All is well – in Memoriam Louise Hay

Ich saß gerade auf einem Stein am Meer und schaute auf die Abendsonne an der Fehmarnsundbrücke, als ich von einer Facebookfreundin die Nachricht erhielt, dass Louise Hay heute ihre letzte Reise angetreten hat. Das war in der Nähe der Stelle, wo Senta und ich immer aufs Meer schauen und Grüße senden an ihr Herrchen, meinen Hans Christian, an meine Mutter und an Sentas Mama Susi, die im letzten November über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Ich glaube daran, dass unsere Toten irgendwo jenseits des Horizontes in einem anderen Land leben, dass es ihnen dort gut geht und dass sie immer bei uns sind. Und nun ist sie auch dorthin gegangen: Louise Hay.

Hier die Facebookmeldung:

Our beloved friend and founder Louise Hay transitioned this morning, August 30, 2017, of natural causes at age 90. She passed peacefully surrounded by loved ones.

Louise was an incredible visionary and advocate. Everyone who had the privilege to meet her, either in person, or through her words, felt her passion for serving others.

“Meeting Louise changed the direction of my life,” said Reid Tracy, President and CEO of Hay House, Inc. “Her passion for serving others translated into everything she did. Simply by working alongside her, an analytical accountant like me transformed into someone who became aware of the power of affirmations and self-love. Being able to learn from her has been one of my life’s greatest blessings. The beauty of Louise was that you didn’t have to work alongside her to learn from her, you felt like you were there with her, with every word you read or heard.”

Hay House will carry on Louise’s legacy and continue to publish products and online learning courses that align with her message of self-improvement and self-love.

Louise Hay’s estate, as well as all future royalties, will be donated to The Hay Foundation, a non-profit organization established by Louise that financially supports diverse organizations which supply food, shelter, counseling, hospice care and funds to those in need.

We invite you to share your Louise stories with us in the comments below. Together, we honor her through our memories and the continuing of her unforgettable legacy.

We love you, LuLu.

In the infinity of life where I am, all is perfect, whole, and complete. – Louise L. Hay

Read more at http://www.hayhouse.com/louise-hay-legacy

Ich schrieb als Kommentar: Ich bin sehr traurig – aber auch dankbar für alle Inspiration – Sie haben mein Leben verändert und werden auch in Ewigkeit mein Vorbild bleiben.

Gerade heute Vormittag hatte ich noch jemandem geschrieben, dass sie mein Vorbild ist und bald 91 wird – irgendetwas hatte mich gehindert, den genauen Geburtstag zu schreiben. Es war der 8. Oktober, und im vorigen Jahr hätte ich hinfliegen können zur Feier ihres 90. Geburtstages in New York – wenn an dem Tag nicht gerade mein Autorenseminar stattgefunden hätte.

*****

Es war Weihnachten 2012, als uns Hans Christians Therapeutin Marlene einen Zettel schenkte, auf dem Worte standen, die mich sofort ergriffen und bewegten – später fand ich heraus, dass Louise Hay sie geschrieben hatte:

Behandlung durch Liebe

Tief in der Mitte meines Wesens sprudelt ein unendlicher Quell der Liebe. Ich erlaube nun, dass diese Liebe zur Oberfläche emporwallt. Sie erfüllt mein Herz, meinen Körper und mein Denken, mein Bewusstsein und mein innerstes Sein, und sie strahlt von mir aus in alle Richtungen, um mit vermehrter Kraft zurückzukehren. Je mehr Liebe ich übe und gebe, desto mehr habe ich zu geben; der Nachschub ist grenzenlos. Wenn ich Liebe übe, fühle ich mich wohl; das ist ein Ausdruck meiner inneren Freude. Ich liebe mich, und deshalb sorge ich liebevoll für meinen Körper. Liebevoll ernähre ich ihn mit guten Speisen und Getränken, pflege und kleide ihn liebevoll. Mein Körper dankt mir dafür mit Liebe, strahlender Gesundheit, Vitalität und Energie. Ich liebe mich, deshalb bereite ich mir ein behagliches Zuhause, das all meine Bedürfnisse erfüllt und wo mir der Aufenthalt ein Vergnügen ist. Ich durchtränke alle Räume mit Schwingungen der Liebe, so dass alle, die sie betreten-auch ich selbst- diese Liebe spüren und sich von ihr gestärkt fühlen werden.

Ich liebe mich, deshalb arbeite ich an einem Platz, wo ich die Arbeit wirklich genieße, wo meine schöpferischen Begabungen und Fähigkeiten zum Einsatz kommen. Ich arbeite mit und für Menschen, die ich liebe, und die mich lieben, und ich verdiene damit ein gutes Einkommen. Ich liebe mich; deshalb verhalte ich mich liebevoll gegenüber allen Menschen und denke liebevoll an sie, denn ich weiß, das alles, was ich gebe, vermehrt zu mir zurückkehren wird. Ich ziehe in meine Welt liebevolle Menschen an, denn sie sind ein Spiegel dessen, was ich bin. Ich liebe mich; deshalb vergebe ich und löse mich völlig von der Vergangenheit, und bin frei. Ich liebe mich, deshalb lebe ich täglich im Jetzt und erlebe jeden Augenblick als gut. Ich weiß, dass meine Zukunft licht, freudvoll und sicher ist, denn ich bin ein geliebtes Kind des Universums, und das Universum sorgt liebevoll für mich, jetzt und immerdar, und so ist es.

Ich liebe Euch.

Louise Hay
(aus: Heile deinen Körper)

Ich entdeckte zwei alte Bücher von Louise Hay in meiner Sammlung: „Heile deinen Körper“ und „Gesundheit für Körper und Seele“ – damit hatte sie vor rund 30 Jahren begonnen und war weltbekannt geworden. Im Laufe des Jahres 2013 las ich viele Bücher von ihr, und eines Tages entdeckte ich in „Du kannst es“, dass sie mit 58 Jahren ihren Verlag Hay House gegründet hatte, der heute einer der größten Selbsthilfeverlage in den USA ist. Einige Texte von ihr haben mich ganz stark beeindruckt, und so wählte ich sie mir zum Vorbild – als Verlegerin, als Autorin und als Mensch. Denn in diesem Jahr brauchte ich sehr viel innere Kraft, weil mein Mann mich bereits verließ, obwohl er noch da war. Ich spürte ungeahnte Kräfte, um eine positive, optimistische Atmosphäre in unserem Haus zu erzeugen und konnte damit meinem Mann in der letzten Phase seines Lebens sehr helfen. Vor allem aber half ich auch mir selber.

So waren es ihre Affirmationskarten, die uns täglich begleiteten und jeden Tag einfach schöner werden ließen. So hing diese Karte im Badezimmer und ich sprach die Affirmation jeden Tag mit Hans Christian.

Diese Karte war ganz besonders wichtig und ist es auch heute noch:

Und dieser Spruch wurde fundamental wichtig für mich:

Schließlich auch die folgende Affirmation:

Sobald es ein Problem gibt, wiederhole immer wieder:

Alles ist gut.
Alles entwickelt sich zu meinem Besten.
Nur Gutes resultiert aus dieser Situation.
Ich bin beschützt.

Freude und Segen
Louise Hay

Auch geschäftlich hatte Louise Hay mir einen guten Weg gezeigt, so schrieb ich am 26. August 2015 auf Facebook:

Ab und zu erzähle ich es, dass ich Louise L. Hay nicht nur sehr schätze, sondern auch als Vorbild für meinen Verlag habe. In ihrem Buch „Du kannst es“ habe ich vor etwa zwei Jahren erfahren, dass sie ihren Verlag mit 58 Jahren gegründet hat – so wie ich – und mittlerweile 30 Jahre führt. Hay House ist der größte Selbsthilfeverlag in Amerika.

In dem Kapitel über Wohlstand und Reichtum dieses lesenswerten Buches schrieb sie, dass Unehrlichkeit häufig ein Grund dafür ist, dass Glück und Erfolg nicht zu uns kommen. Sie habe nie begriffen, warum man sich im Geschäftsleben nicht helfen und unterstützen sollte, warum man andere übervorteilen oder sogar betrügen sollte. Das schiene ihr keine besonders freudvolle Art und Weise zu sein, sein Leben zu leben. Denn es gibt so viel Überfluss auf der Welt – wir müssen ihn nur erkennen und miteinander teilen.

Nach diesem Vorbild ist es seit Beginn die Politik meines Verlages, der Edition Forsbach, ehrlich und rechtschaffen zu sein. Wir halten Wort, bemühen uns, unsere Arbeit so gut wie irgend möglich zu machen und behandeln andere mit Respekt.

Dazu gehört auch, dass wir uns trennen von Mitarbeitern, Autoren und Geschäftspartnern, wenn der gegenseitige Respekt und das gegenseitige Vertrauen nicht mehr gegeben sind oder unserem Verlag Schaden entsteht.

Ansonsten legen wir Wert auf eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit – und so bilden sich im Laufe der Zeit geschäftliche Partnerschaften heraus, auf die man sich verlassen kann. Es geht uns nicht alleine ums Geldverdienen, sondern um einen menschlichen Umgang miteinander.

Nur so können wir die Ideen unserer Autoren in Form von Büchern verbreiten und sie vielen Menschen nahebringen, denen wir vielleicht dabei helfen, dass ihr Leben ein kleines bisschen besser wird.

Unser Motto „Leben ist Mee(h)r – Für ein glückliches und erfülltes Leben“ gibt uns die richtige Richtung vor. 

