Schon ein Jahr: Senta on Tour – 1. Teil 2016

Ich liebe Jahrestage. Es sind Erinnerungstage …

Heute vor einem Jahr habe ich mit Senta die allererste große Reise gemacht. Genau 14 Tage zuvor war sie zum ersten Mal im Auto mitgefahren. José Arce, der Mensch-Hunde-Therapeut aus Mallorca, war am 2./3. August 2016 zu uns nach Fehmarn gekommen und hatte uns in einem persönlichen Workshop all das beigebracht, was wir brauchten, damit Senta im Auto mitfuhr.

Aber nun standen große Reisen bevor – im September wollte ich mit Senta nach Armentarola in den Dolomiten reisen. Und schon tauchten viele Fragen auf, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte. So viele Unsicherheiten gab es, weil ich noch nie mit einem Hund verreist war. Da war es eine schöne Gelegenheit, dass uns meine Freundin Verena Ullmann aus Güntersleben bei Würzburg einlud, sie für ein paar Tage zu besuchen. Und so starteten wir am 16. August 2016, also heute vor einem Jahr, zu dieser ersten großen Reise nach Bayern.

Der schönste Moment war für mich, als ich mit Senta am nächsten Tag in Bamberg vor dem Gabelmoo saß, und mit ihr auf den Spuren ging, die ich vor Jahren zusammen mit meinem Mann gelegt hatte. Wir hatten ja fast 7 Jahre in Bamberg gewohnt, bis er krank wurde und wir 2010 nach Fehmarn umzogen.

Verena war überall dabei und machte mir manchmal auch Mut, so als wir in Würzburg in ein Parkhaus fuhren. Das hätte ich nie gewagt mit einem Hund. Sie aber sagte: „Du musst ganz cool sein“, und so gingen wir mit Senta durch das viel befahrene Parkhaus und fuhren mit dem Aufzug, als hätte sie das schon immer getan. Zur Belohnung gab es dann einen wundervollen Ausblick auf die Feste Würzburg, bevor wir zum Mittagessen gingen.

All dies könnt Ihr ausführlich in meinem Blogartikel Willkommen im Leben! lesen, den ich am 22. August 2016 geschrieben habe.

Und dann ging es weiter: Jeden Tag fuhren wir auf Fehmarn zu den schönsten Stränden, am liebsten nach Fehmarnsund.

Und im September fuhren wir dann endlich nach Armentarola, meinem Traumort in den Dolomiten. Das riesige Glück, endlich dort angekommen zu sein, wurde getrübt, denn Senta war dort sehr krank und wäre beinahe gestorben. Aber der unglaublich optimistische und lebensfrohe Tierarzt Dr. Mulrici operierte sie und so war sie zwei Tage später wieder bei mir im Hotel. Davon habe ich in meinem Blogartikel Die Magie von Armentarola berichtet.

Nach der Heimkehr war Senta, unser Verlagsmaskottchen, zum ersten Mal bei einer Lesung im Café Jedermann in Burg  – anlässlich des fünften Verlagsjubiläums stellte ich mein Buch „Neubeginn & Mee(h)r“ vor. Senta scheint es gefallen zu haben. Beim folgenden Buchseminar war sie dann auch dabei.

Dann nahte ein Großereignis – mein erster Besuch der Frankfurter Buchmesse. Dorthin konnte Senta zwar nicht mit, aber eine Bekannte lud uns ein und passte während meines Besuches der Buchmesse auf Senta auf. Am Tag zuvor waren wir in Frankreich gewesen – Sentas zweiter Auslandsbesuch.

Im November machten wir unzählige Strandspaziergänge in der Herbstsonne …

… und Senta erlebte den ersten Schnee am Strand.

Und im Dezember fuhren wir wieder nach Bamberg. Klar, dass sie auch bei unserer Weihnachtsfeier mit Verena Ullmann in dem feinen Bamberger Restaurant Messerschmitt dabei war.

Von dort ging es nach Armentarola, wo sich Senta dieses Mal wirklich wohl fühlte.

Auf der Rückfahrt fuhren wir zum Chiemsee, zu einem Foto-Shooting mit der Fotografin Theresia Berger, bei dem eines der schönsten Fotos von Senta und mir entstand.

Von dort fuhren wir nach München, um eine gute Freundin zu besuchen. Und so kam Senta sogar in den Englischen Garten und ging mit in eine Kirche.

Kurz darauf fuhren wir nach Hamburg, aber auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus war es dann doch etwas zu viel Trubel für sie.

An Herrchens Geburtstag war sie natürlich mit auf dem Friedhof und zum Klönschnack mit unserer Freundin Birgit Wohler im Café Jedermann.

Wie schön war es dann Ende des Jahres am Südstrand! In diesem Winter machten wir unzählige Strandspaziergänge und erlebten viele schöne Sonnenuntergänge.

Am vorletzten Tag des Jahres wanderten wir im herrlichen  Sonnenschein weiter, als wir jemals gegangen waren: von Fehmarnsund bis nach Wulfen, wo ich vorher noch nie gewesen war, seit ich vor 39 Jahren zum ersten Mal auf diese Insel gekommen war.

Silvester feierten wir gemütlich zu Hause, und am Neujahrstag begrüßten wir das neue Jahr wieder am Strand.

Hier endet nun der erste Teil dieses Berichtes „Schon ein Jahr: Senta on Tour“.
Demnächst geht es weiter mit dem 2. Teil 2017.

Diesen Blogartikel widme ich Verena Ullmann und José Arcé, die mir und Senta zu einem großen Schritt ins Leben verholfen haben, und außerdem dem Tierarzt Armando Mulciri, der Senta bei unserer ersten Reise nach Armentarola das Leben gerettet hat.

Leichter leben

Vor etwa einer Woche fiel mir ein, dass die Tour de France wohl an diesem Sonntag in Paris enden würde – eine Freundin war in Paris, das hatte meine Gedanken darauf gelenkt. Und so machte ich mir – zum ersten Mal seit einigen Jahren – einen gemütlichen Sonntagnachmittag vor dem Fernseher. Zwar hatte ich keinen Champagner, dafür aber Prosecco. Früher, als Hans Christian noch lebte, waren die drei Wochen der Tour de France immer ein großes Ereignis gewesen. Als er noch berufstätig war, hatte er sich für die Alpenetappen stets Urlaub genommen. Bei der Fernsehübertragung habe ich in unserer winzigen Strandwohnung an meiner Dissertation, später an diversen Buchmanuskripten gearbeitet. Zwischendurch schaute ich immer mal die schönen Landschaftsaufnahmen aus Frankreich, und natürlich die Zieleinläufe. Wir erlebten es mit, wie Jan Ulrich mehrfacher Sieger wurde, und viele andere auch. Und nach den drei Wochen feierten wir immer zusammen das Ende der Tour des France mit einer Flasche Champagner – nach der Einfahrt in Paris und mehrmaligem Durchqueren der Champs Elysees. Wie lange war das her, wie oft hatte ich seitdem sonntags am Schreibtisch gesessen und gearbeitet!

Bei diesem ungewohnten Erlebnis – die Freundin schickte mir immerzu Bilder aus Paris – schaute ich mich in meinem Wohnzimmer um. Ich begann, Pläne zu machen – für einen neuen Fußbodenbelag, für neue Möbel. Schon seit ein paar Tagen hatte ich Schränke durchforstet und überflüssigen Ballast – ungeliebt, ungebraucht – aussortiert. Es waren Erinnerungen und Gefühle, die an vielen Dingen hingen. Doch die guten Erinnerungen bleiben, auch ohne die Dinge oder ohne bestimmte Kleidungsstücke.

Am Montag dann nahm ich endlich ein Buch zur Hand, das ich schon länger auf meinem Lesetisch hatte. Denn ich hatte innerhalb von 1,5 Jahren insgesamt 20 kg abgenommen – von 90 auf 70 kg – ohne Diät, und bei einem Leben mit Genuss. Das hatte sehr gut geklappt, und ich hatte auch einige Ratgeber zum Abnehmen mit mentaler Kraft gelesen. Ich hatte während der ganzen Zeit ein kleines Poster – gestaltet wie ein Buchcover – im Haus aufgehängt, mit dem jeweiligen Wunschgewicht, zum Schluss 68 kg.

In den letzten fünf Wochen jedoch hatte ich zugenommen, an einer Stelle am Bauch, wo sich Ärger und Trauer, einfach negative Gefühle bemerkbar machen. Und eines Tages zeigte die Waage wieder 75 kg an, ein Gewicht, das ich seit zwei Jahren nicht mehr gehabt hatte. Es nützte nichts, positive Gedanken zu denken, denn ich hatte auch einige körperliche Zipperlein, die mir zeigten, dass nicht alles in Ordnung war. Zweimal war ich sogar beim Arzt gewesen. Inzwischen weiß ich, dass es besser ist, eine Abwesenheits-Email während meines Urlaubs zu schalten, damit ich mal richtig abschalten und ausspannen kann. Aber leider kann man Vergangenes nicht rückgängig machen, sondern nur aus Fehlern lernen und beim nächsten Mal bessere machen.

In dem Buch von Jan Becker („Du kannst schlank sein, wenn du willst“), las ich, dass ich ein neues Ziel eingeben sollte. Nicht nur mein Wunschgewicht, sondern auch, wie ich aussehen möchte. Welche Kleidung, welches Lebensgefühl. Das sollte ich mir bewusst vorstellen. Sofort wurde mir klar, dass das Bild, das seit über zwei Jahren in meinem Haus hängt, mir gar nicht entspricht, denn es zeigt eine junge Frau, die am Strand tanzt. Das war eigentlich nicht mein persönliches Idealbild. Ich suchte also nach einem Bild von mir, auf dem ich mir gut gefalle: Es wurde im Frühjahr 2016 aufgenommen und zeigt mich mit meiner blauen Lieblingslederjacke und Jeans, am Strand von Fehmarnsund.

Ich formulierte die passende Affirmation zu dieser Visualisierung: „Ich bin schlank und attraktiv“ – und kam dann darauf, dass ich meinte: „Ich bin 65 kg leicht“, einfach, weil ich jetzt 65 Jahre alt bin. Und schon ging es weiter mit meiner Affirmation: „… und ich stehe vor einem tollen Hotel!“ Ja, und da hatte ich das passende BIld gefunden und gestaltete ein Buchcover daraus. Statt „Ich bin 65 kg leicht“ formulierte ich „Leichter leben“.

Das Bild zeigt mich an meinem 65. Geburtstag vor dem Hotel Residenzschloss in Bamberg – und natürlich ist auch Senta darauf zu sehen. Eine Freundin hatte mich abgeholt und dieses Foto aufgenommen – und es wurde mein schönster Geburtstag seit langem. Mit diesem Bild habe ich mein erwünschtes Lebensgefühl sehr gut visualisiert: „Leichter leben“ – genau das ist es, was ich möchte.

In den folgenden Tagen fiel es mir leicht, wieder nur das zu essen und zu trinken, worauf ich Lust hatte. Die Selbsthypnose-Übung „Jeden Morgen erwache ich schlanker und schöner“ geht ganz einfach und ich bin zuversichtlich, dass ich das erwünschte Gewicht von 65 kg in absehbarer Zeit erreichen werde.

