Schon ein Jahr: Senta on Tour – 1. Teil 2016

Ich liebe Jahrestage. Es sind Erinnerungstage …

Heute vor einem Jahr habe ich mit Senta die allererste große Reise gemacht. Genau 14 Tage zuvor war sie zum ersten Mal im Auto mitgefahren. José Arce, der Mensch-Hunde-Therapeut aus Mallorca, war am 2./3. August 2016 zu uns nach Fehmarn gekommen und hatte uns in einem persönlichen Workshop all das beigebracht, was wir brauchten, damit Senta im Auto mitfuhr.

Aber nun standen große Reisen bevor – im September wollte ich mit Senta nach Armentarola in den Dolomiten reisen. Und schon tauchten viele Fragen auf, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte. So viele Unsicherheiten gab es, weil ich noch nie mit einem Hund verreist war. Da war es eine schöne Gelegenheit, dass uns meine Freundin Verena Ullmann aus Güntersleben bei Würzburg einlud, sie für ein paar Tage zu besuchen. Und so starteten wir am 16. August 2016, also heute vor einem Jahr, zu dieser ersten großen Reise nach Bayern.

Der schönste Moment war für mich, als ich mit Senta am nächsten Tag in Bamberg vor dem Gabelmoo saß, und mit ihr auf den Spuren ging, die ich vor Jahren zusammen mit meinem Mann gelegt hatte. Wir hatten ja fast 7 Jahre in Bamberg gewohnt, bis er krank wurde und wir 2010 nach Fehmarn umzogen.

Verena war überall dabei und machte mir manchmal auch Mut, so als wir in Würzburg in ein Parkhaus fuhren. Das hätte ich nie gewagt mit einem Hund. Sie aber sagte: „Du musst ganz cool sein“, und so gingen wir mit Senta durch das viel befahrene Parkhaus und fuhren mit dem Aufzug, als hätte sie das schon immer getan. Zur Belohnung gab es dann einen wundervollen Ausblick auf die Feste Würzburg, bevor wir zum Mittagessen gingen.

All dies könnt Ihr ausführlich in meinem Blogartikel Willkommen im Leben! lesen, den ich am 22. August 2016 geschrieben habe.

Und dann ging es weiter: Jeden Tag fuhren wir auf Fehmarn zu den schönsten Stränden, am liebsten nach Fehmarnsund.

Und im September fuhren wir dann endlich nach Armentarola, meinem Traumort in den Dolomiten. Das riesige Glück, endlich dort angekommen zu sein, wurde getrübt, denn Senta war dort sehr krank und wäre beinahe gestorben. Aber der unglaublich optimistische und lebensfrohe Tierarzt Dr. Mulrici operierte sie und so war sie zwei Tage später wieder bei mir im Hotel. Davon habe ich in meinem Blogartikel Die Magie von Armentarola berichtet.

Nach der Heimkehr war Senta, unser Verlagsmaskottchen, zum ersten Mal bei einer Lesung im Café Jedermann in Burg  – anlässlich des fünften Verlagsjubiläums stellte ich mein Buch „Neubeginn & Mee(h)r“ vor. Senta scheint es gefallen zu haben. Beim folgenden Buchseminar war sie dann auch dabei.

Dann nahte ein Großereignis – mein erster Besuch der Frankfurter Buchmesse. Dorthin konnte Senta zwar nicht mit, aber eine Bekannte lud uns ein und passte während meines Besuches der Buchmesse auf Senta auf. Am Tag zuvor waren wir in Frankreich gewesen – Sentas zweiter Auslandsbesuch.

Im November machten wir unzählige Strandspaziergänge in der Herbstsonne …

… und Senta erlebte den ersten Schnee am Strand.

Und im Dezember fuhren wir wieder nach Bamberg. Klar, dass sie auch bei unserer Weihnachtsfeier mit Verena Ullmann in dem feinen Bamberger Restaurant Messerschmitt dabei war.

Von dort ging es nach Armentarola, wo sich Senta dieses Mal wirklich wohl fühlte.

Auf der Rückfahrt fuhren wir zum Chiemsee, zu einem Foto-Shooting mit der Fotografin Theresia Berger, bei dem eines der schönsten Fotos von Senta und mir entstand.

Von dort fuhren wir nach München, um eine gute Freundin zu besuchen. Und so kam Senta sogar in den Englischen Garten und ging mit in eine Kirche.

Kurz darauf fuhren wir nach Hamburg, aber auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus war es dann doch etwas zu viel Trubel für sie.

An Herrchens Geburtstag war sie natürlich mit auf dem Friedhof und zum Klönschnack mit unserer Freundin Birgit Wohler im Café Jedermann.

Wie schön war es dann Ende des Jahres am Südstrand! In diesem Winter machten wir unzählige Strandspaziergänge und erlebten viele schöne Sonnenuntergänge.

Am vorletzten Tag des Jahres wanderten wir im herrlichen  Sonnenschein weiter, als wir jemals gegangen waren: von Fehmarnsund bis nach Wulfen, wo ich vorher noch nie gewesen war, seit ich vor 39 Jahren zum ersten Mal auf diese Insel gekommen war.

Silvester feierten wir gemütlich zu Hause, und am Neujahrstag begrüßten wir das neue Jahr wieder am Strand.

Hier endet nun der erste Teil dieses Berichtes „Schon ein Jahr: Senta on Tour“.
Demnächst geht es weiter mit dem 2. Teil 2017.