In meinem Blog schrieb ich am 30. Juni 2017:

Ist das Leben nicht wunderbar! Das ist richtig so geschrieben – mit einem Ausrufezeichen, nicht mit einem Fragezeichen. Es ist der Titel eines Buches von Louise L. Hay, meinem Vorbild. Die Verlegerin und Autorin wird in diesem Jahr 91 Jahre alt, sie hat mit 58 Jahren ihren Verlag Hay House gegründet. Als die berühmteste Lebenshilfe-Autorin der Welt vermittelt sie in ihren Büchern Lebensweisheiten – auch ich lerne immer wieder von ihr, denn ich möchte glücklich und gesund 100 werden.

Das ist mein Ziel – und außerdem möchte ich anderen Menschen den Mut und den Optimismus weitergeben, den ich im Leben erfahren habe und weiterhin erfahre. Auch dazu studiere ich die Bücher von Louise Hay, und ich integriere Gewohnheiten in mein Leben, die anderen nicht immer gefallen: Ich schlafe viel und lange – zur Zeit sind es meist neun bis zehn Stunden. Ich gehe regelmäßig mit meinem Hund spazieren, und fast jeden Tag gehen wir einmal oder sogar zweimal an den Strand. Das haben wir den ganzen Winter hindurch gemacht, und dabei wunderschöne Sonnenuntergänge erlebt, aber vor allem auch Stunden der Muße und des kreativen Nachdenkens, also des „Gedanken-fließen-lassens“.

Erst vor wenigen Tagen fiel mir in dem Newsletter von Louise Hay eine Affirmation auf, die mich ganz besonders beeindruckte – als hätte ich eine Vorahnung von ihrem baldigen Ableben gehabt. Am 24. August schrieb ich auf Facebook:

Heute las ich im Newsletter von Louise Hay eine motivierende Affirmation – die deutsche Übertragung mit Erläuterung fand ich in ihrem Buch „Herzensweisheiten“, das ich mir vor über 3 Jahren gekauft hatte. Bei der Suche nach der Übersetzung stellte ich fest, dass es ein sehr lesenswertes Buch ist, das mich nun in den nächsten Tagenbegleiten wird. Und hier der Text von Louise Hay:
„Heute ist eine sehr aufregende Zeit in deinem Leben. Dein Leben ist ein wunderbares Abenteuer und du wirst nie wieder durch diesen bestimmten Prozess hindurchgehen.
In der Unendlichkeit des Lebens ist alles vollkommen, ganz und vollendet. Der Kreislauf des Lebens ist auch vollkommen, ganz und vollendet. Es gibt eine Zeit des Beginnens, eine Zeit des Wachsens, eine Zeit des Seins, eine Zeit des Verwelkens oder des Verfalls und eine Zeit des Abschieds. Sie sind alle Teil der Vollkommenheit des Lebens. Wir empfinden sie als normal und natürlich, und obwohl wir zeitweise traurig darüber sind, akzeptieren wir den Kreislauf und seine Rhythmen. Manschmal gibt es ein abruptes Ende in der Mitte des Kreislaufs. Wir sind erschüttert und fühlen uns bedroht. Jemand starb in zu jungem Alter oder etwas wurde zerschlagen und zerstört. Oftmals erinnern uns Gedanken, die Schmerz bereiten, an unsere Sterblichkeit – auch unser Kreislauf geht einmal zu Ende. Werden wir ihn in seiner Fülle ausleben oder wird es auch für uns ein frühes Ende geben? Das Leben ist einem ständigen Wechsel unterworfen. Es gibt keinen Anfang und kein Ende, nur einen ununterbrochenen Kreislauf der Wandlung von Materie und Erfahrung. Das Leben ist nie festgefahren, statisch oder schal, denn jeder Augenblick ist ewig neu und frisch. Jedes Ende ist ein neuer Anfangspunkt.“ (S. 68/69)

Nun ist sie also in ihrer physischen Gestalt von uns gegangen – David Kessler hat heute Abend einen bewegenden Nachruf gesprochen. Aber sie bleibt bis in alle Ewigkeit bei uns durch ihre Worte, ihre Gedanken, ihre Bücher und Filme, und durch ihre Affirmationen, die zumindest mein Leben ganz stark verändert haben.

Was bleibt, ist die Liebe, die Louise Hay unter den Menschen verbreitet hat.
David Kessler sprach:
All is well – and we love you, Louise.

Und hier gibt es den offiziellen Nachruf von Hay House:
http://www.hayhouse.com/louise-hay-legacy

Ich bin sehr traurig – aber auch dankbar für alle Inspiration. Sie haben mein Leben verändert und werden auch in Ewigkeit mein Vorbild bleiben.

Dr. Beate Forsbach
Fehmarn, 30. August 2017

 

Leben ist mehr

Leben ist mehr – das Buch

Vor einigen Tagen war ich überrascht, weil jemand eins der Restexemplare meines ersten selbst publizierten Buches „Leben ist mehr – Lebenskunst lernen beim Älterwerden“ bestellte. Und so las ich mal wieder den Klappentext meines Buches von 2008 – und fand den eigentlich ziemlich gut, obwohl ich doch vor neun Jahren noch nicht so geübt im Schreiben von Klappentexten gewesen war wie heute. Abgesehen davon, dass ein Satz nun schon viele Jahre überdauert hat und auch heute noch von mir in jedem Geburtstagsglückwunsch vorkommt:

Glück kann man nicht auf morgen verschieben – Leben ist jetzt und hier

Jedes Jahr gibt es ein neues Bild dazu, und in 2017 sieht das so aus:

Merkt Ihr was? Diese beiden Bilder stammen von meinen Lieblingsstränden – das obere vom Südstrand, wo wir viele Jahre eine kleine Ferienwohnung hatten, und das andere von Fehmarnsund, dem Strand, der unserem Zuhause am nächsten liegt. Dorthin fahre ich seit Monaten immer wieder mit Senta, die bekanntlich Anfang August letzten Jahres gelernt hat, im Auto mitzufahren. Und so haben wir unseren ersten Winter mit unzähligen wunderschönen Strandspaziergängen erlebt. Dieses Foto machte meine Freundin Birgit Wohler neulich, als wir uns per Zufall am Strand trafen.

Doch zurück zum Klappentext meines Buches „Leben ist mehr“. Er lautet:

Unser Leben ist zu kostbar, um immer nur zu hetzen und nach Erfolg und Profit zu jagen. Lebenskunst heißt, das Leben zu lieben, es zu genießen, aber auch Verantwortung dafür zu übernehmen.

Beate Forsbach zeigt, wie wir Lebenskunst beim Älterwerden lernen können – von und mit jüngeren und älteren Menschen, im Leben und für das Leben:

Wir können Langsamkeit und Ruhe in unserem Leben zulassen und uns mehr Zeit gönnen für Spaziergänge am Meer, für Musik und Kunst, für geruhsames Reisen. Wir können die kleinen Glücksmomente des Alltags erkennen und auskosten. Wir können Optimisten werden, um das Leben voller Mut, Liebe und Lebensfreude zu genießen, Ängste zu überwinden und ein gesundes und glückliches Leben zu führen.

Glück kann man nicht auf morgen verschieben – Leben ist jetzt und hier.

Als ich das las, war ich richtig begeistert davon. Anscheinend habe ich mir vor neun Jahren das Programm für mein heutiges Leben geschrieben.

Leben ist mehr – der Verlag

Ihr wisst ja, dass ich seit über sechs Jahren meinen Verlag aufbaue, und da geht es nicht immer ohne Hetze und Stress, ohne dass man Gewinn und Erfolg hinterherjagt, dass man zweifelt, Krisen durchlebt und viele Fragen hat. Man hadert mit anderen, die sich entweder als keine guten Mitarbeiter erweisen oder als Menschen, denen es nur um ihren eigenen Vorteil geht, die rücksichtslos andere übervorteilen oder gar zu betrügen versuchen.

Bei alldem hatte ich stets das Gefühl, dass es keine besonders erfreuliche Art ist, sein Leben zu leben, und dass ich stets mit meinem Gewissen im Konflikt war – und auch mit soliden und wirtschaftlich vernünftigen Grundsätzen der Unternehmensführung. Als ich Anfang des Jahres 2017 an einem Tiefpunkt angelangt war, zog ich Bilanz und überlegte mir, wie es weitergehen sollte, ohne dass ich derartig viel Geld für derartig viele unnütze Dinge und Dienstleistungen ausgab, und wie ich meinen Verlag langfristig zum Erfolg führen könnte. Denn da stimme ich mit meinem Vorbild Louise Hay völlig überein:

„Es gibt so viel Überfluss auf der Welt, wir müssen ihn nur erkennen und miteinander teilen. Es ist immer die Politik meines Verlags Hay House gewesen, ehrlich und rechtschaffen zu sein. Wir halten immer Wort, machen unsere Arbeit gut und behandeln andere großzügig und respektvoll. Wenn sie so leben, ist es unmöglich, das Geld von sich fernzuhalten, denn das Universum wird Sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit belohnen. Heute haben wir einen ausgezeichneten Ruf in der Verlagswelt und so viel zu tun, dass wir manche Aufträge ablehnen müssen.“ (Aus: Louise Hay, „Du kannst es“, S. 55f.)

Also startete ich Anfang des Jahres 2017 mit guten Vorsätzen, auch wenn mir manche missgünstigen Mitmenschen vorhalten wollten, dass ich gar nicht „ehrlich und rechtschaffen“ sei, und dass es doch bei einer so angeblich positiven Einstellung nicht sein könnte, andere abzulehnen oder nicht mit ihnen zusammenarbeiten zu wollen. Andere aber kamen mit erfolgversprechenden Buchideen, weil sie von der guten Arbeit meines Verlages gehört hatten. Manche Anfragen habe ich schon ablehnen müssen, damit die persönliche Note und das damit verbundene Profil meines Verlages nicht verlorengehen.