Mein Wunsch „Leichter leben“ hatte noch mehr Auswirkungen: In der vergangenen Woche habe ich Schränke und Schubladen durchforstet und vieles aussortiert (und weggeworfen), was für mich unnötiger Ballast ist. Einige Säcke habe ich schon gefüllt. Aber auch die Gedanken habe ich von unnötigem Ballast befreit: Gleichzeitig mit der Beendigung eines Vertrages mit einem Autor bekam ich eine Handvoll neuer Veröffentlichungsanfragen. Wo ich früher aus diesem oder jenem Grund nachgegeben habe, schrieb ich dieses Mal Ablehnungen, denn im Grunde wollte ich keines der angepriesenen Bücher in meinem Verlag veröffentlichen.

Aber immer war es ein eigenartiges Bauchgefühl, und ich dachte schon – oh, wie geht es weiter? Und dann fand ich vor unserem Abendspaziergang ein Manuskript im Briefkasten, das ich noch am selben Abend voller Spannung gelesen habe. Es passt wunderbar in meinen Verlag. Ja, offenbar stimmt es, dass Ruhe, Entspannung und Gelassenheit gute Voraussetzungen sind, um die Überraschungen des Lebens anzunehmen und den Erfolg zu genießen.

Leichter leben bedeutet auch, vieles loszulassen. Eigentlich ist es ganz einfach: Lass alles los, was Dir nicht gut tut – Menschen, Beziehungen, Sachen, und vor allem Deine Gedanken! Gerade am Morgen, nach dem Aufwachen, geht das besonders gut: Nachdenken, Mut haben, Entscheidungen treffen und dann loslassen – das ist alles.

Erstaunlich, dass all das auch zusammenhängt mit dem Gewicht. Ich nehme ab, ohne jegliche Diät. Heute habe ich mir – motiviert durch das Buch – für das Abnehmen Etappenziele gesetzt. Aber ich habe auch überlegt, wie ich manche Situationen im Beruf so verändern kann, dass erst gar kein Stress, keine Konflikte mehr entstehen können. Ich habe für mich klare Bedingungen formuliert und aufgeschrieben, nach denen ich Manuskripte aussuche, die ich in meinem Verlag veröffentlichen möchte. Aber darüber hinaus gibt es immer noch etwas, was man nicht beschreiben kann – im Bereich der Intuition.

„Leichter leben“ – das bedeutet einfach auch, immer wieder den eigenen Gefühlen nachzuspüren, und Impulse für ein leichtes Leben mit Ruhe, Entspannung und Gelassenheit zu empfangen. Und lecker essen darf man dann auch. Die erste Frage in meinem Übungsbuch lautete: „Was ist für mich das Positive am Essen?“ Oh, ich liebe den Aperitif auf meiner Terrasse nach dem Strandspaziergang mit Senta, und ich liebe dann ein kaltes oder schnell zubereitetes warmes Abendessen mit einem Glas Wein, das ich in der Abendsonne genieße.

Hier mein Rezept für das heutige Abendessen: Einige Spaghetti kochen, in einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen mit 3-4 Knoblauchzehen und 8-10 geviertelten Kirschtomaten, dazu 10-12 Würfel eingelegten Fetakäse und reichlich italienische Kräuter. Alles kurz erhitzen und dann zu den Spaghetti geben. LECKER!!! Dazu ein Glas Rotwein (oder auch zwei, wenn es ein besonders schöner Abend ist). Sie brauchen garantiert keinen Nachtisch, kein Eis, keine Süßigkeiten danach! Einfach nur, weil Sie dieses Abendessen im Freien genießen – und sich vielleicht noch auf einen schönen FIlm, ein gutes Buch, schöne Musik oder eine Meditation am Sonntagabend freuen.

Mein Weg des „Erfolgs mit Herz“

Vor fünf Tagen ist es eingetroffen: Mein 19. Buch „Word 2016 für Buchautoren“. Es hatte eine lange Entstehungsphase, der Begriff „Schwangerschaft“ passt nicht so richtig für ein Buch, ist aber hier gemeint. Es gibt da einen Zwilling, das Buch „Word 2016 (Mac) für Buchautoren“, das mir etwas leichter von der Hand ging und bereits Ende April erschienen ist. Beim Buch für Windows gab es einige Komplikationen – und es hätte schon längst fertig sein können, wenn nicht einige Irritationen dazwischen gekommen wären. Ich wollte einen Urlaub in den Bergen machen, einfach mal eine Auszeit haben. Doch manches ließ mich auch im Urlaub nicht zur Ruhe kommen. Mein neues Buch wurde erst in den Tagen danach fertig und ist jetzt inzwischen ausgeliefert. Meine Freude über die Neuerscheinung wurde ein wenig getrübt, meine Gesundheit hatte etwas gelitten.

„Habe den Mut, Dein Leben so gut wie möglich zu leben und die Welt mit Deinem Dasein ein wenig besser zu machen.“ Das hatte ich für mich als Credo für das erste Halbjahr 2017 formuliert. Und: „Ich freue mich über den Mut, auf diesem Weg des ‚Erfolgs mit Herz’ weiterzugehen“, das hatte mir mein 94jähriger ehemaliger Deutsch- und Englischlehrer, Schulleiter und Chef im letzten Jahr geschrieben. Leider ist er vor einigen Wochen gestorben, aber ich bin sicher, er verfolgt meinen Weg des „Erfolgs mit Herz“ auch von „Drüben“.

Gestern nun, nach einem erholsamen Wochenende – am Sonntagnachmittag hatte ich das Manuskript eines Erstautors voller Freude gelesen – kam ich in der Abendsonne am Strand zur Ruhe. Ich bin wieder ganz gesund, das spürte ich. Und ich genoss die ruhige Stunde vor der Dämmerung, saß im Sand, mein Hund neben mir, schaute aufs Meer hinaus und spürte: Frieden – in mir und um mich herum.

Wie schön ist es doch im Sommer an der Ostsee – und aus diesem Grund lasse ich eigentlich im Juli/August fast nie Bücher erscheinen. Überall ist Urlaubszeit und die Leute sind unterwegs. Und ich bin auch mehr draußen, im Garten und am Strand. Ich brauche die Zeit im Sommer auch, dazu Ruhe und Muße, um mich zu erholen und wieder Kraft und Kreativität zu entwickeln. Denn ich habe noch drei eigene Buchprojekte in Arbeit. Und dafür nutze ich am liebsten die ruhigen Sommerwochen.

Zurück in meinem Garten, meinem „kleinen Paradies“, schaute ich beim Abendessen auf die wundervollen Rosen und auf Senta, die entspannt neben mir auf der Terrasse lag.

Nachdem die Sonne untergegangen war und ich mit Senta noch einmal durchs Dorf gegangen war, kam die schönste Stunde dieses Sonntags: Ich nahm ein Buch und legte die CD mit den Nocturnes von Chopin ein. Das Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky hatte mir vor ein paar Wochen eine junge „Sternen“-Freundin geschenkt. Ich hatte es zwar schon in meiner Bibliothek, aber noch nicht gelesen – wie so viele andere Bücher, die man einfach haben „muss“. Im Nu war ich vertieft in dieses Buch und las es am selben Abend ganz durch.

Ach, Sie wundern sich über den Begriff „Sternen“-Freundin? Das hängt mit dem Spruch zusammen: „Gute Freunde sind wie Sterne. Du kannst sie nicht immer sehen, aber du weißt, sie sind immer für dich da!“

In dem Buch kommt ein gestresster Manager in ein Café „am Rande der Welt“ und wird mit Fragen nach dem Sinn des Lebens konfrontiert:

  • Warum bist Du hier?
  • Hast Du Angst vor dem Tod?
  • Führst Du ein erfülltes Leben?

Eine erfüllte Zeit war das, als ich das Buch las. Meine Gedanken konzentrierten sich auf die Frage: Warum bist Du hier? Das weiß ich ganz genau. Und ich weiß auch, dass ich meine Zeit nicht für unnütze Dinge vergeuden will. Nein, ich habe auch keine Angst vor dem Tod – denn ich lebe so, dass ich alles, was ich gerne erleben möchte, jetzt und hier angehe.

Ich möchte gesund und glücklich 100 werden. Das ist mein Ziel – und außerdem möchte ich anderen Menschen den Mut und den Optimismus weitergeben, den ich im Leben erfahren habe und weiterhin erfahre. Und das ist mein ZDE – mein Zweck der Existenz. Alles, was ich tue, richtet sich daran aus.

Als der Manager in der Geschichte den Café-Chef auf die mögliche Expansion seines Unternehmens anspricht, erzählt dieser ihm die bekannte Geschichte vom Fischer im Hafen, den ein Manager anspricht, ob er nicht mehr Fische fangen, mehr Boote kaufen, mehr Fischer beschäftigen und ein großes Fischhandelsunternehmen aufbauen wollte. Ich kenne diese Geschichte schon seit langer Zeit, hatte sie schon in meinem Buch „Leben ist mehr“ von 2008 zitiert. Gestern Abend aber erschien mir die Variante in dem Buch vom Café am Rande der Welt so naheliegend: Denn der Fischer wirkt am glücklichsten und zufriedensten von allen. Auf die Frage des Managers, woran das liegt, antwortete er, dass er jeden Morgen mit seiner Frau frühstücke. Wenn dann die Kinder in der Schule sind, fuhr er zum Fischen und seine Frau malte. Sie hatten genug zum Essen. Und am Abend gingen er und seine Frau am Strand spazieren und beobachtete den Sonnenuntergang, während die Kinder im Meer schwammen.

Ja, und da wurde es mir schlagartig bewusst: auch ich liebe mein Leben, so wie es jetzt ist. Ich schlafe lange, gehe dann nach dem Frühstück mit Senta einmal ums Feld oder fahre zu einem Strand. Ich mache Bücher, die mir und anderen Menschen Freude machen, mit Autoren, die ich mag, und mit Themen, die die Welt (vielleicht) ein kleines bisschen besser machen. Mir hatte mal ein Berater tolle Pläne offeriert, nach denen ich alle 14 Tage ein neues Buch herausbringen sollte, egal, ob mir die Autoren und ihre Themen zusagten, es hätte viel Geld gebracht, und für die Produktion hätte ich etliche andere Menschen beschäftigen müssen. Der Spruch von Brian Tracy aber lässt mich meinen Weg beschreiten: „Arbeiten Sie nur an etwas, das Sie genießen, mit Menschen, die Sie mögen, und an Dingen, die etwas in dieser Welt bewirken.“

Und so bin ich großartig im Loslassen – und fast täglich kommen neue Anfragen. Mein ZDE, mein „Zweck der Existenz“, besagt, dass ich nur die Bücher mache, die zu meinen Zielen passen. Denn daneben gibt es noch so viel anderes, z.B. das Klavierspielen. Nachdem ich schon beinahe damit aufgehört hätte, habe ich es neu entdeckt, als mein Klavierlehrer mir schrieb: „Spielen Sie bitte unbedingt Klavier. Sie haben die Möglichkeit, so etwas Schönes genießen zu können!“ Und letzte Woche haben wir sogar ein Nocturne von Chopin ausgesucht, das ich demnächst üben werde. Ich freue mich schon sehr darauf.

Nein, das bringt kein Geld. Ganz bestimmt nicht! Das bringt einen Sinn in mein Leben, der dem entspricht, was ich mir für mein Leben wünsche. Im Sommer möchte ich mehr draußen sein, im Garten und am Strand, ich brauche die Zeit im Sommer auch, um Ruhe und Muße zu genießen und wirklich mal zu relaxen. Im Winter ist es noch viel wichtiger, am Strand zu sein, lange Spaziergänge am Wasser entlang zu machen, die Möwen zu beobachten und den Sonnenuntergang zu erleben. Und dann zu Hause einen Glühwein zu trinken, das Abendessen zu bereiten und ein gutes Buch zu lesen, begleitet von guter Musik. Und schließlich zu später Stunde noch ein Stück von Bach, Brahms, Schubert, Schumann oder Chopin auf meinem Flügel zu spielen.

