen war.

Sie stand immer noch auf der Brücke und hielt das Steuerrad fest in der Hand. Das Schiff bewegte sich ganz ruhig, so wie sie es lenkte. Wozu hatte sie eigentlich früher immer diesen Steuermann gehabt? Sie war so stark, dass sie es ganz alleine konnte – dieses wundervolle große Schiff zu lenken, durch das große, weite Meer.

Ganz leise hörte sie Stimmen, wer sprach denn da? Nein, es war Gesang, der aus dem Mannschaftsraum kam. Die Seeleute hatten sich offenbar schon wieder erholt und sangen ein fröhliches Lied. Alle waren voller Hoffnung, bald wieder die Küste ihrer Heimat zu erreichen.

Die Kapitänin aber war sehr froh, denn sie fühlte jetzt ihre Kraft und ihre Stärke, dass sie es ganz alleine konnte – dieses wundervolle große Schiff zu lenken, durch das große, weite Meer des Lebens.

IMG_5136Heute, fast vier Wochen später und am Ende der ersten Halbzeit 2016 kann ich sagen, dass ich auf einem glücklichen Kurs bin. Eine Coach-Freundin hatte mir sehr geholfen, als sie den Fokus auf genau das ausgerichtet hat, was mich ausmacht – als Persönlichkeit und als Verlegerin – mit all meinen Stärken und Fehlern. Und nach dem Erlebnis des „Warnschusses“ habe ich mich einfach darauf besonnen, was ich möchte, was ich mir gewünscht habe, für meinen Beruf und meinen Verlag, und für mich persönlich. Ich habe mich von Menschen und Dingen verabschiedet mit dem Erfolg, dass andere Menschen und andere Dinge, teilweise völlig überraschend, in mein Leben traten.

„Ich freue mich über den Mut, auf diesem Weg des ‚Erfolgs mit Herz’ weiterzugehen“, schrieb mir mein 94jähriger ehemaliger Deutschlehrer, Schulleiter und Chef neulich, und ich gehe diesen Weg weiter. Ich bin glücklich über jeden Erfolg, schäme mich nicht meiner Fehler, sondern mache beim nächsten Mal einfach bessere.

Heute Abend aber habe ich die Abendstille genossen, beim Spaziergang mit Senta rund um das Feld hinter meinem Haus. Ich habe den Frieden gespürt, der in mir und um mich herum ist, und die Liebe, die mich umgibt und die ich empfinde für die Menschen in meiner Umgebung, für meinen Hund, für meine Arbeit – für mich und mein Leben.

Ich fühle mich stark und weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin – auf meinem ganz persönlichen Weg. Ich danke allen meinen Freunden und den Beratern, die mich auf diesem Wege unterstützen und begleiten. Nach meinem Lebensmotto „Fliegen kannst Du nur gegen den Wind“ sind gerade die Kritiker und Gegner wichtig für mich, damit ich meinen eigenen Standpunkt finde. Aber manchmal ist auch Rückenwind ganz gut – und so danke ich allen Freunden von ganzem Herzen, die mich liebevoll und wohlwollend unterstützen, so verrückt manche Ideen auch für andere sein mögen.

IMG_5183

Ich wünsche Euch eine gute Nacht, einen guten Start in die zweite Halbzeit 2016 und ende hier mit dem Motto meines Buches:

„Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“
Meister Eckhart, 1260–1327)

PS: Mein Buch „Neubeginn & Mee(h)r“ wird voraussichtlich im August erscheinen. Vorbestellungen sind ab sofort möglich im Buchhandel, bei Amazon und unter:
http://www.edition-forsbach.de/beate-forsbach/89/neubeginn-und-meehr

Cover4_Neubeginn_und_Meehr_100616.indd