Leben ist mehr – selbst die Verantwortung übernehmen

Nun machte ich es so, wie es in meinem Klappentext von „Leben ist mehr“ steht: „Lebenskunst heißt, das Leben zu lieben, es zu genießen, aber auch Verantwortung dafür zu übernehmen.“

Ich wartete und vertraute nicht mehr darauf, dass mir jemand anderes für viel Geld sagen würde, was richtig ist, sondern nahm selbst das Ruder in die Hand. Mit sehr guten Kooperationspartnern entstehen immer mehr gute Bücher. Statt mich über die schlechte Arbeit eines gut bezahlten Lektors zu ärgern, mache ich dies nun gerne selber – obwohl ich das Korrigieren früher immer gehasst habe. Nun bin ich im direkten Kontakt mit den Autoren und ihren Buchprojekten und habe viel Freude daran. Sogar mein erstes englischsprachiges Buch habe ich vor kurzem für den Druck vorbereitet: den Roman „The Exchange Soldier“ von unserem neuen Autor Yusuke Yahagi, dem japanischen Herzchirurgen aus Texas, dessen Buch auf englisch und deutsch mit dem Titel „Der Austauschsoldat“ in diesen Tagen in unserem Verlag erscheint.

Noch während der Arbeit an den beiden Büchern plante und organisierte ich eine Lesetour durch Deutschland – von Berlin über Fehmarn, Hamburg, Bad Ems und Köln bis nach Bamberg. Die wird vom 11. bis zum 18. Mai 2017 stattfinden. Es war harte Arbeit, weil sich herausstellte, dass es gar nicht so einfach ist, passende Veranstalter zu finden. Nun wird es eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden – ein ganz neues Marketingmodell! Sei dabei – und erlebe einen außergewöhnlichen Menschen und Autor mit großem Charisma!  Wichtig ist für mich, so etwas zu organisieren und dabei Aspekte der Lebenskunst zu berücksichtigen – denn Yusuke Yahagi und seine Frau sollen doch auch einige schöne Eindrücke von Deutschland bekommen. Und wir wollen diese Reise  trotz aller Anstrengungen so richtig genießen. Und in Bad Ems wird es sogar Musik dazu geben.

Leben ist mehr – der 65. Geburtstag

Als es mir eines Tages alles etwas zu viel wurde, dachte ich daran, dass ich zwei Tage nach der Lesereise meinen 65. Geburtstag feiern werde – der Zeitpunkt, an dem man normalerweise in den sogenannten „Ruhestand“ geht. Ich aber würde mit meinem Verlag erneut einen großen Schritt machen, indem wir nun international werden. Daher hatte ich mir für meinen Geburtstag etwas Besonderes vorgenommen, stellte dann aber fest, dass es nach dieser Reise über 2600 km mit sechs Buchvorstellungen einfach zu anstrengend sein würde. Ich sagte ab und beschloss, einfach noch zwei Tage in Bamberg zu bleiben. Ich werde Yusuke Yahagi und seiner Frau noch ein wenig von meiner einstigen Traumstadt zeigen, bevor sie wieder nach Texas zurückfliegen, und dann meinen Geburtstag mit Senta ganz gemütlich und ohne Stress verbringen. Ich hatte Glück und bekam noch eine Karte für das Konzert der Bamberger Symphoniker am Abend meines Geburtstages. Und ich erinnerte mich, dass ich mit meinem verstorbenen Mann Hans Christian an seinem 65. Geburtstag am 19. Dezember 2002 zum ersten Male in der Bamberger Konzerhalle gewesen war, ebenfalls zu einem Konzert der Bamberger Symphoniker. Ein gutes Jahr später waren wir dann nach Bamberg umgezogen. So wird Hans Christian dann im Geiste auch an meinem 65. Geburtstag dabei sein.

Leben ist mehr – einfach leben

„Leben ist mehr“ bedeutet mir heute vor allem auch, mehr Langsamkeit und Ruhe in meinem Leben zuzulassen. Ich schlafe viel und stehe morgens erst spät auf, mache alles nach und nach, in genau der Reihenfolge, wie es sinnvoll und wichtig ist. Und manches bleibt dann eben auch mal weg – denn ganz wichtig sind mir die Spaziergänge mit Senta: Fast jeden Tag fahren wir zum Strand, laufen am Wasser entlang, genießen die Ruhe und die herrlichen Sonnenuntergänge. Ich nehme mir die Zeit, mein Essen aus guten und frischen Lebensmitteln zuzubereiten und mit Achtsamkeit zu genießen. So habe ich 20 kg abgenommen und halte dieses Gewicht schon seit über einem Jahr. Jeden Tag übe und spiele ich Klavier – und ich habe auch Pläne für geruhsames Reisen. Nach Armentarola fahre ich künftig nur, um dort Urlaub zu machen. Seminare oder Buch-Coaching biete ich nur noch auf Fehmarn an, wo ich lebe und arbeite, aber nicht mehr in meinem eigenen Urlaub.

Oh ja, ich habe auch gelernt, die kleinen Glücksmomente des Alltags zu erkennen und auszukosten. Ich habe mir Optimismus und positives Denken als grundlegende Lebenshaltung angewöhnt und kann so das Leben mit allen seinen Höhen und Tiefen voller Mut, Liebe und Lebensfreude genießen. Selbst wenn es mal nicht so toll ist, weiß ich doch, dass alles gut ist und sich alles zu meinem Besten entwickeln wird. Und ich weiß, dass ich beschützt bin und keine Ängste zu haben brauche. Auch meine Gesundheit hat von dieser neuen Lebensweise sehr profitiert.

Leben ist mehr – das Seminar

Die Schönheit unserer Sonneninsel Fehmarn mit den Stränden, dem blauen Meer und den unbeschreiblichen Sonnenuntergängen ist etwas, was andere nicht erleben können in ihrem Umkreis. Deshalb biete ich zusammen mit Marlis Lamers im Oktober 2017 ein Seminar „Leben ist mehr – Lebenskunst lernen beim Älterwerden“ als eine dreitägige Auszeit für Frauen nach der Familienphase an. Es geht darum, zu sich selbst zu kommen und seine innere und äußere „Heimat“ zu finden, sich auf anstehende Veränderungen einzulassen und herauszufinden, wie und wo man leben und alt werden möchte.

Das Seminar findet vom 6. bis 8. Oktober 2017 im Strandhotel Bene, direkt am Südstrand der Sonneninsel Fehmarn statt. Wir werden miteinander reden über all das, was Frauen in dieser Lebensphase bewegt, wir werden auch etwas schreiben und wir werden viel Zeit am Meer und an den Stränden verbringen. Natürlich werden wir auch lecker essen und fröhlich zusammen sein. Älterwerden ist eine lebenslange Aufgabe, und jeder sollte als „Manager des eigenen Wohlbefindens“ die Verantwortung für die aktive Gestaltung seines Lebens im Alter übernehmen. Es geht in unserem Seminar nicht um die Reduktion von Lebensmöglichkeiten, sondern um das Entdecken der Chancen und Möglichkeiten, die sich uns beim Älterwerden bieten.

Denn es gilt, um noch einmal mit Rolf Zuckowski zu sprechen:

„Leben ist, miteinander zu reden,
Leben ist, aufeinander zu bau’n.
Leben ist, füreinander zu kämpfen,
Leben ist Hoffnung, Mut und Vertrau’n.“

Leben ist mehr – das Lied

Und hier könnt Ihr das passende Lied von und mit Rolf Zuckowski hören: Leben ist mehr

Aber die Liebe bleibt

Heute ist der dritte Jahrestag nach Hans Christians Tod. Am Valentinstag, dem Tag der Liebenden, am 14. Februar 2014, wurde er beerdigt. Der Pfarrer hatte den Gottesdienst unter das Motto der Liebe gestellt mit dem Spruch aus dem „Hohelied der Liebe“:

Die Liebe hört niemals auf,
wo doch das prophetische Reden aufhören wird
und das Zungenreden aufhören wird
und die Erkenntnis aufhören wird.
(1. Korinther 13,8)

Auch in diesem dritten Jahr nach seinem Tod habe ich mir viele Gedanken gemacht über die Liebe. Was aber ist das Gegenteil zur Liebe? Hass? Ich glaube eher: es ist die Angst. Im „Hohelied der Liebe“ heißt es  – es sind die wohl berühmtesten Worte aus diesem Text:

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
(1. Korinther 13,13)

Was ist, wenn man weder glauben noch hoffen kann, wenn Angst uns lehrt, zu zweifeln, am anderen, an uns selbst, an der Liebe? Und ganz schlimm: was ist, wenn es so gar keine Hoffnung mehr gibt? Hoffnung auf ein Weiterleben, Hoffnung auf eine bessere Zukunft, Hoffnung auf die ewige Liebe.

Heute vor drei Jahren war ich voller Hoffnung: ich hatte gewartet, man wollte mich von der Klinik aus anrufen, ob die Dialyse geglückt war. Am Mittag hatten sie mir gesagt, dass er jeden Moment sterben könnte. Ich war nach Hause gefahren, hatte alle unsere Bücher gezählt, hatte keinen Gedanken außer: ob sie jetzt wohl bald anrufen? Aber sie riefen nicht an, und als ich dann mit der Ärztin telefonierte, erfuhr ich, dass die Dialyse noch nicht geglückt war. Erst am nächsten Morgen, früh im Morgengrauen, klingelte das iPhone und sie riefen mich zu ihm.