Meine Gedanken sind nicht neu, aber wurden durch die Lektüre des Buches von gestern Abend auf den Punkt gebracht. Mein Weg des „Erfolgs mit Herz“ ist mir klar – es geht nicht darum, möglichst viele Bücher zu „machen“ und damit möglichst viel Geld zu verdienen. Es geht darum, dem ZDE, also dem Zweck meiner Existenz, zu dienen. Ich veröffentliche Bücher und fördere Autoren, die meinem ZDE entsprechen. Ich möchte ein Leben führen, dass mich den Tod nicht fürchten lässt, weil ich alles, was mir wichtig ist, in mein Leben integriere. Und damit habe ich ein erfülltes Leben, auch wenn es nicht nach Jedermanns Vorstellung ein Leben ist, wie es sein sollte. Es ist ganz einfach mein Leben. Und darauf kommt es an.

Louise Hay sagt dazu:
„Das Leben ist ganz einfach. Was ich gebe, kommt zu mir zurück.
Heute entscheide ich mich dafür, Liebe zu geben.“

Danke an meine junge „Sternen“-Freundin, die nunmehr – es ist inzwischen Mitternacht – Geburtstag hat. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute, viel Glück und Gesundheit.

Herzlichst, Deine Beate

Halbzeit 2017 – Ist das Leben nicht wunderbar!

Nun ist das erste Halbjahr gleich herum. Zeit, um nachzudenken, was bisher geschehen ist, wie zufrieden wir damit sind und ob wir im zweiten Halbjahr etwas ändern und verbessern möchten. Ich habe gerade mit Senta noch einen Abendspaziergang gemacht, wollte dabei meine Gedanken frei fließen lassen. Denn ich hatte mir vorgenommen, heute diesen Blogartikel zu schreiben. Wie alle meine Blogartikel ist auch dieser ein ganz persönliches Statement.

Doch es war heute ein langer Regentag, und als wir aus dem Haus kamen, saß da ein Reh, direkt vor unserem Haus auf der Straße. Und im Nu war Senta hinterher, bevor ich ihre Leine packen konnte. Ich holte tief Luft – der Regen hatte zum Glück nachgelassen – ging auf den Weg am Feld und schaute, wo Senta abgeblieben war.

Von „Gedanken-fließen-lassen“ keine Spur – oder doch? Der Abend ist milde, schließlich ist es ja Sommer, auch wenn dicke graue Wolken am Himmel sind. Senta trudelte wieder ein – völlig außer sich, denn das Reh war lange verschwunden. Und wir beide gingen in aller Ruhe zurück nach Hause.

Ist das Leben nicht wunderbar! Das ist richtig so geschrieben – mit einem Ausrufezeichen, nicht mit einem Fragezeichen. Es ist der Titel eines Buches von Louise L. Hay, meinem Vorbild. Die Verlegerin und Autorin wird in diesem Jahr 91 Jahre alt, sie hat mit 58 Jahren ihren Verlag Hay House gegründet. Als die berühmteste Lebenshilfe-Autorin der Welt vermittelt sie in ihren Büchern Lebensweisheiten – auch ich lerne immer wieder von ihr, denn ich möchte glücklich und gesund 100 werden.

Das ist mein Ziel – und außerdem möchte ich anderen Menschen den Mut und den Optimismus weitergeben, den ich im Leben erfahren habe und weiterhin erfahre. Auch dazu studiere ich die Bücher von Louise Hay, und ich integriere Gewohnheiten in mein Leben, die anderen nicht immer gefallen: Ich schlafe viel und lange – zur Zeit sind es meist neun bis zehn Stunden. Ich gehe regelmäßig mit meinem Hund spazieren, und fast jeden Tag gehen wir einmal oder sogar zweimal an den Strand. Das haben wir den ganzen Winter hindurch gemacht, und dabei wunderschöne Sonnenuntergänge erlebt, aber vor allem auch Stunden der Muße und des kreativen Nachdenkens, also des „Gedanken-fließen-lassens“, was mir heute Abend nicht so ganz gelungen ist. Vielleicht war es gut so.

An schönen warmen Tagen setzen wir uns einfach in den Sand, schauen aufs Meer hinaus oder ich lese Bücher, die mir gut tun und für Frieden in mir und um mich herum sorgen. Weiterhin esse und trinke ich gesunde Nahrung, denke positive Gedanken und befolge in meiner Verlagsarbeit einen Spruch von Brian Tracy: „Arbeiten Sie nur an etwas, das Sie genießen, mit Menschen, die Sie mögen, und an Dingen, die etwas in dieser Welt bewirken.“

Außerdem höre ich viel Musik und spiele oft Klavier. Denn das ist etwas Schönes in meinem Leben – nachdem ich im letzten Winter beinahe entnervt damit aufgehört hatte, schrieb mir mein Klavierlehrer: „Spielen Sie bitte unbedingt Klavier. Sie haben die Möglichkeit, so etwas Schönes genießen zu können!“

Im Mai bin ich 65 geworden – das ist das Alter, wo „man“ normalerweise „in Rente“ geht. Ich aber nicht. Ich bin mit unserem japanischen Buchautor aus Texas, dem Herzchirurgen Dr. Yusuke Yahagi und seiner Frau April Yahagi durch Deutschland gefahren, um in sechs Veranstaltungen in Berlin, Fehmarn, Hamburg, Bad Ems, Köln und Bamberg sein Buch „Der Austauschsoldat“ zu präsentieren – nur vordergründig ist es ein spannender Unterhaltungsroman mit historischem Hintergrund. In der Quintessenz aber geht es darum, den Menschen auf der Welt Frieden und Glück zu bringen, ihnen positive Gedanken zu vermitteln. Wir haben viele Menschen bewegen können, teilweise weite Reisen auf sich zu nehmen, nur um dabei zu sein und den Autor persönlich zu erleben.

Denn letztlich geht es um den Mut, wie eine Rezensentin schrieb: „So einen Menschen ‚Shota‘ hätte es damals vielmehr gebraucht und auch heute wäre es ein Reichtum für uns, wenn es solche Menschen in Vielzahl gäbe, mit dem Ziel, Leben zu retten und Menschen Frieden und Glück zu bringen.“

Dr. Yusuke Yahagi hatte den Mut, diesen Roman zu schreiben mit dem Risiko, viel Kritik zu ernten – und genauso hatte mein Verlag den Mut, das Buch zu veröffentlichen und noch dazu eine Lesereise zu unternehmen. Unsere Lesetour mit sechs Buchvorstellungen in Deutschland hat gezeigt, dass das Buch viele Menschen erreicht und begeistert, auch wenn Buchhandlungen oder ein Literaturhaus das nicht für „Literatur“ halten. Unzählige „einfache“ Menschen in Deutschland und in den USA haben das Buch gelesen – zwar schreiben sie keine „literarischen“ Rezensionen. Aber sie haben begriffen, worum es hier geht.

„Habe den Mut, Dein Leben so gut wie möglich zu leben und die Welt mit Deinem Dasein ein wenig besser zu machen.“ Das ist für mich ein Credo aus diesem ersten Halbjahr 2017. Vor einem Jahr hatte ich einen gesundheitlichen „Warnschuss“ erlebt, kurz darauf die Geschichte von der „Kapitänin“ geschrieben, die ihre Kraft und Stärke spürte, um das wundervolle große Schiff ganz alleine zu lenken, durch das große weite Meer des Lebens. Und seitdem habe ich mich einfach darauf besonnen, was ich möchte, was ich mir gewünscht habe, für meinen Beruf und meinen Verlag, und für mich persönlich. Ich habe mich von Menschen und Dingen verabschiedet mit dem Erfolg, dass andere Menschen und andere Dinge, teilweise völlig überraschend, in mein Leben traten.

„Ich freue mich über den Mut, auf diesem Weg des ‚Erfolgs mit Herz’ weiterzugehen“, hatte mir mein 94jähriger ehemaliger Deutschlehrer, Schulleiter und Chef im letzten Jahr geschrieben. Ich hatte ihn im Januar 2017 endlich besucht und einen wundervollen Tag mit ihm verbracht. Leider ist er fünf Tage nach seinem 95. Geburtstag im März verstorben. Ich war bei seiner Beerdigung in Xanten, und ich bin ihm unendlich dankbar für alle Ermutigung, Förderung und Motivation, die ich durch ihn in den letzten 50 Jahren meines Lebens erfahren habe. Und so gehe ich diesen Weg des „Erfolgs mit Herz“ weiter. Ich bin glücklich über jeden Erfolg, schäme mich nicht meiner Fehler, sondern mache beim nächsten Mal einfach bessere.

Für Dr. Yusuke Yahagi und seine Frau April Yahagi hatte ich ein Privatkonzert in meinem Haus veranstaltet und mich darauf besonnen, warum ich eigentlich wieder Klavierunterricht genommen hatte: Ich wollte Stücke von Bach, Schubert, Schumann, Chopin und Brahms wunderschön auf dem Klavier spielen können. In meinem kleinen Hauskonzert ließ ich zwar die Stücke von Schumann und Brahms aus – aber ich hatte gemerkt, wie stark ein solches Ziel mich zum Üben motivieren könnte. Und so nahm ich mir vor, die Arabeske von Schumann bis zur nächsten Klavierstunde zu „können“ – wegen ihr hatte ich noch vor wenigen Monaten das Klavierspielen aufgeben wollen. Und inzwischen kann ich sie fast „perfekt“ – aber es ist nicht mein Ziel, etwas „perfekt“ zu können, sondern einfach schöne Musik zu machen.

Im ersten Halbjahr 2017 habe ich neun Bücher und unseren sechsten Fehmarn-Kalender veröffentlicht. Zum ersten Mal in der Geschichte des Verlages ist ein englischsprachiges Buch dabei – der Roman „The Exchange Soldier“ von Dr. Yusuke Yahagi erscheint inzwischen weltweit. Ich habe wieder einmal ein Seminar für Erstautoren veranstaltet – der „Traum vom eigenen Buch“ kann bald Wirklichkeit werden. Und ich habe mehrere Buch-Konzept-Wochenenden mit vielversprechenden Erstautoren durchgeführt. Auch habe ich mich von Autoren getrennt, die für meinen Verlag nicht förderlich erschienen. Mein Ziel ist es, dass mein Verlag und mein Leben im Einklang sind, und dass ich mit meinen Autoren ein Erfolgsteam bilde. Dazu gehört es manchmal auch, sich zu trennen.

Und in den letzten zwei Wochen dieses Halbjahres machte ich eine neue, aber für mich sehr wichtige Erfahrung: Während meiner „Auszeit“ von der Verlagsarbeit hatte ich einen Urlaub in Seefeld/Tirol geplant, es war doch seit langem mein Wunsch, mit Senta in die Berge zu fahren. Schon bei unserem Zwischenstopp in Bamberg war es sehr heiß gewesen, und die Tour wurde erst zur „Strapaze“, als wir in Seefeld ankamen. Senta wollte sich nicht vom Hotel wegbewegen, denn eine vielbefahrene Straße, eine Großbaustelle und die Bahnlinie verursachten einen großen Lärm. Da nutzte auch der Spaziergang am Abend nichts, denn der führte uns letztlich über asphaltierte Straßen, an denen jedes Grundstück zugebaut war.