Diesen Blogartikel widme ich Verena Ullmann und José Arcé, die mir und Senta zu einem großen Schritt ins Leben verholfen haben, und außerdem dem Tierarzt Armando Mulciri, der Senta bei unserer ersten Reise nach Armentarola das Leben gerettet hat.

Buchmesse

img_9114 In diesem Jahr war ich zum allerersten Male auf der Frankfurter Buchmesse. Nur einen Tag, am Donnerstag, war ich dort – und schon bei meiner Ankunft tat es mir leid, dass ich mir nicht mehr Zeit genommen hatte für diesen ersten Besuch.

img_9096Ich war mit dem Auto zur Messe gefahren, hatte im Parkhaus geparkt und fuhr mit dem Shuttle-Bus zum Eingang der Halle 3, wo alle großen Verlage ausstellen. Statt erst einmal die großartige Atmosphäre zu genießen, machte ich mich sofort auf die Suche nach dem Stand J 16 in Halle 3.1, wo die Bücher meines Verlages im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung des MVB (Marketing- und Verlagsservice) „Titel aus Klein- und Selbstverlagen“ ausgestellt waren. Dort hatte ich mich mit meiner ersten Kontaktperson verabredet. Als ich sie endlich gefunden hatte, war mir der Lageplan der Hallen etwas klarer geworden und ich wusste, wo die riesigen Rolltreppen waren, so dass ich die Treffpunkte der nächsten Verabredungen etwas schneller fand.

Gemeinsam suchten wir die Titel meines Verlages in der Ausstellung und fanden sie auch recht schnell – das machte mich stolz, denn unsere Buchcover stachen doch ziemlich ab von vielen anderen Büchern.

img_9098img_9100 img_9097 img_9102 img_9104img_9105img_9101Beim nächsten Termin traf ich eine unsere Autorinnen, die sich freute, dass ihr erstes Buch hier ausgestellt war. Ich fand es schade, dass unser Verlag noch keinen eigenen Stand hatte, denn es war fast unmöglich, zur Mittagszeit ein ruhiges Plätzchen für ein Gespräch zu finden. Alle Cafés und Restaurants waren voll besetzt, ohne Reservierungen konnte man erst wieder am Freitag ab 16 Uhr einen Platz bekommen.

Am Stand unserer Verlagsauslieferung lernte ich den Chef und die Mitarbeiterin persönlich kennen, mit denen ich bereits seit Beginn des Jahres zusammenarbeite. Genauso war es am Stand unserer Druckerei, wo wir an der Standparty teilnahmen. Stolz war ich, dass die Verlagsauslieferung meinen Fehmarn-Kalender und zwei unserer Bücher ausgestellt hatte.

Ganz erfreulich waren dann weitere Treffen mit Menschen, mit denen ich bereits längere Zeit intensiven Kontakt über Telefon und Internet gehabt hatte. Für mich war es sehr schön, alle diese Menschen persönlich kennenzulernen. Das war für mich das wirklich positive Ergebnis dieser Begegnungen.

Leider war die Zeit auf der Messe viel zu schnell herum – ich hätte gerne noch viel mehr angesehen und noch mehr Menschen kennengelernt. Ich traf noch einige andere Bücher- und Verlagsmenschen sowie Autoren, und ich hatte das Gefühl, dass ich dort noch einige Tage hätte zubringen können.

Faszinierend waren die großen Stände der wirklich großen Verlage – ich war selbst erstaunt, dass mich dieser Anblick so gar nicht entmutigt hat. Ich wurde überall vorgestellt als Verlegerin, Autorin und Coach, die anderen Menschen zum eigenen Buch verhilft, dazu noch selbst Bücher gestalten kann und die entsprechenden Computerprogramme beherrscht und anderen erklären kann. Vielleicht ist es ein Verlagsmodell für die Zukunft, wenn man selbst vielseitig ist, mit wenigen Mitarbeitern schöne Bücher produziert und die Autoren individuell betreut.

Interessant war für mich die heutige Sonntags-Kolumne von Helga König in ihrem Online-Magazin „Buch, Kultur und Lifestyle – Das Magazin für den gebildeten Leser“. Sie besucht die Frankfurter Buchmesse seit gut 30 Jahren und bemerkte in diesem Jahr eine wesentliche Veränderung.

Lesen Sie ihre Kolumne hier: http://gedankenethikkultur.blogspot.de/2016/10/helga-konig-sonntagskolumne-23102016.html

Ich habe diese Veränderung natürlich nicht bemerkt, da ich zum ersten Male im Leben auf einer Buchmesse war. Ich war stolz, dass einige unserer Bücher ausgestellt waren. Und ich dachte sogleich darüber nach, wie ich im nächsten Jahr einen eigenen Stand realisieren könnte. Auch möchte ich etwas länger auf der Buchmesse bleiben, denn für mich ist diese Messe einfach ein Traum für jeden bücherbegeisterten Menschen.

img_9133img_9139Am Abend war ich ziemlich „erschlagen“ von all den Eindrücken, wie gerne hätte ich die Bücher so bekannter Menschen wie Bob Dylan oder Louise Hay angesehen.

Schon auf der Rückfahrt nach Hause war ich mir sicher, dass ich im nächsten Jahr wiederkommen und dann meinen Verlag besser präsentieren werde.