In der Nacht war ich noch einmal mit ihm in Armentarola gewesen, wo wir so viele glückliche Tage erlebt hatten. Ich las unserer Senta die schönen Geschichten aus meinem Armentarola-Buch laut vor. Immer wieder schickte ich ihm eine Nachricht durchs Universum, noch ein wenig durchzuhalten.

Ich wollte doch so gerne noch einmal mit ihm und Senta – mit meiner kleinen Familie – nach Armentarola reisen. Ich hatte die Reise schon geplant, von Neujellingsdorf aus, mit zwei Zwischenstopps in Hotels, die behindertengerecht waren und große Hunde akzeptierten. In allen Einzelheiten hatte ich überlegt, wie ich zuerst ihn und dann Senta ins Hotel bringen würde. Ich hatte gehofft, dass wir mit dem Schwenksitz fürs Auto alles bewältigen könnten. Die Hoffnung auf diese Reise musste ich irgendwann aufgeben.

Was blieb – in dieser langen Nacht vom 9. auf den 10. Februar 2014 – das war die Liebe.

Gibt es sie, die ewige Liebe? In welcher Form erlebt man sie?

Im Juli 2014 hatte ich in meinem Blogartikel „Einmal leben“ geschrieben:
Ich rede nicht mehr mit ihm, wir lachen nicht mehr zusammen, wir sitzen nicht mehr gemeinsam beim Essen oder sagen uns, dass wir uns lieb haben. Wir schlafen nicht mehr zusammen ein und wachen nicht zusammen auf. Ich trinke zwar jeden Abend ein Gläschen Sherry »auf diesen schönen Tag« – aber das ist etwas anderes, als es mit Hans Christian war. Trotzdem beginne ich, mein neues Leben zu genießen und wieder glücklich zu sein.“

Hans Christian hatte immer einen Spruch zitiert:
On n’a pas le droit de tout avoir.“ – Man hat nicht das Recht, alles zu haben.
Un bonheur c’est tout le bonheur. Deux, c’est comme s’ils n’existaient plus.“
Ein Glück, das ist das ganze Glück. Zwei, das ist so, als ob sie nicht existierten.

Daraus zog ich die Schlussfolgerung: „Einmal leben – ein Glück – das ist das ganze Glück.“ Und: „Ein zweites derartiges Glück kann es nicht geben.

Heute weiß ich, dass es stimmt: „Einmal leben – ein Glück – das ist das ganze Glück.“ Ein zweites Glück gibt es nicht, denn es ist das eine, das ganze Glück unseres Lebens, das wir erleben – mehr oder weniger intensiv. Ich hatte Annäherungsversuche erlebt, die mir nicht recht gewesen waren. Und andere, die ich zunächst nicht bewusst wahrgenommen hatte. Heute weiß ich es: das war keine Liebe. Wahre Liebe ist immer gepaart mit dem Glauben an den anderen, mit dem Vertrauen in ihn, und mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Wenn die vermeintliche Liebe der Angst weicht, wenn Macht, Abhängigkeit und Manipulation von Gefühlen an die Stelle der Liebe treten, dann ist es keine wahre Liebe.

Hans Christian hatte immer gesagt: „Dreimal ist göttlich.“ Ich war seine dritte Frau. Auf die Frage in einem Interview: „Was war der bisher glücklichste Tag in Ihrem Leben?“ hatte er geantwortet: „Als ich meine jetzige Frau kennenlernte.“ Auf die Frage, welchen Menschen er auf eine einsame Insel mitnehmen würde, meinte er: „Meine Frau.“ Für ihn war es das größte Glück, dass er mich gefunden hatte nach zwei unglücklichen Ehen. „Dreimal ist göttlich!“ All das wurde mir erst nach seinem Tod klar.

Aber wie ist es, wenn man einmal ein großes Glück erlebt hat? Kann man es ein zweites Mal erleben? Heute glaube ich, dass es der Weg war, die Liebe zu mir selbst, zu meinem Umfeld und zu meinem Leben zu finden.

Louise Hay sagt dazu:
„Das Leben ist ganz einfach. Was ich gebe, kommt zu mir zurück.
Heute entscheide ich mich dafür, Liebe zu geben.“

Die Liebe hört niemals auf. Was ist das, die ewige Liebe?

Schon vor über einem Jahr schrieb ich:
Er ist  nicht mehr da. Ich kann nicht mehr mit ihm reden.
Ich spüre keine Gefühle mehr – seine nicht, aber auch meine nicht.
Ich kann ihn auch körperlich nicht mehr spüren.

Schon lange ist er nicht mehr hier, in dem Haus, das mittlerweile mein Haus geworden ist. Und das von Senta, meiner Berner Sennenhündin. Sie prüft jeden Besucher – und zeigt mir sehr schnell, ob jemand wirklich Liebe meint, wenn er dieses Haus betritt. Denn in diesem unserem Haus herrscht die Liebe. Auch wenn ich mich manchmal getäuscht habe, wenn ein vermeintlicher Freund, eine vermeintliche Freundin in unser Haus kamen. Was bleibt, ist die Liebe. Auch den Menschen gegenüber, die uns ent-täuscht und ge-täuscht haben.

Aber die Liebe bleibt …“ heißt es in dem Lied von Nana Mouskouri, das auch im Beerdigungsgottesdienst erklang. Sie bleibt für immer, aber sie verändert sich.

Die ewige Liebe ist im Reich der Ewigkeit: Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Schon als meine Mutter 1997 starb, schrieb ich in der Danksagung: „Meine Mutter hat mit Optimismus, Herzlichkeit und Humor das Leben gemeistert. Sie hat mir durch ihr Vorbild Liebe und Kraft für ein ganzes Leben gegeben.“

Und in der Danksagung nach Hans Christians Tod schrieb ich: „Schließlich danke ich meinem Hans Christian für die Liebe, die er mir geschenkt hat, für die Geduld, die ich durch ihn gelernt und die Kraft, die ich durch ihn gewonnen habe. Die Erinnerungen an die glücklichste Zeit meines Lebens mit meiner großen Liebe werde ich nie verlieren.“

Am Ende des Jahres 2016 lernte ich noch einmal einige wichtige Lektionen über die Liebe. Ich war mit Senta in Armentarola, dem Ort, wo ich mit Hans Christian so oft gewesen war und wo wir glückliche Tage erlebt hatten. Nach vielen Jahren hatte ich im September endlich die Reise dorthin geschafft – aber Senta war sehr krank, und beinahe wäre sie dort geblieben, wo ich meinem Hans Christian so nahe war. Armentarola ist zwar nicht der „Himmel“, aber doch auf 1630 Meter Höhe dem Himmel sehr nahe.

Senta aber wurde wieder gesund – hier erlebte ich die Magie von Armentarola, und so fuhren wir Anfang Dezember wieder dorthin. Und in diesen wenigen, sonnendurchfluteten Tage erlebte ich die Liebe wieder, in Form von großer Dankbarkeit – meinem geliebten Hans Christian gegenüber, der mich an diesen wundervollen Ort geführt hatte, und auch meiner geliebten Mutter gegenüber, durch die ich das Skifahren und die Liebe zu den Bergen gelernt hatte, wodurch ich schließlich nach Armentarola gekommen war. Von beiden hatte ich den unerschütterlichen Optimismus, den Mut und die Zuversicht gelernt, dass das Leben uns immer das beschert, was für uns wichtig ist. Aber ich hatte auch von beiden gelernt, konsequent loszulassen, was nicht wichtig ist, egal ob Menschen, Dinge oder Orte. Ich wurde mir über den Sinn und das Ziel meines Lebens klar. Auf den langen Spaziergängen im sonnendurchfluteten Armentarola spürte ich es ganz intensiv:

Ich bin dankbar, denn das Leben liebt mich, und ich liebe das Leben.

Ich trage die Macht in mir, eine neue positivere Wirklichkeit zu erschaffen. Ich habe mein Denken bezüglich Schmerz und Verlust geändert. Das bedeutet nicht, dass ich keinen Schmerz, keine Trauer mehr empfinde. Es bedeutet einfach, dass ich nicht in diesen Gefühlen steckenbleibe. Ich hatte mir Zeit genommen, das Ende dieses Zusammenlebens mit Hans Christian zu betrauern, vielleicht nicht genug Zeit. Das Leben half noch ein wenig nach, ich stürzte und landete mit einem vierfachen Unterkieferbruch für 12 Tage in der Klinik. Die Folgen zu heilen dauerte dann fast ein Jahr. Es war ein deutliches Signal, und ich habe wieder zum Leben gefunden, denn jedem Abschied folgt ein Neubeginn. Ich zitiere immer gerne aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse:

„Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

Es hat lange gedauert, bis ich erkannte: Das Leben kann nicht sterben. Seelen sterben nicht. Das Leben hat seinen eigenen Sinn, seinen eigenen Rhythmus. Es verläuft meist nicht so, wie wir es erwarten. Oft bringt es Veränderungen, die uns aus dem eigenen inneren Frieden herausreißen. Wir würden es lieber vermeiden, weil auch die Veränderung Schmerz mit sich bringt. Und wir brauchen viel Geduld, viel Zeit, bis die Seele sich wieder öffnen kann nach dem Schmerz von Verlust und Trauer. Und eines Tages entdecken wir die Wahrheit über das Leben. Egal was geschieht: Ich kann mein Herz heilen. Ich kann wieder lieben. Oder immer noch. Denn die Liebe hört niemals auf. Die Liebe bleibt.