Wir blieben zwei Tage im Hotelgarten, aber Senta hatte Panik oder schlief tief und fest neben meinem Liegestuhl. Der Lärm der Baustelle verhinderte ein echtes Entspannen.Wenigstens begann ich mit dem Schreiben an meinem neuen Buch – gegen Abend ließ der Lärm etwas nach.

Am dritten Tag beschloss ich, den Urlaub vorzeitig zu beenden. Denn sogar beim Spaziergang zum Wildsee war Senta nicht wirklich zu begeistern. Wir mussten die stark frequentierte Fußgängerzone durchqueren, und Senta erschrak vor jedem lauten Geräusch. So viele Menschen und Autos sind wir ja auch nicht gewohnt auf unserer friedlichen Sonneninsel.

Mir wurde klar, als ich Seefeld aus der Perspektive meines Hundes betrachtete: Es ist nicht mehr der Ort, der es mal früher (für mich) gewesen war. Wir hatten Heimweh und sind dann die ganze Strecke von über 1000 km gefahren, um wieder auf unserer Insel zu sein. Dort angekommen, fuhr ich zuerst nach Fehmarnsund, wo Senta sehr glücklich gleich ins Wasser lief – nicht minder glücklich war ich, wieder zu Hause zu sein.

Diese Auszeit mit meinem Hund hatte mir eine wichtige Erkenntnis beschert: Unser Leben ist begrenzt, wir wissen nicht, wie viele solch schöne Sommer wir noch erleben werden. Also genießen wir jeden Tag!

Ich lernte außerdem die Welt aus der Perspektive meines Hundes zu betrachten und sah Orte, die einfach nicht schön zum Leben sind. Nicht nur übervolle Autobahnraststätten, auch ein Urlaubsort wie Seefeld – einst mein Traumort – waren von morgens bis abends voller Trubel und Stress. Dass es zudem noch sehr heiß war und viele Gewitter gab, hatte niemand ahnen können. Oder doch? Hat mir das Universum einen wichtigen Hinweis gegeben?

Jedenfalls sind wir heute froh und glücklich auf unserer Insel, auch wenn es schon seit gestern in Strömen regnet. Aber mein Hund ist glücklich – und ich bin es auch.

Und nun möchte ich mit den Worten meines Blogs vom 30. Juni 2016 enden:

Ich fühle mich stark und weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin – auf meinem ganz persönlichen Weg. Ich danke allen meinen Freunden und den Beratern, die mich auf diesem Wege unterstützen und begleiten. Nach meinem Lebensmotto „Fliegen kannst Du nur gegen den Wind“ sind gerade die Kritiker und Gegner wichtig für mich, damit ich meinen eigenen Standpunkt finde. Aber manchmal ist auch Rückenwind ganz gut – und so danke ich allen Freunden von ganzem Herzen, die mich liebevoll und wohlwollend unterstützen, so verrückt manche Ideen auch für andere sein mögen.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht, einen guten Start in die zweite Halbzeit 2017 und ende hier mit dem Motto meines Buches „Neubeginn & Mee(h)r“:

„Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“ (Meister Eckhart, 1260–1327)

Ich bedanke mich bei Euch, den Lesern meines Blogs für Euer treues Folgen und Eure zahlreichen Kommentare und Mails. Ich freue mich, wenn Ihr auch im zweiten Halbjahr 2017 weiter dabei seid.

Herzlichst

Eure Beate Forsbach

 

Geburtstag

Nun ist er vorbei, mein 65. Geburtstag. Die Rosen habe ich mir heute selber gekauft, auf dem Burger Wochenmarkt. Denn dieser Geburtstag war ganz anders als alle vorherigen.

Und diesmal war ich auch gar nicht zu Hause auf Fehmarn – obwohl doch der 65. Geburtstag der Zeitpunkt ist, an dem man normalerweise in den sogenannten „Ruhestand“ geht. Ich aber hatte zuvor 8 Tage lang meine Geburtstagsreise gemacht – ich war mit einem Buchautor, dem japanischen Herzchirurgen Yusuke Yahagi aus Texas und seiner Frau April unterwegs auf einer achttägigen Lesetour durch Deutschland, um seinen Debütroman „Der Austauschsoldat“ (The Exchange Soldier) dem deutschen Publikum vorzustellen. Wir waren in Berlin, auf Fehmarn, in Hamburg, Bad Ems, Köln und Bamberg. Statt in den Ruhestand zu gehen, habe ich einen weiteren großen Schritt in der Erfolgsgeschichte meines Verlages „Edition Forsbach“ gemacht: Wir sind nun international! Der Roman ist auf Englisch und Deutsch erschienen, es gibt bereits Anfragen aus Japan und Frankreich! Dies ist ein wirklicher Neubeginn!

Aber es war noch viel besser: Wir haben eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden gemacht! In sechs Veranstaltungen haben wir über 130 Menschen getroffen, einige alte Freunde, aber auch viele neue Freunde – die Namen im E-Mail-Verzeichnis und in der Facebook-Freundesliste waren plötzlich leibhaftige Menschen, die vor mir standen, die mich umarmten, die sich mit uns fotografieren ließen, die Freude und Begeisterung mitbrachten und auch viele Geschenke. Und auch Freunde, denen ich Mut machen durfte, durch mein Vorbild, durch unsere Lesereise und durch den Roman von Dr. Yusuke Yahagi: Mut zum Neubeginn, Mut zum Leben.

Das allergrößte Geschenk aber war für mich die Begegnung mit all diesen Freunden und das große Erlebnis der sechs Buchvorstellungen mit dem „Dr. Autor“, Yusuke Yahagi, einem Mann mit großem Charisma. Lange hatten wir diese Reise geplant, und von Stunde zu Stunde merkten wir, dass es ein großer Erfolg wurde. Noch viel besser, als wir es zuvor gedacht hatten! Was für ein unglaubliches Glücksgefühl!

Unsere gemeinsame Reise endete in Bamberg – meiner einstigen Traumstadt. Die zeigte ich Yusuke und seiner Frau April auf einem kurzen Standtrundgang, an dem auch Senta und unsere Freundin Ellen Günther teilnahmen.

Hier in Bamberg war ich am 65. Geburtstag meines Mannes Hans Christian, dem 19. Dezember 2002, zum ersten Male in der Bamberger Konzerthalle, wo wir ein Konzert der Bamberger Symphoniker anhörten. Kurz darauf zogen wir um nach Bamberg, erst im November 2010 zogen wir dann endgültig nach Fehmarn um. Und nun habe ich an meinem 65. Geburtstag wieder ein Konzert der Bamberger Symphoniker besucht, ganz allein. Aber nein, ich war gar nicht alleine. Die Konzerthalle und das Orchester sind mir nach wie vor vertraut, und neue Bekannte traf ich dort auch. Und durch die Musik war mir mein verstorbener Mann auch sehr nahe. Den Pianisten András Schiff, der das Konzert auch leitete, hatten wir einst gemeinsam in der Kölner Philharmonie erlebt.

Wieder einmal feierte ich ganz alleine in meinen 65. Geburtstag hinein – na ja, ganz alleine eben doch nicht. Senta ist ja immer dabei, aber auch viele Freunde von Nah und Fern, deren Glückwünsche bereits ab Mitternacht eintrafen. Zum Frühstück gab es ein Glas Sekt, und dann bekam ich Besuch von einer lieben Freundin. Gut gelaunt starteten wir zum Geburtstagsspaziergang durch Bamberg.

Eigentlich waren es zwei liebe Freundinnen, denn Verena Ullmann war gekommen und natürlich war auch Senta dabei. Wir hatten eine Menge Spaß im Hofbräu, im Spezial Keller, im Rosengarten und in der Hotelbar, wo uns der Barkeeper noch ein Extra-Glas Sekt spendierte, als Verena meinen Geburtstag erwähnte.

Wir machten dem Spruch auf der Geburtstagskarte alle Ehre: „Leben ist Meehr! Lebe wild, gesund und glücklich!“

Zwischendurch las ich immer wieder die Glückwünsche von vielen, vielen Freunden in der ganzen Welt. Was für ein wunderbarer Tag! Und ich erinnerte mich an den Spruch von Louise Hay vom letzten Jahr: „Ich glaube an mich. Ich weiß, ich bin fähig, Mitschöpfer einer friedlichen Welt zu sein. Ich suche mir Freunde, die meine Interessen teilen, und gemeinsam helfen wir einander.“

Wie schön, dass ich meinen Heimathafen auf Fehmarn gefunden habe, aber meinen Geburtstag in meiner einstigen Traumstadt Bamberg feiern durfte.

Ich danke Euch von Herzen für Eure liebevollen Glückwünsche, online und offline. Ich bin beeindruckt von den vielen guten Wünschen, aber auch von den zahlreichen Bekundungen der Dankbarkeit für meine Texte und Bilder.

Heute Abend bin ich sehr glücklich. Ich danke Dir, dass Du meine Worte gelesen hast. Ich danke Dir für Deine Aufmerksamkeit und Deine Freundlichkeit. Und ich wünsche Dir, dass auch Du den Frieden und das Glück spüren kannst, das ich heute empfinde.

Deine Beate Forsbach

Neujellingsdorf/Fehmarn, den 24. Mai 2017

 

Vorfreude

Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch, ein Ende und ein Anfang,
ein Zusammenlaufen der Fäden und ein Auseinandergehen.

(Yehudi Menuhin, 1916-1999)

Der 65. Geburtstag

In 10 Tagen feiere ich meinen 65. Geburtstag – das ist der Zeitpunkt, an dem man normalerweise in den sogenannten „Ruhestand“ geht. Ich aber bin mit einem Buchautor, dem japanischen Herzchirurgen Yusuke Yahagi aus Texas und seiner Frau April unterwegs auf einer achttägigen Lesetour durch Deutschland, um seinen Debütroman „Der Austauschsoldat“ (The Exchange Soldier) dem deutschen Publikum vorzustellen. Statt in den Ruhestand zu gehen, mache ich einen weiteren großen Schritt in der Erfolgsgeschichte meines Verlages „Edition Forsbach“: Wir werden international!

Edition Forsbach – Bücher & Mee(h)r auf Fehmarn

Schon lange hatte ich mir für meinen Geburtstag etwas ganz Besonderes vorgenommen: ein Shaolin–Coaching–Wochenende in den Bergen, um meine mentale Kraft zu stärken.

Eines Morgens fühlte ich mich sehr gestresst durch die Planung dieser Lesereise mit sechs Buchpräsentationen in Berlin, Fehmarn, Hamburg, Bad Ems, Köln und Bamberg, bei der wir rund 2600 km zurücklegen würden. Es war harte Arbeit, denn es war gar nicht so einfach, passende Veranstalter zu finden, einige große Buchhandlungen sagten ab oder antworteten gar nicht.

Ich sagte mein Coaching ab und werde nun meinen Geburtstag ganz geruhsam in Bamberg verbringen und mit einem Konzert der Bamberger Symphoniker ausklingen lassen.

Was könnte es Schöneres geben als ein solche Geburtstagsreise mit einem außergewöhnlichen Menschen und Autor mit großem Charisma! Wichtig war für mich, das zu organisieren und Aspekte der Lebenskunst zu berücksichtigen, denn Yusuke Yahagi und seine Frau sollten doch auch einige schöne Eindrücke von Deutschland bekommen. Und wir wollen diese Reise trotz der Anstrengungen so richtig genießen.

Eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden

Nun wird es eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden – ein ganz neues Marketingmodell!