Ich habe es erfahren, durch Schmerz zum Glück zu kommen, mit Hilfe der Musik. Und ich schrieb in meinem Blogartikel vom 8. August 2015: „Ich glaube allerdings, dass Glück ohne Trauer gar nicht sein kann – nur wer auch die Schattenseiten erlebt hat, kann wirkliches Glück empfinden. Ja, es ist wohl so: Glück wird erst durch Leid zum Glück – und es ist notwendig, dass wir durch den Schmerz gehen, weil wir dann das Leben viel besser annehmen und uns gelassener auf den Moment einlassen können.

Seitdem suche ich immer wieder Orte auf, an denen ich mit meinem Mann glücklich gewesen bin. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit ihm eine solch erfüllte Zeit und all das Schöne erleben durfte. Ich erfahre vieles auf eine neue, aber auch sehr schöne Art und Weise. Das zeigt, dass man selbst nach Leid, Schmerz und Trauer eine neue gute und glückliche Zeit erleben kann.“

Und diese glückliche Zeit erlebe ich auch heute immer noch. Denn ich habe zu mir selbst gefunden, die Liebe zu mir entdeckt, zu meinem neuen Leben, und auch zu meinem Hund. Denn Senta zeigt mir jeden Tag aufs Neue, worauf es ankommt im Leben: Beisammen sein, zueinander stehen, aufrichtig sein in den Gefühlen, den anderen trösten und ihm Mut geben, wenn es notwendig ist, Freude und Trauer miteinander teilen, fröhlich sein, gemeinsam am Strand spazierengehen und auf Reisen sein, aufs weite Meer schauen und an die Lieben denken, die schon jenseits des Horizonts, jenseits der Regenbogenbrücke leben und auf uns warten, bis wir uns eines Tages wiedersehen.

Denn die Liebe bleibt. Und hier noch die Musik: Aber die Liebe bleibt

 

Eine Woche voller Glück

Edition Forsbach Facebook-26Im Leben einer Unternehmerin gibt es viele „Aufs und Abs“ – und nur selten kommen Momente, in denen man am liebsten aufgeben möchte. So einen Tag hatte ich neulich erlebt. Es war alles zu viel geworden, der Mut verließ mich, und dann war ich gleich drei Tage unterwegs – nach Lübeck und wieder mal nach Bamberg, wo meine Zahnbehandlung nach dem Sturz vor über fünf Monaten vorerst abgeschlossen wurde. Meine Arbeit blieb liegen und einige Projekte, in die ich viel Zeit investiert hatte, kamen nicht zustande. Ich war unzufrieden mit einem Mitarbeiter und wollte eigentlich nur noch ein Buch pro Jahr produzieren – mein eigenes.

Zum Glück habe ich ein gutes Netzwerk und einige besonders gute Freunde. Durch Gespräche mit ihnen bekam ich wieder Mut, Motivation, Lust und Energie. Das Leben schickt uns wirklich alles, was wir brauchen – so habe ich es wieder einmal erfahren.

Am Sonntag kam dann das Beste des Tages, das Beste dieses Wochenendes – das Allerbeste, was passieren konnte: Senta ist fünfmal (!!!!) durch das Auto über den Rücksitz gekrabbelt – und fand Freude an diesem Spiel – es gab einmal Camenbert, sonst Leckerlis. Ich habe sie über den grünen Klee gelobt – sie war selbst ganz begeistert! Denn Senta ist seit Jahren nie in mein Auto eingestiegen! Nun aber – und das war meine Hoffnung – geht sie mutig in mein neues Auto hinein.

IMG_2703 IMG_2720 IMG_2708 Ich habe bereits ein Ziel formuliert, und arbeite nun daran, es zu erreichen: Ich wünsche mir, nein ich will, dass sie im September mit mir nach Armentarola fährt. Dann können wir nämlich ein paar Tage länger dort bleiben. Und nach Bamberg will ich sie auch mitnehmen, wenn ich wieder zum Zahnarzt muss – ich gehe dann in ein anderes Hotel, weil es fußnah zum Hain ist, wo es eine ganz tolle Hundewiese gibt. Das Hotel habe ich schon ausgesucht, mein jetziges Hotel nimmt keine Hunde.
All das habe ich Senta schon erzählt.

Am Sonntagabend fiel mir plötzlich ein, dass ich vor ein paar Wochen ein Interview mit Katharina Boersch gemacht hatte, und sie schrieb mir, dass es am Montag um 6 Uhr veröffentlicht werden würde. Natürlich war ich dann um diese Zeit auch ohne Wecker wach … und hörte mir das Interview an.

Die Ankündigung:

In der heutigen Episode spricht Katharina Boersch-Stefanic mit Verlegerin und Autorin Dr. Beate Forsbach.

Du erfährst:

  • Warum Frau Dr. Forsbach ein echtes Schriftsteller-Leben führt
  • Wie eine Aussage eines Verlegers zur Gründung ihres eigenen Verlages geführt hat
  • Wie Selfpublishing für Autoren funktionieren kann
  • Wie du den Inhalt für dein Buch konzipierst
  • Warum die Konzeption vor dem Manuskript kommt
  • Warum Heimat und Werte zusammengehören
  • und Social Media neue Kunden bringt

Hier können Sie das gesamte Interview hören:

EW72 Bücher Schreiben Verlegerin Dr. Beate Forsbach im Interview

Dann ging es weiter mit erfreulichen Gesprächen mit jetzigen und zukünftigen Autoren sowie einem Grafiker, der neuerdings in meinem Verlag mitarbeitet. Er hat bereits einige Buchcover optimiert und wird den Buchsatz für unsere Neuerscheinung „Jammerlappen Express“ machen. Die Cover: „Wellenflüstern“ ist die Fortsetzung unseres Erfolgsromans von 2014 – Stella Cornelius-Koch schreibt über drei Freundinnen zwischen Fehmarn und Heiligenhafen.

Cover_Wellenfluestern_080316.inddDer „Jammerlappen Express“ von Dirk-Oliver Lange zeigt Ihnen den Weg von Jammerstadt über Nörgelhausen, Unfreundlichburg und Traurigheim nach Glückstadt.

Cover_Jammerlappen_Express_030316.inddAm Montagabend war dann der fünfte Kalender „Impressionen von der Sonneninsel Fehmarn“ im Druck – der Jubiläumskalender – so früh wie diesmal war ich noch nie damit fertig.

9783959040037Für Donnerstag hatte ich eine Einladung auf der Buchmesse in Leipzig. Ich plante die Fahrt dorthin und daraus ergab sich: Ich muss mal wieder zum Friseur. Der Termin war Mittwoch mittag. Und da die Wettervorhersage gut war, verabredete ich mit Ralf Dombrowski, einem Fotografen, der seit einigen Monaten auf unserer Insel lebt, ein Fotoshooting am Strand von Fehmarnsund.

Dort trafen wir uns um 14.15 Uhr – und bereits um 15 Uhr saßen wir wieder im Auto und fuhren zu mir nach Hause, um noch Fotos von Senta zu machen. Ralf hatte ein Feuerwerk von Ideen parat – ich suchte ein Coverfoto und auch ein Portraitfoto. Nett und sympathisch gab er mir Anweisungen, wo ich sitzen oder stehen sollte, wie ich schauen sollte, welche Jacke und Brille ich anziehen sollte usw. usw. – und schließlich war eine ansehnliche Menge von Fotos zusammen. Er hatte auch die Idee zum Coverfoto für mein neues Buch – das habe es erst Donnerstag morgen auf Facebook gepostet und die zahlreichen Likes zeigten mir, dass es das richtige Foto für mein Jubiläumsbuch „Neubeginn & Mee(h)r“ ist. Einige meinten schon, das könne man gut für ein Buchcover nehmen.

Edition Forsbach Facebook-18Edition Forsbach Facebook-13Bei mir zu Hause hat Ralf dann noch Fotos von Senta und mir gemacht – auch da war ein Foto für ein Buchcover gesucht. Und er hatte eine gute Idee … Dann hat er aus seinen Fotos die besten herausgesucht, direkt bearbeitet und mir da gelassen – zu meiner großen Freude, denn das war das erste professionelle Fotoshooting meines Lebens.

Edition Forsbach Facebook-39Edition Forsbach Facebook-36Edition Forsbach Facebook-32Die Resonanz auf die neuen Fotos war ganz enorm. Und so postete ich am Donnerstag das auserwählte Coverfoto für ein neues Jubiläumsbuch „Neubeginn & Mee(h)r“. Als auch da die Resonanz groß war und sogar in Kommentaren angeregt wurde, dieses Bild als Buchcover zu nehmen, veröffentlichte ich das neue Buchcover.

Cover_Neubeginn_und_Meehr_180316.inddDas Buch wird anlässlich des 5-jährigen Jubiläums meines Verlages erscheinen. Die Beiträge bieten einen repräsentativen Querschnitt durch mein Schaffen in den Bereichen Lebenskunst, Schreiben & Veröffentlichen sowie Musikpädagogik.

Am Donnerstag fuhr ich dann doch nicht nach Leipzig zur Buchmesse – es wäre ziemlich anstrengend gewesen, außerdem war meine Putzhilfe für den ganzen Tag angesagt. Gut so, denn am Vormittag rief Helga König an, die eine wundervolle Rezension über mein neues Buch „Bücher schreiben mit Herz“ verfasst hat. Ein Interview wird noch folgen.

Hier können Sie die Rezension lesen: http://helga-koenig-ratgeber.blogspot.de/2016/03/rezension-bucher-schreiben-mit-herz-der.html

Heute, am Freitagabend, bin ich zwar etwas müde – kein Wunder nach all den Erlebnissen dieser Woche voller Glück. Aber ich bin sehr dankbar für alles, was ich in dieser Woche erlebt habe. Und nun kommt wieder die schönste Stunde des Tages, wenn ich mit Senta auf dem Sofa sitze, ein Glas Rotwein genieße, für Senta ein Stückchen Camembert und dann hören wir Chopin oder Schubert oder Brahms – natürlich Klaviermusik von der CD. Und morgen werde ich wieder selber spielen auf meinem schönen Flügel.