Bundeshauptstadt Berlin

Der Beginn ist im Literaturhaus Berlin, wo wir Anfang Februar unsere erste Buchvorstellung in der Bundeshauptstadt hatten – und viele Freunde waren gekommen. Denn in Berlin kann man nicht so einfach mal eine Annonce aufgeben, wie auf Fehmarn, wo es dann jeder weiß! Ganz in der Nähe des Literaturhauses bin ich vor 12 Jahren promoviert worden: an der Universität der Künste an der Bundesallee. Auch ein persönlicher Bezug – mein Doktorvater, Prof. Rainer Winkel, ist sehr stolz darauf, dass seine Doktortochter nun als Verlegerin hier Bücher ihres Verlages vorstellt. Vor allem aber spielen große Teile des Romans von Yusuke Yahagi in der deutschen Hauptstadt Berlin!

Literaturhaus Berlin

Verlagssitz Fehmarn

Auf Fehmarn ermöglicht uns Marcus Glagowsky in seinem Café Jedermann eine schöne Buchparty. Hier habe ich im September 2012 meinen Verlag vorgestellt und seitdem viele schöne Veranstaltungen erlebt. Das Fehmarnsche Tageblatt kündigt heute unsere Veranstaltung unter der Überschrift „Eine Botschaft von Frieden und Glück“ an.

Denn das CREDO von Yusuke Yahagi lautet:

„Shotas Geschichte ist eine voller Nervenkitzel, Spannung und Romantik. Sein Leben ist wie ein Spiegelbild meines eigenen Lebens als Herzchirurg, obwohl wir völlig unterschiedliche Berufe haben und zu ganz verschiedenen Zeiten leben. Dennoch verbindet uns das Ziel, Leben zu retten und Menschen Frieden und Glück zu bringen.“ (Yusuke Yahagi)

Café Jedermann

Hamburg

Auch die nächste Station in Hamburg ist ein Café, auf das ich über Facebook–Freunde aufmerksam wurde: das Café mit dem originellen Namen „Kuchenstund – Glück im Mund“, dessen Besitzerin Katja Waband sofort bereit war, Gastgeberin für unsere Buchvorstellung zu sein.

Café Kuchenstund – Glück im Mund

Bad Ems

Und dann Bad Ems: schon sehr früh wurde ich gefragt, ob wir auch nach Bad Ems kämen. Ich lehnte das erstmal ab, vor allem, weil meine liebe alte Freundin Tilli, die als Autorin Ottilie Krafczyk mit 80 ihr erstes Buch („Starke Frauen und die Liebe“) mit mir veröffentlicht hatte, kurz vor Weihnachten verstorben war und ich nun nicht in den Ort kommen wollte, wo ich sie zuvor nie besucht hatte. Dann las ich in dem Roman, dass eine der Hauptfiguren aus Bad Ems stammte – die deutsche Frau, Julia Schwarz, in die sich der japanische Austauschsoldat verliebt und die er später heiratet. Ich nahm Kontakt auf und erfuhr, dass Yusuke Yahagi in Bad Ems schon mal mit Freunden ein Konzert gegeben hatte und dass es dort ein Beatlesmuseum gibt – die Namen einiger Freunde tauchten auch im Roman auf. Mein erster Kontakt war dann Rüdiger Glodek, der im Gewerbeverein Bad Ems ist und die Veranstaltung im Grandhotel Häcker perfekt organisiert hat – mit Musik der Freunde und der Beteiligung der Buchhandlung Adam, die den Büchertisch organisiert.

Grandhotel Häcker

Köln

Eine Station stand schon ganz früh fest: Köln. Nicht nur, weil Shota Yahagi im Roman seine Frau im Kölner Dom heiratet – nein, aus ganz persönlichen Gründen: mein Mann war Kölner und ich habe zweimal in Köln studiert – an der Musikhochschule und an der Universität, wo ich Germanistik, Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Mathematik studiert habe – was mir heute in meinem zweiten Beruf als Verlegerin sehr zugute kommt. In meinem Promotionsstudium ab 1993 lernte ich Professor Robert Günther kennen, einem bekannten Musikethnologen. Mit ihm und seiner Frau Ellen war ich seitdem gut befreundet. Robert hatte mit über 70 ein Ensemble für japanische Musik gegründet, denn sein Schwerpunkt war die japanische Musik! Ellen vermittelte mir den Kontakt zu Herrn Yoshiro Shimizu, dem Leiter der Tenri Japanisch–Deutschen Kulturwerkstatt in Köln. Und sehr spontan hatten wir unsere Veranstaltung dort organisiert – in Erinnerung an unseren Anfang 2015 verstorbenen Freund Robert, der auch in der Tenri Kulturwerkstatt gewirkt hatte.

Tenri Japanisch-Deutsche Kulturwerkstatt Köln

Bamberg

Und dann schließlich Bamberg: Es war mein größter Wunsch, hier eine Buchvorstellung zu veranstalten, da mein Mann und ich vor Jahren immer gerne hierher kamen, vor allem wegen der drei großen Buchhandlung Hübscher, Görres und Colibri, und wegen der Bamberger Symphoniker. Zum ersten Mal waren wir gemeinsam in einem Konzert der Bamberger Symphoniker am 19. Dezember 2002, das war der 65. Geburtstag meines Mannes. Ein gutes Jahr später zogen wir nach Bamberg und wohnten auf der Franz–Ludwig–Straße, gegenüber vom Gericht, so dass wir die Willy–Lessing–Straße, wo unsere Veranstaltung stattfinden wird, häufig überquert haben.

Auch über die Geschichte der Juden in Bamberg hatten wir einiges erfahren, war doch unser prächtiges Wohnhaus von reichen Juden erbaut worden, bevor es ab 1934 dem späteren Besitzer gehörte. Mein Mann war als Kind mit seiner Mutter aus Köln nach Bamberg evakuiert worden, lebte zwei Jahre hier, u.a. in einem Haus an der Promenade, das wohl von einer Bombe getroffen wurde. Es stand an der Stelle, wo heute die Post ist. Später, als mein Mann krank wurde, weil ihn die Erinnerungen an seine Kindheit in Bamberg einholten, erzählte mir ein Arzt der Pflegeversicherung, dass alle Häuser in diesem Wohnviertel ähnlich waren und offenbar von demselben jüdischen Baumeister geplant wurden, der auch unser Wohnhaus erbaut hatte. So kam ich auf die Spur, warum mein Mann in unserer Wohnung an seine Kindheit erinnert wurde und offenbar an ein altes Trauma, das ihm Albträume und Panikattacken bereitete und ihn später krank und pflegebedürftig werden ließ. So zogen wir dann im Herbst 2009 zunächst in eine Neubauwohnung an der Maria–Ward–Straße um und ein knappes Jahr später ganz nach Fehmarn, wo schon lange unser Zweitwohnsitz gewesen war. Dort kauften wir ein Haus mit Garten auf dem Lande, ich gründete im Februar 2011 meinen Verlag und im Mai 2011 kam dann Senta zu uns, die mein Verlagsmaskottchen wurde und auch auf unserer Lesereise dabei sein wird.

Ich hatte zunächst bei der Buchhandlung Hübscher wegen unserer geplanten Lesung angefragt, aber so richtig klappte das noch nicht. Am Faschingsfreitag suchte ich nach einem Raum, den ich mieten könnte, falls wir keinen Veranstalter fänden. Das war gar nicht so einfach, denn viele der Räume, die ich noch aus unserer Bamberger Zeit kannte, waren schon ausgebucht. Die Buchhandlung Colibri antwortete sofort und wollte sich später nochmal melden. Ich fasste mir ein Herz und schrieb an Martin Rudolph, den Leiter der Israelitischen Kultusgemeinde – die Idee hatte ich schon früher gehabt, als ich noch auf die Antwort der Buchhandlung Hübscher wartete. Denn das Thema unseres Romans „Der Austauschsoldat“ ist ja die Rettung von mehr als 350000 Juden durch den beispiellosen Einsatz der Hauptfigur im Roman. An diesem Abend buchte ich schon mal Hotelzimmer im Bamberger Hof, keine 200 Meter vom Jüdischen Lehrhaus entfernt. Und dann die Überraschung: am Nachmittag des Faschingssonntags antwortete Martin Rudolph und machte uns ein Angebot. Mit unserer Buchpräsentation möchte er die 2. Jüdischen Kulturtage Bamberg eröffnen. Und das Beste: nun sind unsere Bücher schon in der Buchhandlung Hübscher, die auch den Büchertisch bei unserer Veranstaltung organisiert.

Israelitische Kultusgemeinde Bamberg

Buchhandlung Hübscher

Literarischer Abend in Bamberg mit Dr. Yusuke Yahagi und Dr. Beate Forsbach, Verlegerin

Am Tag danach werde ich Yusuke und April Yahagi noch ein wenig von meiner einstigen Traumstadt zeigen und am nächsten Tag in aller Ruhe meinen 65. Geburtstag feiern, mit einer lieben Freundin schöne Plätze besuchen und am Abend dann das Konzert der Bamberger Symphoniker besuchen – so schließt sich für mich persönlich der Kreis zu meinem allerersten Konzertbesuch hier am 65. Geburtstag meines Mannes.

Auf der Website zum Konzert fand ich dann das obige Zitat von Yehudi Menuhin, das nun so gut auch zu dieser außergewöhnlichen Geburtstagsreise passt:
Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch, ein Ende und ein Anfang, ein Zusammenlaufen der Fäden und ein Auseinandergehen.

Bamberger Symphoniker

Und hier noch einmal die Termine unserer Lesereise:

Am 11. Mai 2017 um 19.30 Uhr beginnt unsere „Deutschland–Tournee“ mit der Buchvorstellung im Literaturhaus der Bundeshauptstadt Berlin. Dr. Yusuke Yahagi wird auf deutsch selbst aus seinem Buch lesen und in einem Interview mit mir, seiner Verlegerin Dr. Beate Forsbach über die Entstehung des Buches berichten.

Es folgen Veranstaltungen im Café Jedermann in Burg auf Fehmarn (13. Mai 2017, 18 Uhr), im Café Kuchenstund in Hamburg–Niendorf (15. Mai 2017, 18.30 Uhr), in Häckers Grandhotel in Bad Ems (16. Mai 2017, 19 Uhr), in der Japanisch–Deutschen Kulturwerkstatt Tenri in Köln (17. Mai 2017, 19 Uhr). Mit der letzten Buchpräsentation am Donnerstag, 18. Mai 2017 um 19 Uhr wird die Israelitische Kultusgemeinde Bamberg gleichzeitig ihre 2. Jüdischen Kulturtage Bamberg eröffnen.

Es wird eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden. Heute am Tag vor dem Start bin ich voller Vorfreude und Optimismus, viele Menschen melden sich hier und auf Facebook, ein großes Ereignis steht an!! Ich lade Euch alle herzlich dazu ein. Bitte kommt zu einer unserer Veranstaltungen – so könnt Ihr Dr. Yusuke Yahagi persönlich kennenlernen, aber auch mich und unser Verlagsmaskottchen Senta.

 

Frohe Ostern!

Zu meinem letzten Blogartikel „Leben ist mehr“ schrieb mir eine Leserin: „Die Mischung aus persönlichen, privaten und beruflichen Aspekten gefällt mir sehr gut.“ Und ich habe geantwortet: „Ich habe ja nur ein Leben, das ist nicht getrennt nach Privatleben und Beruf – gerade jetzt habe ich das Gefühl, dass alles ineinander greift und sich harmonisch ergänzt.“

Und so zeigt mein Osterfoto diesmal mein persönliches Ostergesteck auf dem Tisch in meinem Arbeitsbereich. Hier liegen die wichtigsten Neuerscheinungen meines Verlages: Der Roman „Der Austauschsoldat“ bzw. im englischen Original „The Exchange Soldier“ von Yusuke Yahagi und mein neuer Kalender „Impressionen von der Sonneninsel Fehmarn 2018“, der rechtzeitig zu Ostern eingetroffen ist. Daneben erinnert mich der Verlagsflyer Frühjahr 2017 daran, dass noch nicht alle geplanten Bücher erschienen sind – dafür gibt es aber bereits eine Reihe von neuen Buchprojekten – für den nächsten Flyer.