IMG_9335Ich bedanke mich von Herzen bei allen, die zu dieser Woche voller Glück beigetragen haben. Ich wünsche allen meinen Freunden und Lesern dieses Blogs ein wundervolles Wochenende und die Gabe, das Glück zu spüren, auch wenn es nur in ganz kleinen Glücksmomenten zu erkennen ist.

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Die Liebe hört niemals auf

Erinnerung 2016Heute ist der zweite Jahrestag nach Hans Christians Tod. Am Valentinstag, dem Tag der Liebenden, am 14. Februar 2014, wurde er beerdigt. Der Pfarrer hatte den Gottesdienst unter das Motto der Liebe gestellt mit dem Spruch aus dem „Hohelied der Liebe“:

Die Liebe hört niemals auf,
wo doch das prophetische Reden aufhören wird
und das Zungenreden aufhören wird
und die Erkenntnis aufhören wird.
(1. Korinther 13,8)

In diesem zweiten Jahr nach seinem Tod habe ich mir viele Gedanken gemacht über die Liebe. Am 14. Juni 2014, genau vier Monate nach seiner Beerdigung, erlebte ich in derselben Kirche den Gottesdienst zur Goldenen Hochzeit eines befreundeten Ehepaares. Wieder stammte der Spruch aus dem „Hohelied der Liebe“ – die Feiern ähnelten sich, nur dass der Ehemann nun am Arm seiner Frau die Kirche verließ, nicht im Sarg.

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
(1. Korinther 13,13)

Mein verstorbener Mann Hans Christian liebte die Philosophie, genau wie die Musik. Und so versuche ich mich dem Thema Liebe mit Hilfe der Philosophie zu nähern.

Mit dem Verstand können wir besser mit der LIebe umgehen. Der Philosoph Wilhelm Schmid schreibt in seinem Buch über die Liebe: „Liebe besteht nicht nur aus Gefühlen, Liebe ist auch eine Entscheidung.“

Gibt es sie, die ewige Liebe? In welcher Form erlebt man sie?

Im Juli 2014 hatte ich in meinem Blogartikel „Einmal leben“ geschrieben:
Ich rede nicht mehr mit ihm, wir lachen nicht mehr zusammen, wir sitzen nicht mehr gemeinsam beim Essen oder sagen uns, dass wir uns lieb haben. Wir schlafen nicht mehr zusammen ein und wachen nicht zusammen auf. Ich trinke zwar jeden Abend ein Gläschen Sherry »auf diesen schönen Tag« – aber das ist etwas anderes, als es mit Hans Christian war. Trotzdem beginne ich, mein neues Leben zu genießen und wieder glücklich zu sein.“

Hans Christian hatte immer einen Spruch zitiert:
On n’a pas le droit de tout avoir.“ – Man hat nicht das Recht, alles zu haben.
Un bonheur c’est tout le bonheur. Deux, c’est comme s’ils n’existaient plus.“
Ein Glück, das ist das ganze Glück. Zwei, das ist so, als ob sie nicht existierten.

Un_bonheurDaraus zog ich die Schlussfolgerung: „Einmal leben – ein Glück – das ist das ganze Glück.“ Und: „Ein zweites derartiges Glück kann es nicht geben.

Mit dieser Aussage hatte ich mich geschützt gegen unerwünschte Annäherungsversuche. Aber sie half mir eigentlich nicht, den Verlust zu verarbeiten. Ich sagte mir immer wieder: „Das Bewusstsein, eine glückliche Zeit erlebt zu haben, macht mich glücklich, denn all die schönen Erinnerungen sind ja noch da.“ Das stimmt bis zum heutigen Tag.

Aber Hans Christian hat auch immer gesagt: „Dreimal ist göttlich.“ Ich war seine dritte Frau. Auf die Frage in einem Interview: „Was war der bisher glücklichste Tag in Ihrem Leben?“ hatte er geantwortet: „Als ich meine jetzige Frau kennenlernte.“ Auf die Frage, welchen Menschen er auf eine einsame Insel mitnehmen würde, meinte er: „Meine Frau.“ Für ihn war es das größte Glück, dass er mich gefunden hatte nach zwei unglücklichen Ehen. „Dreimal ist göttlich!“

Aber wie ist es, wenn man einmal ein großes Glück erlebt hat? Kann man es nicht ein zweites Mal erleben? Ich glaube, das Leben schreibt da andere Geschichten. Wenn ich selber glücklich bin und mich wirklich liebe, dann kann ich diese Liebe auch mit einem neuen Partner teilen.

Louise Hay sagt dazu:
„Das Leben ist ganz einfach. Was ich gebe, kommt zu mir zurück.
Heute entscheide ich mich dafür, Liebe zu geben.“

Die Liebe hört niemals auf. Was ist das, die ewige Liebe?

Vor ein paar Tagen schrieb ich:
Er ist  nicht mehr da. Ich kann nicht mehr mit ihm reden.
Ich spüre keine Gefühle mehr – seine nicht, aber auch meine nicht.
Ich kann ihn auch körperlich nicht mehr spüren.

Einige Menschen haben versucht, mir einzureden, er wäre noch hier, in dem Haus, das mittlerweile mein Haus geworden ist. Und das von Senta, meiner Berner Sennenhündin. Sie prüft jeden Besucher – und zeigt mir sehr schnell, wenn jemand nichts als Liebe meint, wenn er dieses Haus betritt. Senta liebt ihn sofort.

Meine Liebe zu Hans Christian hat ein neues Stadium erreicht: sie ist transzendent geworden. So wird sie ewig bleiben.

Aber die Liebe bleibt …“ heißt es in dem Lied von Nana Mouskouri, das auch im Beerdigungsgottesdienst erklang. Sie bleibt, aber sie verändert sich. Und eine neue Liebe wird möglich. Auch wenn es heißt: un bonheur c’est tout le bonheur – deux, c’est comme n’existait plus.

Die ewige Liebe ist im Reich der Ewigkeit: Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

RoseSchon als meine Mutter 1997 starb, schrieb ich in der Danksagung: „Meine Mutter hat mit Optimismus, Herzlichkeit und Humor das Leben gemeistert. Sie hat mir durch ihr Vorbild Liebe und Kraft für ein ganzes Leben gegeben.“

Und in der Danksagung nach Hans Christians Tod schrieb ich: „Schließlich danke ich meinem Hans Christian für die Liebe, die er mir geschenkt hat, für die Geduld, die ich durch ihn gelernt und die Kraft, die ich durch ihn gewonnen habe. Die Erinnerungen an die glücklichste Zeit meines Lebens mit meiner großen Liebe werde ich nie verlieren.“

In der Trauungszeremonie, beim Versprechen für das gemeinsame Leben, hieß es: „Bis dass der Tod uns scheidet.“ Unser gemeinsames Leben, die glücklichste Zeit meines bisherigen Lebens, hatte bei dem feierlichen Trauergottesdienst am Valentinstag einen würdigen Abschluss gefunden. Hier erklang auch das Lied „Aber die Liebe bleibt“, das wir beide so gerne gemocht hatten:

Zeit wird Raum, aber die Liebe bleibt
Wunsch wird Traum, aber die Liebe bleibt
Wenn uns auch das Leben vieles nahm
Was ich von dir bekam das werd ich nie verlieren
Der Schmerz vergeht, aber die Liebe bleibt
Und gibt der Hoffnung einen Sinn
Was die Welt in goldene Bücher schreibt
Macht nicht wirklich reich, aber die Liebe bleibt
(V. Cosma/ N. Gimble/ M. Kunze)

Was bedeutet das? Was bedeutet die „ewige Liebe“?

Es war Liebe – bis weit über seinen Tod hinaus.
Ich musste die Liebe zu mir selber erst mühevoll lernen.

Und ich sagte mein ganz persönliches Dankeschön:

„Danke, dass Du gegangen bist. Du hast mich verlassen, aber Du bist weiterhin ein Teil von meiner Welt. Dass Du gegangen bist, ist für uns beide das Beste. Für Dich war es gut, weil es Dir nun besser geht dort, wo Du jetzt bist. Und für mich war es auch gut, damit ich mein Leben wieder leben kann. Ich wurde erlöst von der schweren Last – Abschied zu nehmen von Dir, während Du noch da warst. Von der Last der Pflege und der Last, immer optimistisch und positiv gestimmt zu sein, obwohl ich tief in mir oft verzweifelt war.“

Ich bin dankbar, denn das Leben liebt mich, und ich liebe das Leben.

Ich trage die Macht in mir, eine neue positivere Wirklichkeit zu erschaffen. ich habe mein Denken bezüglich Schmerz und Verlust geändert. Das bedeutet nicht, dass ich keinen Schmerz, keine Trauer mehr empfinde. Es bedeutet einfach, dass ich nicht in diesen Gefühlen stecken bleibe. Ich habe mir die Zeit genommen, das Ende dieser Ehe zu betrauern. Erst im Oktober 2015 wurde mir klar, dass diese Ehe endgültig zu Ende war und etwas Neues für mich begonnen hatte.

Jedem Abschied folgt ein Neubeginn.
So zitierte ich aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse:

„Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

Dieser Tage half mir auch ein Text von Louise Hay, die in ihrem Buch „Heile dein Herz“ sagt: „Wir wollen die Liebe ehren, nicht den Schmerz und das Leiden.“ In Zeiten der Sorge können wir neue Hoffnung haben, von Kummer und Schmerz können wir in den Frieden gelangen und unser Herz heilen. Wir müssen nicht bis an unser Lebensende leiden, aber die Heilung geht auch nicht über Nacht.

Das ist wohl wahr – auch ich neigte dazu, in der Vergangenheit, in Trauer und Schmerz verhaftet zu bleiben. Ich habe lange Zeit nicht bemerkt, dass ich eine sehr glückliche Zeit erlebte, dass die Liebe wieder Raum in meinem Leben gewonnen hatte. Irgendwann erkannte ich, was es wirklich bedeutet, wenn man einem Menschen, den man liebt, wünscht, er möge in Frieden ruhen. Er lebt nicht mehr in meiner Welt, aber in einer anderen Welt, wo es ihm gut geht.

Das Leben kann nicht sterben. Seelen sterben nicht. Das Leben hat seinen eigenen Sinn, seinen eigenen Rhythmus. Es verläuft meist nicht so, wie wir es erwarten. Oft bringt es Veränderungen, die uns aus dem eigenen inneren Frieden herausreißen. Wir würden es lieber vermeiden, weil auch die Veränderung Schmerz mit sich bringt. Und wir brauchen viel Geduld, viel Zeit, bis die Seele sich wieder öffnen kann nach dem Schmerz von Verlust und Trauer. Und eines Tages entdecken wir die Wahrheit über das Leben. Egal was geschieht: Ich kann mein Herz heilen. Ich kann wieder lieben. Oder immer noch. Denn die Liebe hört niemals auf.

Ich habe es erfahren, durch Schmerz zum Glück zu kommen, mit Hilfe der Musik. Und ich schrieb in meinem Blogartikel vom 8. August 2015: „Ich glaube allerdings, dass Glück ohne Trauer gar nicht sein kann – nur wer auch die Schattenseiten erlebt hat, kann wirkliches Glück empfinden. Ja, es ist wohl so: Glück wird erst durch Leid zum Glück – und es ist notwendig, dass wir durch den Schmerz gehen, weil wir dann das Leben viel besser annehmen und uns gelassener auf den Moment einlassen können.

Seitdem suche ich immer wieder Orte auf, an denen ich mit meinem Mann glücklich gewesen bin. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit ihm eine solch erfüllte Zeit und all das Schöne erleben durfte. Ich erfahre vieles auf eine neue, aber auch sehr schöne Art und Weise. Das zeigt, dass man selbst nach Leid, Schmerz und Trauer eine neue gute und glückliche Zeit erleben kann.“

Ewige Liebe – bei dem Philosophen Wilhelm Schmid fand ich den Begriff der transzendenten Liebe: „Auf dieser vierten Ebene (nach körperlich, Gefühle, Gedanken) besteht die Liebe darin, nur noch Liebe zu sein. Da jedoch die gewöhnliche Wirklichkeit dabei überschritten wird, kann der ungewöhnlichen Erfahrung der Name der Transzendenz gegeben werden.“ … „Dieser Ewigkeitsmoment, dieses Unsterblichkeitsgefühl ist wohl das Mysterium der Liebe, nach dem viele suchen.“

Das Mysterium der Liebe – das war es offenbar, was mir all die Jahre die Kraft gegeben hat, meinen Mann zu pflegen und zu behüten, bis zu seiner letzten Stunde. Denn von seiner Liebe war oft nicht mehr viel zu spüren …

Wilhelm Schmid spricht von einem Gegenpol zur Dimension der Endlichkeit und Wirklichkeit: Eine unendliche Dimension, die von Energie und somit von Möglichkeiten erfüllt ist.

Und so kreierte ich den Spruch: „Eines Tages fahren wir über das weite Meer in die Unendlichkeit, immer den Sternen nach.“

Erst heute schaute ich wieder am Strand von Fehmarnsund auf das weite Meer und den Horizont, dessen Begrenztheit wir Lebenden nicht erkennen können. Obwohl es dort hinter dem Horzont ein anderes Leben, eine andere Welt geben soll, in der wir die Verstorbenen eines Tages vielleicht wiedersehen können.

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Dankbarkeit – mein Jahr 2015

IMG_0817Wirklich – ich kann mich nicht mehr erinnern, mit welchen Gefühlen ich in das Jahr 2015 gestartet bin. Ich erinnere mich nur an den Silvestertag 2014, als nach 8 Tagen das Telefon wieder ging, ich am Nachmittag Besuch von einer neuen Lektorin bekam, um 21 Uhr den Anruf einer neuen Autorin, bis kurz vor Mitternacht mit einer anderen Autorin über den Sinn einer gemeinsamen Besprechung mit der Lektorin gechattet hatte, um Mitternacht eigentlich ziemlich unglücklich war, das neue Jahr mit einer Diskrepanz begonnen, am zweiten Tag eine mehrstündige, letztlich erfolglose Besprechung mit Lektorin und Autorin durchgeführt hatte, ein paar Tage später das intensive Gefühl hatte, ohne ein professionelles Coaching all das nicht mehr bewältigen zu können. Es gab Buchpläne, aufgrund deren ich eine Lektorenstelle ausgeschrieben, drei Kandidaten probeweise eingestellt sowie einen Vertrag mit einer großen Verlagsauslieferung abgeschlossen hatte. Denn ich hatte das Gefühl, die anstehenden Veröffentlichungen nicht mehr mit den bisherigen Mitteln und Mitarbeitern bewältigen zu können. Und manches davon stellte sich später als Fehlentscheidung unter dem Druck der aktuellen Situation heraus.

Wie meine persönliche Lage am Neujahrstag 2015 war, weiß ich nur noch ungefähr: mein Mann war noch kein Jahr tot, ich war noch voller Trauer, hatte Silvester letztlich alleine verbracht, wurde am Neujahrstag vom Anruf einer mitfühlenden Bekannten geweckt und rief daraufhin eine alleinstehende Bekannte an, weil ich mir erwiesene Wohltaten immer gerne weitergab, telefonierte einige Stunden mit anderen Bekannten, bis ich am Abend ermattet ins Bett fiel – ohne zu mir selber gekommen zu sein. Beim obligatorischen „Traumschiff“ war ich sicherlich eingeschlafen, wie auch heute – nur dass ich am Neujahrstag 2016 den deutlichen Impuls verspürte, noch einen Rückblick auf mein Jahr 2015 zu verfassen, nachdem ich den heutigen Tag ganz nach meinen Wünschen verbracht hatte. Und ich habe heute das Gefühl, zu mir selber gefunden zu haben, seit einigen Monaten wieder glücklich leben zu können.

Anfang Januar sprach ich mit einem Coach über ein Buchprojekt. Am nächsten Tag schrieb ich ihm: „Mein Leben hat sich ja im Laufe des vergangenen Jahres stark verändert, dazu ist mein Verlag, den ich Anfang 2011 gegründet habe, in einer aufregenden Entwicklungsphase. Auch wenn ich schon 62 bin, denke ich, dass ich mit Ihrer Unterstützung und Inspiration noch viel mehr erreichen kann – denn ich liebe den Erfolg!“ Ich lernte, die „Glücksformel“ für mein Leben anzuwenden: „Tue immer mehr von dem, was Dir gut tut. Tue immer weniger von dem, was Dir nicht gut tut.“ Mir ging es darum, wie ich mein Leben mit meinem Verlag (und meinem Hund) so schön gestalte, dass ich möglichst viel Spaß an allem habe: An der Arbeit, den Autoren und Lektoren, den Büchern, meinem eigenen Schreiben – und dem sonstigen Leben.

In den nächsten Monaten folgten Niederlagen und Höhepunkte in meinem Leben als Verlegerin: Schöne Erfolge mit einigen Büchern, finanzielle Misserfolge, das Gefühl, ausgenutzt worden zu sein, ein Buchprojekt, das mich emotional sehr viel Kraft kostete, Vertragsauflösungen, die für mich oft einen Tiefpunkt bedeuteten – und schließlich das Gefühl, eigentlich nie die eigenen Wünsche und Bedürfnisse erfüllen zu können, weder in Bezug auf Buchprojekte noch in Bezug auf das private Leben.

Nur ganz wenige Wegbegleiter waren immer für mich da: Meine „Hundefreundin“ mit ihrer Jenny begleitete mich auf vielen Spaziergängen und nahm meine Senta bei sich auf, als ich ab Ende April mehrfach nach Bamberg zu meinem früheren Zahnarzt fuhr und im September in der Uniklinik war. Mein ältester Freund half mir in vielen juristischen Fragen, meine erst 2013 gefundene Familie aus Hamburg machte sogar Urlaub in Neujellingsdorf und war eigentlich immer für mich da. Und meine Berner Sennenhündin Senta wurde zu meiner geliebten Seelengefährtin – sie half mir in den Tagen der Trauer und machte mir insgesamt viel Freude, allerdings zeigte sie mir auch, dass sich das Leben nicht so schnell weiter entwickelte, wie ich es mir oft wünschte. Ich hatte Geduld zu lernen.

Ich trennte mich im vergangenen Jahr von einigen Menschen. Es gab heftige Erschütterungen, krisenhafte Zeiten und viele schlaflose Nächte. Ich lernte, mich für bestimmte Wege zu entscheiden, auch wenn es nicht immer besonders angenehm war. Heute, am Neujahrstag 2016, spüre ich viele Veränderungen, die ich nie durchlebt hätte, wenn ich nicht so viele positive und negative Erfahrungen gemacht hätte. Gewiss hätte ich mir einige Erlebnisse ersparen können, aber erst durch die Schwierigkeiten, die ich überwunden habe, bin ich zu dem Menschen geworden, der ich heute bin.