„Dr. Verlegerin“ – ein neuer Titel, der mir gestern durch Yusuke Yahagi verliehen wurde. Neulich schrieb mir eine neue, junge Autorin „Hallo meine Lieblingsverlegerin“. All das macht Freude und motiviert mich zu besonderem Engagement. Ich arbeite mit positiven Menschen zusammen, die unsere Welt mit ihren positiven Gedanken ein bisschen besser machen wollen. Allerdings kann nicht jeder bei mir mit seiner Buchidee landen – ich habe inzwischen deutlich NEIN sagen gelernt. Und das macht mich nur noch glücklicher.

Kurz vor meinem 65. Geburtstag – das ist der Zeitpunkt, an dem man normalerweise in den sogenannten „Ruhestand“ geht – bin ich mit einem Buchautor, dem japanischen Herzchirurgen Yusuke Yahagi aus Texas und seiner Frau April Yahagi unterwegs auf einer achttägigen Lesetour durch Deutschland. Statt in den Ruhestand zu gehen, mache ich einen weiteren großen Schritt in der Erfolgsgeschichte meines Verlages: wir werden international!

Am 11. Mai 2017 beginnt unsere „Deutschland-Tournee“ mit der Buchvorstellung im Literaturhaus der Bundeshauptstadt Berlin. Dr. Yusuke Yahagi wird auf deutsch selbst aus seinem Buch lesen und in einem Interview mit mir, seiner Verlegerin Dr. Beate Forsbach über die Entstehung des Buches berichten.

Es folgen Veranstaltungen im Café Jedermann in Burg auf Fehmarn (13. Mai 2017), im Café Kuchenstund in Hamburg-Niendorf (15. Mai 2017), in Häckers Grandhotel in Bad Ems (16. Mai 2017), in der Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt Tenri in Köln (17. Mai 2017). Mit der letzten Buchpräsentation am Donnerstag, 18. Mai 2017 wird die Israelitische Kultusgemeinde Bamberg gleichzeitig ihre 2. Jüdischen Kulturtage Bamberg eröffnen.

Es wird eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden in Berlin, Fehmarn, Hamburg, Bad Ems, Köln und Bamberg! Ich lade Euch alle herzlich dazu ein. Bitte kommt zu einer unserer Veranstaltungen – so könnt Ihr Yusuke Yahagi persönlich kennenlernen, aber auch mich und unser Verlagsmaskottchen Senta.

Hier auf unserer Verlagswebsite könnt Ihr noch mehr über das Buch und den Autor erfahren: www.edition-forsbach.de/

Es ist schön für mich, gestern am Karfreitag, so kurz vor Ostern – neben all den beruflichen Erfolgen mit dem neuen Buch und der bevorstehenden Lesetour – auch das ganz kleine Glück erleben zu dürfen: am kleinen Strand mit Martina und ihrer Familie, mit Winni, Lena und Christina, sowie den beiden glücklichen Hunden Senta und Luna.

Die Familie möchte so gerne ans Meer ziehen, auf unsere schöne Insel. Und ich kann das gut verstehen.

Das Meer ist sehr wichtig für mich, das spüre ich immer wieder. Hier kann ich laut singen, sprechen, denken und auch weinen, hier kann ich übers Meer schauen dorthin, wohin uns einige geliebte Menschen vorausgegangen sind. So bekam ich am Tag nach meinem Blog „Leben ist mehr“ die traurige Nachricht, dass mein alter Schulleiter und Deutsch-, Philosophie- und Englischlehrer Dr. Hermann Heyder kurz nach seinem 95. Geburtstag verstorben war. Zum Glück hatte ich ihn noch im Januar besucht und mit ihm einige schöne Stunden verbracht. Dafür und für alles, was er in über 50 Jahren für mich getan hat, bin ich sehr dankbar. Bei der Messe im Xantener Dom stand dieser Spruch des Heiligen Augustinus im Mittelpunkt der Predigt:

Auferstehen ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken unsere Liebe.

Und das passt doch richtig gut zu Ostern. Es ist nun schon mein viertes Osterfest, das ich alleine mit Senta feiere. Ich bin sehr dankbar, dass es uns so gut geht. Seit Jahren feiere ich Ostern als Zukunftsfest und bedenke die Pläne und Ziele für die Zukunft. Anders als sonst sind es aber in diesem Jahr die Begegnungen mit lieben Menschen, schon in der Karwoche und auch zu Ostern, mit denen ich über ihre und unsere Pläne und Ziele sprechen kann. Und auch über unsere Träume!

Denn eigentlich ist alles ganz einfach: Das Leben liebt mich und Dich und Dich  …, und es wird schon dafür sorgen, dass das Richtige zur rechten Zeit eintrifft. Du musst nur ganz fest daran glauben und es Dir nur immer wieder vorstellen!

Ich wünsche allen Freunden und Lesern meines Blogs ein frohes Osterfest!

Der 96. Geburtstag meiner Mutter

Heute ist der 96. Geburtstag meiner Mutter, Eva Dethlefs. Heute vor 20 Jahren habe  ich zum letzten Mal mit meiner Mutter zusammen Geburtstag gefeiert, ihren 76. Geburtstag.

Heute hat auch das „Lämmerlein“ Geburtstag, es ist 20 Jahre alt geworden (im Bild oben links). Meine Mutter sagte damals, es sei das schönste Geburtstagsgeschenk, das sie je bekommen habe. Mein Mann und ich haben immer eine ganze Schar von „Tieren“ mit auf die Reise genommen: Lämmerlein, Walfisch, Neger und Dr. Kreuel – außerdem gab es noch Bostiche, den Hund. Der hat leider nicht überlebt, als Senta kam. Heute nehme ich nur noch Senta mit auf die Reise.

Den „Walfisch“ und „Dr. Kreuel“ hat auch meine Mutter schon gekannt – der „Neger“ kam erst später dazu. Hans Christian hat ihn für mich auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin gewonnen.

Am 11. November 1997 starb meine geliebte Mutter ganz plötzlich an einem Herzinfarkt. Der Abschied von ihr war das Schlimmste, was ich jemals erlebt hatte. Monatelang war ich in einer Art Trancezustand, stand offenbar unter Schock. Denn meine Mutter war meine allerbeste Freundin gewesen und hatte mich stets begleitet und unterstützt. Sie hatte mich bestärkt, mit 42 Jahren das Promotionsstudium aufzunehmen und durchzuhalten. Aufgrund ihrer Erfahrung als Grundschullehrerin hatte sie nächtelang mit mir diskutiert. Sie hat Korrektur gelesen, mich ermutigt, beraten und immer wieder zur Weiterarbeit motiviert. Und dann starb sie plötzlich und konnte den Abschluss meiner Arbeit nicht mehr erleben. Dabei wäre sie so stolz gewesen.

Meine Dissertation erschien erst acht Jahre später. Ich habe sie meiner Mutter gewidmet:

In liebevoller Erinnerung an meine Mutter Eva Dethlefs (1921 – 1997)
Und in Dankbarkeit
• für eine schöne Kindheit und Jugend voller Musik,
• für eine umfassende Ausbildung und das Studium,
• für viele Gespräche über Schule, Erziehung und Unterricht,
• für die Erziehung zu Selbständigkeit und Kritikfähigkeit,
• dafür, immer wieder bestärkt worden zu sein, den eigenen Weg
zu gehen, auch gegen Widerstände,
• für die Kraft, dies durchzuhalten,
• dafür, gelernt zu haben, Dinge zu ändern, die man ändern kann
und Vorgaben zu hinterfragen,
• dafür, Liebe und Freiheit als höchste Werte erfahren zu haben.

Heute ging mir vieles durch den Kopf, als ich mit Senta an zwei Stränden auf unserer geliebten Insel Fehmarn war: am Südstrand, wo ich vor fast 25 Jahren eine kleine Strandwohnung gekauft, eingerichtet und vermietet hatte – mit Unterstützung meiner Mutter. Und in Fehmarnsund, wo ich in unserem ersten Urlaub auf Fehmarn – in den Herbstferien 1977 – mit meiner Mutter gewesen war.

Fehmarn hatte meine Mutter an ihre Heimat erinnert – sie war in Danzig geboren und aufgewachsen. Und sie hatte stets die Ostsee geliebt, als junges Mädchen bereits im allerersten Frühling und noch im spätesten Herbst darin gebadet.

Früher dachte ich oft, dass meine Mutter – wenn es tatsächlich eine Wiedergeburt gibt – in Gestalt von Senta zu mir zurück gekommen war. Sentas schöne braune Augen erinnern mich an meine Mutter, aber auch die Art, wie sie mich stupst, wenn ich wieder mal vergessen habe, etwas zu essen, wie sie Unnötiges wegschleppt und Überflüssiges zerreißt, und wie sie mich daran erinnert, dass wir unbedingt spazieren gehen müssen, auch wenn es regnet. Sie sorgt für mich, damit ich genug an die frische Luft komme und mich bewege, regelmäßig esse, viel schlafe und den schönen Strand genieße. Und Senta badet gerne in der Ostsee, sogar jetzt im Winter. Sie ist quietschvergnügt, wenn wir am Strand sind und hüpft vor Freude um mich herum.

Meine Mutter hätte ihre Freude an ihr – sie hat sich doch früher auch immer ein „Hündchen“ gewünscht, so wie mein Mann. Aber in unserem damaligen Wohnhaus durfte man keine Hunde halten, und meine Mutter dachte auch, dass sie nicht mehr mit einem Hund spazierengehen konnte. Denn irgendwann konnte sie nicht mehr gut gehen. Damals gab es noch keinen Rollator – einen Rollstuhl aber oder auch nur einen Gehstock hätte meine Mutter niemals benutzt.

Vielleicht würde meine Mutter sich ein wenig wundern, weil ich nun in einem kleinen Dorf lebe. Ich bin in Weddinghusen/Norderdithmarschen geboren – aber an dieses Haus und die Zeit dort hatte meine Mutter keine guten Erinnerungen.

Als ich in unseren ersten Ferien hier auf Fehmarn den Wunsch äußerte, mich als junge Lehrerin an das neu gegründete Inselgymnasium versetzen zu lassen, warnte mich meine Mutter davor, in eine solch kleine Gemeinde in Norddeutschland zu ziehen. Es sei sehr schwierig, dort akzeptiert und integriert zu werden. Sie selber hatte damals Plattdeutsch gelernt und damit die Hochachtung der Bauern im Umkreis erworben, die ihr und unserer Familie kurz nach dem Krieg sehr geholfen hatten.

Nun – ich war damals Beamtin in Nordrhein-Westfalen und es wäre sowieso schwierig gewesen, eine Versetzung nach Schleswig-Holstein zu erlangen. Als ich dann 2010 mit meinem Mann nach Fehmarn umgezogen bin, hatten sich die Zeiten grundlegend geändert: Fehmarn ist weltoffen, vor allem durch den Tourismus. Das Leben hier ist heute viel einfacher, weil man nicht auf die kleine Dorfgemeinschaft angewiesen ist, sondern durch die rasante Entwicklung des Internets Freunde, Bekannte und Geschäftsbeziehungen auf der ganzen Welt haben kann – auch von Neujellingsdorf aus.