Insofern bin ich allen Menschen dankbar, denen ich im letzten Jahr begegnet bin – egal ob es beglückende und erfüllende Erfahrungen waren oder Konflikte, die letztlich zur Trennung geführt haben.

Ich habe gelernt, dass die schlimmste Enttäuschung über einen Menschen niemals so schlimm ist, dass ich nicht mehr an mich selber glauben kann. Finanzielle Einbußen, die aufgrund falscher Einschätzung von Menschen und Situationen entstanden sind, beeinträchtigen mein Leben kaum, denn sie stellen für mich eine Herausforderung dar, es nunmehr besser zu machen. Und so kann mich ein finanzieller Rückschlag nicht mehr erschüttern – habe ich doch die Gewissheit, aus jeder Situation wieder herauszufinden und meinen Zielen näherzukommen.

„Wenn sich eine Tür schließt, so öffnet sich eine andere“, diese Erfahrung habe ich mehrfach im vergangenen Jahr gemacht. Nicht nur in Bezug auf Mitarbeiter in meinem Verlag, sogar im ganz persönlichen Bereich von Familie und Freunden habe ich das erlebt: Ich habe nach ca. 60 Jahren eine Cousine wiedergefunden, die wie eine Schwester für mich ist. „Du bist ein Glücksfall für mich“, sagte sie mir erst kürzlich. Was kann es Schöneres geben, als ein „Glücksfall“ für einen anderen Menschen zu sein. Ich habe neue Freunde gefunden, die mich unterstützen und begleiten – das ist etwas, was ich in den letzten Jahren selten erlebt habe. Zwar war die Liebe zu meinem verstorbenen Mann groß gewesen, doch ich hatte in den letzten Jahren die ganze Verantwortung für ihn und unser Leben übernommen.

Seit Ende 2008 hatte ich Schweres zu tragen und war stark geworden – nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich, im wahrsten Sinne des Wortes. Und so habe ich seit September 2014 insgesamt ca. 20 Kilo abgenommen, ohne Diät und bei einem Leben mit Genuss. Ich fühle heute eine große Leichtigkeit, in Bezug auf mein Gewicht und mein Leben. Ende 2015 bekam ich die Anregung, noch einmal Klavierunterricht zu nehmen. Schon seit einigen Monaten hatte die Musik wieder einen großen Stellenwert in meinem Leben bekommen – daraus hat sich eine ganz neue, ungewohnte Lebensqualität entwickelt. Ich laufe täglich mit Senta, meiner Berner Sennenhündin, meist 8-10 km, fast jeden Tag zum Meer, und diese täglichen Impressionen von Sonnenuntergängen, frischer Luft und dem Blick aufs Meer wirken sich positiv auf meine Gesundheit aus.

Im Sommer fuhr ich das erste Mal in die Berge, nach Seefeld/Tirol, wo ich auch über Weihnachten einige Tage verbracht habe. Mehrfach war ich in Bamberg, wo ich früher einige Jahre gewohnt habe und nun noch meinen damaligen Zahnarzt besuche. Die Behandlung wäre längst abgeschlossen, wenn ich nicht im September gestürzt wäre und mir einen vierfachen Unterkieferbruch zugezogen hätte. Die damit verbundenen 12 Tage in der Uniklinik hatten die Konsequenz, dass ich mir meiner positiven Einstellung und meines unbedingten Willens zum Gesundwerden bewusst wurde. Ich lief auf dem Klinikgelände jeden Tag ca. 8 km und war – trotz heftiger Blutergüsse im Gesicht – kurz nach der Entlassung in der Lage, zu einem Konzertbesuch nach Berlin zu fahren.

Außerdem machte ich die Erfahrung, dass Senta ein paar Tage alleine zu Hause bleiben konnte, versorgt vom Tierservice, und ich fortan auch mal kleinere Reisen planen konnte. So fuhr ich im November nach Düsseldorf, um Sonja Volk, eine Autorin meines Verlages bei ihrer Vorstellung ihres Buches Gedankenpower in einer großen Buchhandlung zu erleben. Danach konnte ich meine Freunde in meinem ehemaligen Wohnort am Niederrhein besuchen – erstmals nach mehr als vier Jahren. Nach der Rückkehr plante ich dann meinen Weihnachtsurlaub in Seefeld.

Mehr und mehr lernte ich auch, mich von Menschen zu verabschieden, die mir nicht gut taten. Ich lasse mich von niemandem mehr unterkriegen und bin nicht mehr bereit, etwas für Menschen zu tun, die das nicht würdigen. Einige Male habe ich die Zusammenarbeit aufgekündigt, ohne Angst vor den Konsequenzen. Ich kann gut loslassen, es bereitet mir keinen Schmerz mehr, denn die entstandenen Spuren sind jedes Mal Wege in eine bessere Zukunft. Mein unerschütterlicher Optimismus, mein positives Denken, meine grundsätzliche Überzeugung vom Guten im Menschen und mein Vertrauen in jeden Menschen, mit dem ich zu tun habe, helfen mir dabei. Und so habe ich im vergangenen Jahr trotz einiger Rückschläge auch große Erfolge erlebt.

Mein Autorenseminar auf Fehmarn war ein solcher Erfolg, dem in diesem Jahr mehrere weitere Seminare folgen werden. Ich erlebe einen stetigen Zuwachs an Bekanntheit in den sozialen Netzwerken, viele schöne Kontakte sind entstanden, viele Buchprojekte geplant worden. Und so finden auch meine eigenen Texte mehr und mehr Anklang bei immer mehr Menschen. Darüber bin ich besonders glücklich, war es doch von Anfang an mein Ziel, durch meinen eigenen Verlag positive Gedanken für ein positives Leben zu verbreiten. Ich möchte Menschen und (angehende) Autoren anregen und inspirieren zu einem guten Leben und guten Büchern. Mein Buch „Der Traum vom eigenen Buch“ hat sich zu einem heimlichen Bestseller meines Verlages entwickelt und bringt mir auch im Buch-Coaching-Bereich immer wieder neue Kunden.

Und schließlich entwickelt sich mein ursprünglich geplanter Schwerpunkt „Musik“ in meinem Verlag: Nachdem ich zu Weihnachten 2014 meine Dissertation neu publiziert hatte, kam im Herbst 2015 mein erstes Fachbuch neu heraus, und im nächsten Jahr sind gleich mehrere Veröffentlichungen im Musikbereich geplant. Ich habe meine Websites neu gestaltet und von einem professionellen Webmaster einrichten lassen. Seit Februar werden die Bücher von einer Verlagsauslieferung verschickt, die alle Bestellungen abwickelt. So bin ich weitgehend vom Paketepacken und Schreiben von Rechnungen befreit. Ich arbeite mit mehreren großen Druckereien zusammen und lasse zunehmend größere Auflagen unserer Bücher herstellen. Diese Investitionen werden sich hoffentlich in 2016 auszahlen.

In diesen Tagen ziehe ich mit fast 5000 Büchern meines Verlages um zu einer neuen, kleineren Verlagsauslieferung – ich habe mich dafür entschieden, um für die Zukunft bessere Möglichkeiten zu haben, auch wenn es dadurch im Vorweihnachtsgeschäft einige Einbußen gegeben hat. Aber ich habe gelernt, dass finanzielle Einbußen durchaus positive Nebenwirkungen haben können. In der neuen Verlagsauslieferung erfahre ich bereits jetzt eine individuelle Betreuung durch den Chef und die Mitarbeiter. Ich habe gelernt, mich zu entscheiden, für oder gegen Dinge und Menschen, auch wenn es unangenehm ist. Und so sehe ich voller Zuversicht dem fünfjährigen Verlagsjubiläum am 11. Februar 2016 entgegen.

In den letzten Tagen des alten Jahres habe ich mir darüber Gedanken gemacht, worauf es in meinem Leben wirklich ankommt, was ich noch erreichen möchte, was und wer mir wirklich wichtig ist, was und wer nicht mehr zu mir gehört. Dieser letzte Punkt war am schwierigsten für mich, erfordert er doch einige Konsequenzen. Die Überlegung aber, was für mich wirklich Sinn ergibt, klärt vieles, was ansteht. Mir geht es darum, meinen Verlag weiter zu entwickeln und positive Gedanken für ein positives Leben zu verbreiten. Ich möchte Menschen helfen, besser zu leben, auch durch mein Vorbild.

Meine Wünsche für 2016 im persönlichen Bereich sind: Gesund und fit zu bleiben, Musik zu machen und zu hören, richtig gut Klavier spielen zu lernen, Zeit für mich und für mein Leben zu haben, meine eigenen Bücher endlich schreiben zu können, Urlaub zu machen an den für mich schönsten Orten der Welt, die Beziehungen zu den Menschen zu pflegen, die mir am nächsten sind. Ich halte es mit Louise Hay, die gesagt hat:

„Das Leben ist ganz einfach.
Was ich gebe, kommt zu mir zurück.
Heute entscheide ich mich dafür, Liebe zu geben.“

Nun ist das neue Jahr inzwischen schon mehr als 24 Stunden alt – es war mir ein Bedürfnis, meinen ganz persönlichen Jahresrückblick aufzuschreiben. Vor allem aber auch, meine Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, den Menschen gegenüber, die mich im vergangenen Jahr 2015 begleitet, ermutigt und immer wieder zum Weitermachen motiviert haben, denn Aufgeben war niemals eine Option für mich.

Ich bedanke mich bei Ihnen, den Lesern meines Blogs für Ihr treues Folgen und Ihre zahlreichen Kommentare und Mails. Ich freue mich, wenn Sie auch im Jahr 2016 weiter dabei sind.

Für das neue Jahr 2016 wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, vor allem Glück und Gesundheit.

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