Das war Ende der 1970er Jahre noch nicht abzusehen – auch noch nicht 1993, als ich meinen ersten Computer bekam und mit meinem Promotionsstudium begann: damals erschien es mir sehr reizvoll, dass man bei einem Internetbuchhändler (Amazon hieß damals noch ABC) alle möglichen Bücher recherchieren und erwerben, und dass man Fachartikel und ganze Bücher aus Bibliotheken bestellen konnte.

Heute bin ich sehr glücklich hier auf Fehmarn – und vieles von meinem Lebensglück verdanke ich dem Erbe meiner Mutter:

Meine Mutter war immer Optimistin – sie musste im Krieg ihre Heimat Danzig verlassen. Mit ihrem ersten Baby in der Tragetasche kam sie im kalten Januar 1945 mit dem Schiff über die Ostsee nach Schleswig-Holstein. Sie hatte zugesehen, wie die „Wilhelm Gustloff“ mit Tausenden von Menschen an Bord versank. An Land kämpfte sie sich durch Eis und Schnee und kam wohlbehalten mit ihrem Baby, meinem Bruder Karsten, in Lunden bei ihren Schwiegereltern an.

Zwei Jahre nach dem Krieg, am 10. Juni 1947, starb mein ältester Bruder mit noch nicht ganz drei Jahren an Diphterie, die man nicht erkannt hatte. Mein zweiter Bruder war gerade geboren und wurde am 13. Juni 1947 getauft. Mein Vater war damals auch an Diphterie erkrankt. Die Tragik, dass man sein Baby im Krieg auf der Flucht vor Schlimmem bewahrt hat und es dann sterben muss, als schon wieder bessere Zeiten eingekehrt waren, wurde mir erst später bewusst. Im November 2005 besuchte ich mit meinem Mann den Kirchhof in Weddingstedt. Ich sah die Taufkapelle mitten auf dem dunklen Kirchhof, von der meine Mutter mir nie erzählt hatte. Ich kannte nur mein Taufbild, das vor unserem Haus in Weddinghusen aufgenommen worden war.

All das hat meine Mutter gemeistert. Als verwöhnte Tochter aus der Großstadt lebte sie nun auf dem Lande und baute Gemüse und Obst an, um die Familie durchzubringen. Aber sie ist immer fröhlich und optimistisch geblieben.

Fünf Jahre später wurde ich geboren und habe vieles von meiner Mutter geerbt – vor allem ihren unerschütterlichen Optimismus. Den folgenden Spruch schrieb sie mir 1962 in mein Poesiealbum:

Zum Licht empor mit klarem Blick,
Ein Vorwärts stets, nie ein Zurück,
Ein frohes Schaffen, kühnes Streben
Und schnelles Handeln auch daneben –
Dann hat das Dasein Zweck und Ziel,
Wer Großes will, erreicht auch viel.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749–1832)

Ich bin meiner Mutter unendlich dankbar für all das, was sie mir gegeben hat: für den Mut und den Optimismus, die Herzlichkeit und den Humor, und für die Liebe und die Kraft, die für mein ganzes Leben reichen.

Was würde sie wohl sagen, wenn sie wüsste, dass ich für sie heute, an ihrem 96. Geburtstag, das schöne Impromptu As-dur von Franz Schubert auf meinem eigenen Flügel gespielt habe, das sie immer so geliebt hat? Und dass ich meine Geige im vorigen Jahr verkauft habe, nachdem ich schon viele jahre nicht mehr darauf gespielt hatte?

Was würde sie sagen, wenn sie wüsste, dass ich in meinem eigenen Haus wohne, in dessen Garten zur Zeit die Schneeglöckchen blühen, die ich ihr früher immer zum Geburtstag geschenkt habe?

Was würde sie sagen, wenn sie wüsste, dass ich seit sechs Jahren meinen eigenen Verlag habe und schon weit über 50 Bücher publiziert habe, als wären es meine eigenen Kinder?

Ich glaube, sie wäre sehr stolz auf mich, auf ihre geliebte Tochter. Ich bin jedenfalls sehr dankbar für alles, was ich von meiner Mutter bekommen habe: die Liebe zur Ostsee, zu den Bergen, zum Skilaufen, zur Musik – ohne meine Mutter hätte ich niemals Musik studieren und niemals promovieren können, nie hätte ich die Freuden des Skilaufens und die Schönheit der Tiroler Berge, vor allem in Seefeld, entdeckt, und vielleicht wäre ich dann auch nie in mein heute so geliebtes Armentarola in den Dolomiten gekommen.

Ganz wichtig aber erscheint mir eins – meine Mutter hat ja mit 56 Jahren etwas angefangen, was sie bisher nicht zu können glaubte: malen. Sie hatte mir zu Weihnachten 1977 einen Kalender mit 12 selbst gemalten Bildern geschenkt – und das war der Start in ihr neues Leben! Eine Galeristin stellte ihre Bilder aus und schickte sie zu einem Sonntagsmaler-Wettbewerb ein – sie gewann sofort einen Preis und nahm danach an etlichen Ausstellungen teil. Sie malte so, wie SIE es für richtig hielt, nicht Lehrer, Lehrbücher oder andere Vorbilder – und gewann viele Fans und auch Käufer ihrer schönen Bilder. Denn meine Mutter hatte die Gabe, ganz einfache, alltägliche Dinge auf solch schöne individuelle Weise zu malen, so dass sie die Herzen der Betrachter erreichte. So widmete ich ihr nach ihrem Tod den Spruch ihrer Lieblingsautorin Pearl S. Buck:

Die wahre Lebenskunst besteht darin,
im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

Heute schrieb mir eine Freundin: „Sie sieht Dir immer zu und ist sehr glücklich über Deinen Weg! Sie liebt Dich sehr!“

Sie schrieb mir auch: „Ich hätte Deine Mutter gerne kennen gelernt!“ – Und ich habe geantwortet: „Du hättest sie sicher gemocht – nun kennst Du sie ein wenig durch mich.“

Ja, das ist meine Aufgabe, all die guten Ideen und Gedanken, die mir meine Mutter vermittelt hat, weiter in die Welt zu tragen. Vor allem: Freiheit und Liebe als höchste Werte erfahren und weitergeben zu dürfen.

Danke, liebe Mutti – ich werde Dich nie vergessen – Du bist immer in meinem Herzen.

Deine Beate mit Senta

Zwischen den Jahren

img_1599Ein wenig „abtauchen“ nach Vorweihnachtsstress und Weihnachtsfeiern – wie schön ist das und wie tut es uns gut! Ich hatte Besuch gehabt zu Weihnachten, hatte mich gefreut, mal wieder so zu feiern, wie ich es mit meinem lieben Mann immer getan hatte. Aber es war natürlich nicht dasselbe, und so war ich froh, als es am Abend des ersten Weihnachtstages ganz still in meinem Haus wurde. Ich freute mich über den schön geschmückten Weihnachtsbaum und die gute alte Krippe, und über meinen Hund, der ganz brav da lag und offenbar auch etwas gestresst war.

img_1681img_1706Und so verbrachten wir den zweiten Weihnachtstag überwiegend im Freien, bei langen Spaziergängen am Strand.

img_1724Während es am Mittag in Fehmarnsund noch sehr sonnig war, wurde es später düsterer, als wir am Südstrand waren. Pechschwarze Wolken zogen heran.

img_1755Schließlich mussten wir vor heftigen Orkanböen mit Hagelschauern Schutz suchen und kamen völlig durchnässt wieder zu Hause an. Nach einem heißen Bad und einem kräftigen Tee wurde es so richtig behaglich zu Hause, ich spielte in Ruhe aus den neuen Klaviernoten. Und am Abend schauten wir uns das „Traumschiff“ an, eine angenehme Entspannung, die für mich irgendwie zum zweiten Weihnachtstag dazu gehört. Das Telefon hatte ich übrigens an diesem Tag stumm geschaltet.

An den Tagen danach gab es viel zu tun, viele Dinge zum Jahresabschluss waren zu erledigen, dazu gab es Erfreuliches zu unserer Neuerscheinung „Mein Weg über die Alpen“ von Barbara Messer. Das Buch war ganz kurz vor Weihnachten erschienen und lag wohl auf vielen Gabentischen. Und dann erreichten uns bereits die ersten sehr schönen Rezensionen. „Für mich ist dieses Buch eines der besten, das ich 2016 lesen durfte“, schreibt die erste Rezensentin und ich ergänze: Für mich ist diese Buch eines der besten, das ich 2016 verlegen durfte. Nun freue ich mich schon auf die Buchvorstellung am 2. Februar 2017 im Literaturhaus Berlin! Wieder eine Premiere für meinen kleinen Verlag.

Gestern war der Tag bestimmt vom Gedenken an meine liebe alte Freundin Tilli, die uns kurz vor Weihnachten verlassen hat und für die ich eine Kerze angezündet habe. Ich habe sie im gestrigen Blogartikel ausführlich gewürdigt – mit ihrem eigenen Text „Ein glücklicher Tag“, denn Ottilie Krafczyk war auch unsere Autorin. Sie hatte zu ihrem 80. Geburtstag im Jahr 2014 ihr erstes Buch veröffentlicht: „Starke Frauen und die Liebe“.

Leider wurde diese Gedenkstimmung ein wenig gestört, und ich schrieb etwas, das ich nur ganz selten schreibe: „Ich bitte Sie um Verständnis, dass ich die letzten Tage und Stunden des alten Jahres nunmehr privat verbringen möchte.“

img_1780Und wie immer war der Ausflug zum Strand für mich der Gegenpol zu Trauer und Stress. Wunderbare Stille am Meer, bei strahlendem Sonnenschein – Zeit, alleine mit mir und meinen Gedanken zu sein, Kraft zu schöpfen und mich mit meinem fröhlichen Hund an dem schönen Tag zu erfreuen!

img_1782Am Nachmittag dann kam der vorläufige Höhepunkt dieser Zeit „zwischen den Jahren“: unser Spaziergang am Südstrand.

img_1814Ihr werdet es kaum glauben, wie glücklich ich bin, dass ich solche herrlichen Strandspaziergänge mit meiner Senta machen kann. Wir waren mehrere Stunden unterwegs und sind mehr als 10 km gelaufen. Am Nachmittag am belebten Südstrand, immer der Sonne entgegen, deren Untergang ich dann beobachten konnte.

img_1821Dass das möglich ist, verdanke ich dem Mensch-Hunde-Therapeuten José Arce, der am 2./3. August hier bei uns war und uns gezeigt hat, wie Senta im Auto mitfahren kann. Na ja, ein bisschen verdanke ich es auch mir selber, weil ich den Entschluss gefasst sowie Geld, Zeit und Mühe investiert habe. So hat sich mein Leben – und auch Sentas Leben – seitdem stark verändert. Nicht nur, dass wir verreisen und jeden Tag zum Strand fahren können, nein, ich weiß auch, dass es möglich ist, seine Träume zu verwirklichen. Wenn man es nur genug will, wenn man konsequent ist und seine eigenen Wünsche ernst nimmt und sich erfüllt. Und noch etwas: manchmal verliert man bei einer solch großen Lebensveränderung auch Wegbegleiter, die da nicht mehr mitkommen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist schade, aber man findet auf der nächsten Wegstrecke viele neue Freunde, vor allem mit einem solch süßen Hund als Begleiter. Wie oft strahlen die Leute uns an oder lächeln, wenn sie uns entgegen kommen.

img_1791Heute habe ich bei traumhaftem Winterwetter mit Senta einen langen Spaziergang gemacht – weiter als ich von Fehmarnsund aus jemals gegangen bin, bis nach WULFEN, wo ich noch NIE gewesen bin in den über 39 Jahren, seit ich das erste Mal nach Fehmarn kam. Ein tolles Erlebnis am vorletzten Tag des Jahres.

img_1867Am Nachmittag dann noch ein Spaziergang nach Sonnenuntergang am Südstrand – der rosige Himmel über uns, entlang der blauen Ostsee, die ganz sanft rauschte. Zeit zur Besinnung über dieses Jahr, das schon fast zu Ende ist, und der Gedanken an das nächste Jahr. Zu Hause angekommen dann die Überraschung: Ich freue mich sehr darüber, dass mein Interview zum Jahresrückblick mit Lebe-Liebe-Lache.com gerade heute erschienen ist. Herzlichen Dank an Annette Maria Böhm, die dieses Interview mit mir geführt hat. Hier können Sie das Interview lesen

img_2435Nun bleibt mir noch Zeit, Ihnen/Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen.

img_1811-kopieMeinen guten Wünschen zum neuen Jahr möchte ich noch diesen irischen Segenswunsch hinzufügen:

Mögen alle deine Träume wahr werden,
mögen alle deine Himmel blau sein,
mögen alle deine Freunde wahrhaft Freunde sein,
mögen alle deine Freuden vollkommen sein,
mögen Glück und Lachen alle deine Tage ausfüllen.

Auf ein glückliches neues Jahr 2017!

Reise im Advent

beate-forsbach-1803Am 1. Dezember startete ich mit Senta auf unsere Adventsreise, zunächst ging die Fahrt nach Bamberg. Dort musste ich zum Zahnarzt, den ich auch zukünftig alle drei Monate aufsuchen werde. Und weil Senta im September, bei unserer ersten gemeinsamen Reise nach Armentarola, so krank gewesen ist, hatte ich diese neue Reise geplant. Endlich wollte ich mit Senta in Armentarola spazieren gehen, ein Foto-Shooting am Chiemsee machen und eine alte Freundin in München besuchen. Diese Stationen waren bereits im September geplant, aber ich war damals mit der genesenden Senta so schnell wie möglich nach Hause gefahren.

Kann man dem Glück auf die Sprünge helfen? Ja, ich glaube, man kann. Nur weil es beim ersten Mal nicht so richtig geklappt hat, braucht man noch nicht aufzugeben. Man muss es einfach noch einmal versuchen. Und so kamen wir wohlbehalten in Bamberg an und machten einen ausgedehnten Abendspaziergang an der Regnitz – von der Villa Concordia bis zum alten Rathaus.

img_0532img_0535 img_0539 Am nächsten Morgen sah es zuerst ganz schön aus, doch dann begann es, in Strömen zu regnen. Ich suchte ein passendes Restaurant für die kleine Weihnachtsfeier, die ich mit meiner Geschäftsfreundin Verena Ullmann am Abend geplant hatte. Es war gar nicht so einfach, viele Restaurants waren ausgebucht, aber ich konnte einen Tisch im Restaurant Messerschmitt an der Langen Straße bestellen, wo ich so oft mit Hans Christian gewesen war.

img_0554Am Nachmittag wanderten wir beide – endlich – durch den Hain. Das hatte ich mir schon so lange gewünscht, mit Senta durch dieses schöne Waldgebiet zu gehen. Die große Hundewiese, wo wir früher immer die Hündchen beobachtet hatten, beeindruckte sie nicht so sehr, aber am Denkmal des sprechenden Hundes Berganza posierte Senta dann doch für ein Foto. An dieser Stelle soll der Dichter E.T.A. Hoffmann einst diesem Hund begegnet sein, auf dem Rückweg vom Café Lieb im ehemals Fürstbischöflichen Jagdschloss – es ist jedoch nicht bekannt, ob der sprechende Hund vielleicht auf den Genuss des guten Frankenweins zurückzuführen ist oder tatsächlich dort gewesen ist.

img_0567Wie bei unserem allerersten Besuch des Cafés war es auch diesmal geschlossen, Senta trank ein wenig aus der Regnitz und dann liefen wir wieder zurück nach Bamberg, wo wir dann – auf den Spuren der Vergangenheit – im Café Graupner einkehrten. Wir saßen an dem Tisch, an dem ich mit Hans Christian das erste Mal gesessen hatte, als er sagte: „Sind die Schachspieler schon da?“ und ich erfuhr, dass er nicht nur wegen der Konzerte, sondern vor allem wegen des Schachspiels nach Bamberg gefahren war.img_0582Am Abend dann gingen wir ins Restaurant Messerschmitt, wo der Chef zunächst sehr skeptisch war, weil Senta ein soooo großer Hund war. Aber ich hatte sie ja mit beim Tisch bestellen, und so durften wir Platz nehmen. Senta aber lag ganz brav den ganzen Abend neben dem Tisch, wo ich mit Verena Ullmann eine schöne kleine geschäftliche Weihnachtsfeier hatte.

img_0592Am nächsten Morgen dann fuhren wir weiter nach Armentarola – in Bamberg war die Welt noch weiß überzuckert, im Inntal näherten wir uns bei schönstem Sonnenschein den mächtigen Bergen.

img_0602img_0612Wie immer telefonierte ich während der Autofahrt mit verschiedenene Freundinnen. Auf der Brennerautobahn dann verabschiedete ich mich für einige Tage in die Berge. Denn diese Reise sollte ja auch eine Reise zu mir selbst werden. Dabei hatte ich nicht damit gerechnet, dass sich eine sogenannte „Freundin“ nach dieser Reise ganz verabschiedet hat. Aber dazu später.

img_0629Froh gestimmt trafen wir in Armentarola ein. Senta suchte als erstes den Brunnen, der aber diesmal leer war, wegen der großen Kälte. Auf unserem ersten Spaziergang entdeckte sie den rauschenden Bach, in den sie fortan jeden Tag ging, um das frische Bergwasser zu trinken.  img_0624img_0877Am Abend dann gab es für mich den ersten Aperitif in der Hausbar.

img_0757Am nächsten Morgen strahlte die Sonne vom tiefblauen Himmel und unsere glücklichen Urlaubstage begannen – im immer gleichen Rhythmus. Senta tobte und tollte schon vor dem Frühstück den Hügel vor dem Hotel hoch, sie spielte sogar mit dem Ball – ein ganz neues Hund-Frauchen-Gefühl war das.

img_0929img_0785 img_0781Mein Hund fühlte sich ganz offenbar sehr glücklich hier in den Bergen.

img_0938Ich aber fragte mich auf unseren langen Spaziergängen, was all dies zu bedeuten hatte. Ich spürte ein Gefühl tiefer Dankbarkeit, weil Hans Christian mich an diesen Ort geführt hatte. Wir beide hatten Armentarola geliebt, und ich fühle mich hier sehr wohl. Auch meiner Mutter bin ich dankbar, denn sie hatte mich einst zum Skifahren gebracht, und wir waren Weihnachten immer in Seefeld/Tirol gewesen. Und Hans Christian hatte eines Tages zu mir gesagt: „Wenn ich mit Dir nach Seefeld fahre, dann musst Du mal mit mir nach Armentarola.“ Ich fühlte mich ihm sehr nahe, hier in den Bergen. Mit Senta machte ich all die Wanderungen, die wir in unseren ersten Urlauben hier noch gemeinsam gemacht hatten.

Ich dachte über mein Leben nach, über meine Bestimmung. Ich möchte gesund und glücklich 100 werden und ich möchte anderen den Mut und Optimismus weitergeben, den ich im Leben erfahren habe – vor allem durch Hans Christian und meine Mutter.

Armentarola ist für mich ein magischer Ort, neben meiner Trauminsel Fehmarn, und ich möchte hier immer wieder herkommen. Wieder begegnete ich Menschen, die diese Lebensphilosophie leben – so wie Hans Christian und ich es einst beschlossen hatten. Das Hotel Armentarola wurde zu Weihnachten 1938 eröffnet und hat seitdem viele Freunde gefunden. Wer einmal hier war, kehrt immer wieder. Eine fröhliche Atmosphäre voller Lebenslust, Heiterkeit und Optimismus, dazu Sonnenschein, blauer Himmel und eine atemberaubende Bergkulisse – das ist der „Geist von Armentarola“, wie ich ihn in meinem gleichnamigen Buch beschrieben habe. Viele Gäste sprachen mich auf dieses Buch an, auf deutsch, italienisch und englisch, und alle fühlten sich wohl an diesem magischen Ort und in dem schönen Hotel.

Cover_Armentarola_Neuauflage.inddSenta wurde zum Liebling vieler Gäste – jeder wollte sie streicheln, jeder lächelte uns an, in der Hausbar oder draußen beim Spazierengehen.

img_0908Von Armentarola aus fuhren wir zum Chiemsee, wo ich ein Foto-Shooting gebucht hatte. Wir übernachteten in einem schönen Hotel in Pelham am See, von wo wir am nächsten Morgen zur Fotografin fuhren.

img_1193Das Foto-Shooting fand bei herrlichem Wetter am Chiemsee statt. Senta war die ganze Zeit dabei, sie sorgte für Heiterkeit, gab mir Halt und Liebe, wenn es mal anstrengend wurde, und sie hatte auch die Fotografin in ihr Herz geschlossen. Wunderschöne Fotos sind entstanden. Mein großer Dank geht an Theresia Berger, die es mit Geduld und Einfühlungsvermögen schaffte, dass unvergleichliche Fotos von mir und auch von Senta und mir entstanden.

beate-forsbach-2259img_2435beate-forsbach-2068Dies ist für mich eine schönere Adventszeit gewesen als Glühwein und Bratwurst auf einem überfüllten Weihnachtsmarkt. Es gab Licht, Zuversicht und Hoffnung auf 2017, neue Eindrücke einer schönen Landschaft, neue Verbindungen zu Menschen und meinem Hund. Vom Chiemsee fuhr ich dann nach München, wo ich eine alte Freundin nach mehr als zehn Jahren traf. Mit ihr gingen wir im Englischen Garten spazieren und erlebten schöne gemeinsame Stunden.

Diese Reise im Advent war mehr als ein Urlaub: neben der Erholung und Entspannung habe ich viele interessante Menschen kennengelernt und neue Kontakte geknüpft, die Verbindungen zu alten und neuen Freunden und Bekannten gefestigt, die Beziehung zu meiner Senta zu einer glücklichen Mensch-Hund-Beziehung werden lassen. Ich habe über den Sinn meines Lebens nachgedacht und wichtige Entscheidungen getroffen. Dazu gehört auch, sich von Menschen und Dingen zu verabschieden, die nicht mehr zu mir und meinem Leben passen. Zum ersten Mal, seit mein Mann verstorben ist, habe ich das Gefühl, mein Leben ganz allein bestimmen zu können. Ich bin glücklich und ich weiß, was ich will. Und Armentarola habe ich auch schon wieder gebucht für das nächste Jahr. Ich bin dankbar für alles, was mir andere Menschen gegeben haben. Und ich liebe mich, meinen Hund und mein neues Leben.

beate-forsbach-2043Soeben beginnt der 19. Dezember, es ist der Geburtstag meines lieben Hans Christian. Senta und ich werden diesen Tag in Dankbarkeit und Erinnerung an einen wundervollen Menschen begehen, der unser Leben maßgeblich bestimmt hat.

Ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit!