Frohe Ostern!

Zu meinem letzten Blogartikel „Leben ist mehr“ schrieb mir eine Leserin: „Die Mischung aus persönlichen, privaten und beruflichen Aspekten gefällt mir sehr gut.“ Und ich habe geantwortet: „Ich habe ja nur ein Leben, das ist nicht getrennt nach Privatleben und Beruf – gerade jetzt habe ich das Gefühl, dass alles ineinander greift und sich harmonisch ergänzt.“

Und so zeigt mein Osterfoto diesmal mein persönliches Ostergesteck auf dem Tisch in meinem Arbeitsbereich. Hier liegen die wichtigsten Neuerscheinungen meines Verlages: Der Roman „Der Austauschsoldat“ bzw. im englischen Original „The Exchange Soldier“ von Yusuke Yahagi und mein neuer Kalender „Impressionen von der Sonneninsel Fehmarn 2018“, der rechtzeitig zu Ostern eingetroffen ist. Daneben erinnert mich der Verlagsflyer Frühjahr 2017 daran, dass noch nicht alle geplanten Bücher erschienen sind – dafür gibt es aber bereits eine Reihe von neuen Buchprojekten – für den nächsten Flyer.

„Dr. Verlegerin“ – ein neuer Titel, der mir gestern durch Yusuke Yahagi verliehen wurde. Neulich schrieb mir eine neue, junge Autorin „Hallo meine Lieblingsverlegerin“. All das macht Freude und motiviert mich zu besonderem Engagement. Ich arbeite mit positiven Menschen zusammen, die unsere Welt mit ihren positiven Gedanken ein bisschen besser machen wollen. Allerdings kann nicht jeder bei mir mit seiner Buchidee landen – ich habe inzwischen deutlich NEIN sagen gelernt. Und das macht mich nur noch glücklicher.

Kurz vor meinem 65. Geburtstag – das ist der Zeitpunkt, an dem man normalerweise in den sogenannten „Ruhestand“ geht – bin ich mit einem Buchautor, dem japanischen Herzchirurgen Yusuke Yahagi aus Texas und seiner Frau April Yahagi unterwegs auf einer achttägigen Lesetour durch Deutschland. Statt in den Ruhestand zu gehen, mache ich einen weiteren großen Schritt in der Erfolgsgeschichte meines Verlages: wir werden international!

Am 11. Mai 2017 beginnt unsere „Deutschland-Tournee“ mit der Buchvorstellung im Literaturhaus der Bundeshauptstadt Berlin. Dr. Yusuke Yahagi wird auf deutsch selbst aus seinem Buch lesen und in einem Interview mit mir, seiner Verlegerin Dr. Beate Forsbach über die Entstehung des Buches berichten.

Es folgen Veranstaltungen im Café Jedermann in Burg auf Fehmarn (13. Mai 2017), im Café Kuchenstund in Hamburg-Niendorf (15. Mai 2017), in Häckers Grandhotel in Bad Ems (16. Mai 2017), in der Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt Tenri in Köln (17. Mai 2017). Mit der letzten Buchpräsentation am Donnerstag, 18. Mai 2017 wird die Israelitische Kultusgemeinde Bamberg gleichzeitig ihre 2. Jüdischen Kulturtage Bamberg eröffnen.

Es wird eine Reise mit Freunden zu lauter Freunden in Berlin, Fehmarn, Hamburg, Bad Ems, Köln und Bamberg! Ich lade Euch alle herzlich dazu ein. Bitte kommt zu einer unserer Veranstaltungen – so könnt Ihr Yusuke Yahagi persönlich kennenlernen, aber auch mich und unser Verlagsmaskottchen Senta.

Hier auf unserer Verlagswebsite könnt Ihr noch mehr über das Buch und den Autor erfahren: www.edition-forsbach.de/

Es ist schön für mich, gestern am Karfreitag, so kurz vor Ostern – neben all den beruflichen Erfolgen mit dem neuen Buch und der bevorstehenden Lesetour – auch das ganz kleine Glück erleben zu dürfen: am kleinen Strand mit Martina und ihrer Familie, mit Winni, Lena und Christina, sowie den beiden glücklichen Hunden Senta und Luna.

Die Familie möchte so gerne ans Meer ziehen, auf unsere schöne Insel. Und ich kann das gut verstehen.

Das Meer ist sehr wichtig für mich, das spüre ich immer wieder. Hier kann ich laut singen, sprechen, denken und auch weinen, hier kann ich übers Meer schauen dorthin, wohin uns einige geliebte Menschen vorausgegangen sind. So bekam ich am Tag nach meinem Blog „Leben ist mehr“ die traurige Nachricht, dass mein alter Schulleiter und Deutsch-, Philosophie- und Englischlehrer Dr. Hermann Heyder kurz nach seinem 95. Geburtstag verstorben war. Zum Glück hatte ich ihn noch im Januar besucht und mit ihm einige schöne Stunden verbracht. Dafür und für alles, was er in über 50 Jahren für mich getan hat, bin ich sehr dankbar. Bei der Messe im Xantener Dom stand dieser Spruch des Heiligen Augustinus im Mittelpunkt der Predigt:

Auferstehen ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken unsere Liebe.

Und das passt doch richtig gut zu Ostern. Es ist nun schon mein viertes Osterfest, das ich alleine mit Senta feiere. Ich bin sehr dankbar, dass es uns so gut geht. Seit Jahren feiere ich Ostern als Zukunftsfest und bedenke die Pläne und Ziele für die Zukunft. Anders als sonst sind es aber in diesem Jahr die Begegnungen mit lieben Menschen, schon in der Karwoche und auch zu Ostern, mit denen ich über ihre und unsere Pläne und Ziele sprechen kann. Und auch über unsere Träume!

Denn eigentlich ist alles ganz einfach: Das Leben liebt mich und Dich und Dich  …, und es wird schon dafür sorgen, dass das Richtige zur rechten Zeit eintrifft. Du musst nur ganz fest daran glauben und es Dir nur immer wieder vorstellen!

Ich wünsche allen Freunden und Lesern meines Blogs ein frohes Osterfest!

Frohe Ostern

Frohe OsternHeute am Ostersamstag begann ich ein neues Buch-Coaching – es ist immer wieder schön für mich, einen solchen Neubeginn zu erleben: Wenn der Autor voller Spannung und Neugier ist, obwohl er noch gar nicht ahnen kann, was ihn als Buchautor alles erwarten wird.

Ich erinnerte mich an meine allererste Buch-Coaching-Kundin Laura Lüdtke, der ich geholfen hatte, ihren Traum vom eigenen Buch zu erfüllen. Sie hatte mir eine Tischdecke geschenkt, weil ihr Sohn als Markthändler mit Tischdecken handelte. Und sie wollte mich damals unbedingt bezahlen für das Buch-Coaching – dabei hatte ich es aus Freundschaft gemacht und traute mich gar nicht, dafür Geld zu verlangen. Denn Laura Lüdtke gehörte zu den sogenannten „kleinen Leuten“ – mit ihr machte ich die Erfahrung, dass die „kleinen Leute“ oft einfach auch besonders glückliche Leute sind. Eines ihrer schönsten Gedichte:

Glücksmomente sind:
Die kleinen
Augenblicke dazwischen
Eine Wolke segelt
Musik dudelt
Ein Blick
Eine Berührung
zu spüren
und ahnen
in welchem Elfenbeinturm
aus Frieden
und Wohlstand wir leben.
Glücksmomente sind
in Kinderaugen zu schauen.
Den blauen Himmel sehen,
sich an der Schönheit
einer am Wegesrand
wachsenden Blume
zu verlieren.
Trost von Freunden zu empfangen
und Tränen trocknen.
Lachen,
das unser Herz erfreut!
(Laura Lüdtke, 1937-2009)

Jedes Jahr zu Ostern lege ich die Tischdecke auf, die Laura mir damals geschenkt hat.

IMG_9435 Hier auf unserer schönen Sonneninsel war heute wundervolles Frühlingswetter – ich war am Südstrand, wo ich so viele Jahre lang schöne Zeiten verbracht hatte.

IMG_9407Am Nachmittag machte ich einen schönen Ostersamstagspaziergang mit Senta, die freudig an den Osterglocken schnüffelte, die hier im Dorf an den Straßenrändern blühen.

IMG_2943Es ist mein drittes Osterfest, das ich alleine mit Senta feiere. Ich bin sehr dankbar, dass es uns so gut geht. Seit Jahren feiere ich Ostern als Zukunftsfest, und auch diesmal habe ich Pläne und Ziele für die Zukunft.

Vor einem Jahr knackte es kurz nach Ostern in meinen Zähnen – seitdem fahre ich immer wieder nach Bamberg, zu meinem früheren Zahnarzt. Dieses Jahr nun bin ich gesund zu Ostern – und freue mich auf alles, was noch kommen wird. Neulich, am 70. Geburtstag einer Internetfreundin, habe ich mir etwas gewünscht, was ich bis zu meinem 70. Geburtstag am 20.5.2022 erreicht haben möchte. Denn zum 64. Geburtstag dieser Freundin hatte ich mir gewünscht, bis zu meinem 64. Geburtstag auf Fehmarn zu leben – dieses Ziel habe ich schon seit über 5 Jahren erreicht, obwohl ich noch nicht 64 bin.

Eigentlich ist alles ganz einfach: Das Leben liebt mich, zumindest habe ich den Eindruck, und es wird schon dafür sorgen, dass das Richtige zur rechten Zeit eintrifft.

Edition Forsbach_Z-3Ich wünsche allen Freunden und Lesern meines Blogs ein frohes Osterfest!

Lebe die Melodie deines Lebens

IMG_9385Ein herrlich stürmischer Tag ist das heute auf unserer Sonneninsel.
Der Wind hat mich gerade auf dem Spaziergang so richtig durchgepustet und mich an mein Lebensmotto erinnert:

„Fliegen kannst Du nur gegen den Wind“

Leider kann ich das Lied „Gegen den Wind“ von Reinhard Mey, das mich vor einigen Jahren vor meinem 60. Geburtstag inspiriert hat, nicht im Internet finden. Hier ist der Text: http://www.songtexte.com/…/rei…/gegen-den-wind-7bef5224.html

Beim Stöbern auf meinem Computer finde ich dazu einen Text, den ich Ostern 2012 geschrieben habe. Den möchte ich Euch heute zum Lesen geben:

Lebe die Melodie deines Lebens

Habe den Mut,
der Stimme deines Herzens zu folgen,
und lebe dein Leben so, wie du es haben willst.
(Dr. Doris Wolf: Lebensfreude-Kalender, Blatt 9/2012)

Neben unserem Badezimmerspiegel hängt der Lebensfreude-Kalender, und da lese ich zur Zeit jeden Morgen und jeden Abend: „Folge der Stimme deines Herzens.“ Aber wie klingt sie denn eigentlich, die Stimme meines Herzens? Und welches Lied singt sie, was für eine Melodie kann ich da hören? Das sind Fragen, die mich seit geraumer Zeit bewegen – vielleicht im Hinblick auf meinen baldigen „runden“ Geburtstag. Im Mai werde ich 60, und dieses „magische Datum“ lässt mich über mein Leben nachdenken.

Welche Ziel habe ich eigentlich, was ist der Sinn meines Lebens, was will ich im Leben noch erreichen, habe ich meine Berufung gefunden? Das sind Fragen, die mir immer wieder durch den Kopf gehen. Und immer wieder denke ich darüber nach, was mich auf meinem bisherigen Lebensweg dahin geführt hat, wo ich heute bin. In mir entstand der Wunsch, meine Lebenserinnerungen zu schreiben, um die Melodie meines Lebens zu finden.

Vor vier Jahren beschrieb ich in meinem Buch „Leben ist mehr – Lebenskunst lernen beim Älterwerden“ meine Gefühle und Gedanken an meinem 55. Geburtstag. Seit meinem 50. Geburtstag hatte sich viel verändert, wir waren vom Niederrhein nach Bamberg gezogen. Wir hatten Pläne und Wünsche für unseren Alterswohnsitz, wollten die Kultur genießen, die schöne Umgebung, und die Nähe zu den Bergen. Ein Hotel in Tirol und eines in den Dolomiten wurden unsere Stammquartiere.

Aber immer war da auch Fehmarn mit unserer kleinen Wohnung am Meer – wie ein Kontrapunkt zu unserer Lebensmelodie. Oder ein Leit-Motiv, ein Thema der Melodie unseres Lebens? Irgendwann begann ich zu spüren, wie wichtig das Meer für mich ist. Und ganz allmählich wurde aus dem Motto „Leben ist mehr“ die Melodie „Leben ist Mee(h)r“.

Unser Leben hatte sich stark verändert, die Krankheit meines Mannes hatte unsere Pläne für das Älterwerden über den Haufen geworfen. Und ohne lange nachzudenken ergab sich im Sommer 2010 eine erneute große Veränderung, der Umzug an die Ostsee. So werde ich meinen 60. Geburtstag im eigenen Garten unseres Hauses in Neujellingsdorf auf Fehmarn feiern – einem Dörfchen mit nur wenigen Einwohnern. Dabei hätte ich mir niemals träumen lassen, eines Tages auf dem Lande zu leben, ganz in der Nähe der Ostsee. Ich hätte niemals daran gedacht, meinen Mann einmal pflegen zu müssen und außerdem einen Berner Sennenhund großzuziehen.

Immer wieder frage ich mich nach der Stimme meines Herzens, versuche die Melodie meines Lebens zu hören und mitzusummen. Was leitet uns eigentlich, wenn heftige Stürme in unserem Leben aufkommen, wenn Veränderungen nicht nur gewünscht, sondern notwendig werden? Ich bin in jenem Sommer vor zwei Jahren durch das Schreiben darauf gekommen, was die Melodie meines Lebens ausmacht. Die Blogs „Strandallee – Ein Weg zum Glück“ fanden viele Hundert Leser, die mich mit ihren Zuschriften und Kommentaren unterstützten, meine eigene Melodie zu finden.

Manchmal meinen wir, ein Ton störe in der Melodie unseres Lebens. Wir verändern die Melodie, lassen den störenden Ton einfach aus und suchen neue Motive. Doch irgendwie ist die Melodie nicht unsere, und in unserem Leben gibt es Probleme. Die Arbeit geht nicht von der Hand, die Beziehungen verändern sich, wir werden krank.

Wenn wir den Mut haben, der Stimme unseres Herzens zu folgen, können wir die Melodie unseres Lebens finden. Der vermeintlich störende Ton ist gerade das Besondere in dieser Melodie. Mit einem Male spüren wir Harmonie und einen Rhythmus, in dem wir uns glücklich fühlen. Wir summen die Melodie, als hätten wir nie etwas anderes getan. Unser Leben verläuft ohne Probleme, wir meistern alle Schwierigkeiten, unsere Beziehungen verbessern sich, wir bleiben gesund.

Für mich wurde aus der Melodie „Leben ist Mee(h)r“ das Lied „Bücher & Mee(h)r auf Fehmarn“, das nun zum Motto meines Verlages „Edition Forsbach“ geworden ist. Durch das Schreiben kommen wir der Melodie des eigenen Lebens auf die Spur, beim Schreiben hören wir die Stimme unseres Herzens und entwickeln Wegweiser, um unser Leben so zu leben, wie wir es haben möchten.

Letztes Wochenende ist eine Buch-Coaching-Kundin angekommen, die nun ein paar Wochen hier am Meer wohnt, ein Buch schreibt, sich beim Schreiben ihres Buches im Buch-Coaching beraten lässt und an meinem nächsten Seminar „So schreiben Sie Ihr Buch“ teilnehmen wird. Sie liebt das Meer und die Insel Fehmarn, die sie „Sonnenglücksgefühlinsel“ nennt. Sie ist dabei, die Melodie ihres Lebens zu finden, und es kann sein, dass sie hier auf Fehmarn leben möchte.

Vielleicht bekommst Du Lust, die „ Sonnenglücksgefühlinsel“ ebenfalls kennenzulernen – in einem Urlaub oder in einer mehrwöchigen Auszeit, um die Melodie Deines Lebens zu finden und vielleicht darüber ein Buch zu schreiben.

Ich bedanke mich für die vielen lieben Ostergrüße und wünsche Euch ein schönes Osterfest.

Herzliche Grüße von der Sonneninsel Fehmarn
Eure Beate Forsbach

PS: Diesen Text schrieb ich für meinen letzten Newsletter „Leben ist mehr“. Er fand sehr großen Anklang, und so möchte ich ihn hier anstelle von individuellen Ostergrüßen einstellen.  (Dr. Beate Forsbach – 7. April 2012)

Ostern – ein Zukunftsfest

IMG_6982Vorhin fand ich ein altes Kalenderblatt, auf dem vorgeschlagen wird:
„Machen Sie Ostern zu Ihrer Zukunftsfeier! Gehen Sie nicht in Gedanken zurück, was Sie hätten anders machen sollen. Feiern Sie stattdessen mit Ihrer Familie und Ihren Freunden, was noch alles vor Ihnen liegt. Trinken Sie auf das Kommende, planen und träumen Sie, und zwar großzügig, mit einem weiten Herzen.“ (Kalender simplify your day, 11. April 2009)

Ich bin dankbar für die vielen Impulse, die ich in den letzten Wochen erhalten habe: Von wohlmeinenden Freunden, aber auch von Menschen, die mir eher nicht gut getan haben.
„Sei auch immer dankbar für alle Erfahrungen!“, schrieb mir diese Woche eine junge Freundin. Ja, ich bin dankbar, auch für die eher negativen Erfahrungen, die ich gemacht habe.

Aus all diesen Erfahrungen, den guten und den weniger guten, schöpfe ich Kraft und Ideen für die Zukunft. Auch aus der Erfahrung einer nunmehr seit vier Wochen andauernden Erkältung mit unangenehmen Begleiterscheinungen erwachsen mir neue Kräfte, Zuversicht und Hoffnung. Und der Entschluss, was zu ändern ist. Denn jede Krankheit ist ein deutliches Hinweisschild in Richtung Leben – auch eine vergleichsweise „harmlose“ Erkältung.

Heute hatte ich eine schöne Begegnung mit einem jüngeren Ehepaar, das sich eine ganz einfache Lebensphilosophie zurecht gelegt hat: „Was wollen wir? Wir wollen glücklich und gesund leben und dabei mindestens 90 Jahre alt werden. Wir wollen nicht unbedingt reich werden, sondern so viel haben, dass wir gut leben können und auch noch Freude dabei haben. Und wir wollen in einer schönen Umgebung leben.“

Ich kann das nur unterstreichen, was will ich mehr? Ich lebe bereits auf der (für mich) schönsten Insel der Welt, bin glücklich und (weitgehend) gesund – also tue ich jetzt etwas daran, wieder ganz gesund zu werden. Dazu gehört aber die Besinnung über die Frage, was ich eigentlich wirklich will. Und vor allem auch, was ich nicht will.

Ich habe heute meine „Wunschliste“ gelesen, die an meinem Bücherregal hängt:
– Gesund bleiben
– mit Senta Autofahren
– Urlaub in Armentarola mit Senta
– Musik machen
– Zeit zum eigenen Schreiben
– mein Musikbuch
– Zeit für mich!

Aus diesen persönlichen Wünschen ergibt sich, wie ich die Zukunft meines Verlages plane und träume. Aber darüber schreibe ich heute nichts – denn das Zukunftsfest werde ich erst ab morgen feiern!

Ich wünsche allen Freunden und Lesern meines Blogs ein frohes Osterfest!

Ostern – ohne Dich

IMG_1885Das war mein erstes Ostern ohne Dich – das erste Mal in meinem Leben, dass ich ganz alleine war. Aber ich war nicht einsam. Und außerdem ist Senta ja immer bei mir. Ich hatte mir ganz fest vorgenommen, dieses Osterfest als Zukunftsfest zu feiern und nicht traurig zu sein. Stell Dir vor, es war ein wundervoller Frühlingstag – wolkenloser blauer Himmel, alles grün und gelb, weil der Raps bereits blüht. In unserem Garten blüht und grünt es. Die drei Apfelbäumchen und der Pflaumenbaum, die wir erst im vorigen Jahr gepflanzt haben, haben die ersten grünen Triebe. Auch die beiden Johannisbeer- und die beiden Himbeerbüsche, ebenfalls erst im vorigen Jahr gepflanzt, sind schon schön grün. Die Welt erwacht zu neuem Leben!

IMG_1883Am Samstag habe ich Ostereier gefärbt, wie in all den Jahren mit Dir. Ich erinnerte mich an unser erstes gemeinsames Osterfest vor 16 Jahren, als Du zu mir nach Fehmarn kamst. Ich war so stolz, dass ich schöne frische Landeier direkt vom Bauernhof besorgt hatte. Du aber warst ziemlich „sauer“, weil Du sagtest, braune Eier kann man nicht färben. Ich fand, dass sie dann doch ganz schön aussahen. Mir fiel sogar ein, dass in dem Blumentopf mit den Osterglocken, der auf dem Tisch meiner Ferienwohnung stand, ein kleiner Wurm war. Du nahmst das mit Ruhe und sagtest: auch der kleine Wurm möchte doch leben! Und so war unser Osterfest sehr schön, wie all die anderen, die dann folgten. Übrigens bin ich am Donnerstag noch in verschiedenen Geschäften gewesen, um Ostereierfarben und weiße (!!) Eier zu bekommen!

IMG_1910Am Sonntag nahm ich an der wunderbaren Feier „Mit Luft und Liebe und mit Lindloff“ in der Kirche von Landkirchen teil, wo das seit Jahrzehnten verschollene Bild des Pastors Lindloff (18. Jht.) frisch restauriert an die Gemeinde übergeben wurde. Vor der Kirche spielte der Bläserchor, die Musik schallte durch das Dorf und ich ging freudig dorthin. Zu Beginn trug der Pfarrer die große Osterkerze durch die Kirche, gefolgt vom Ehepaar Meussling mit dem verhüllten Bild und den Kleinen vom Kinderchor.

Pfarrer Kark-Carlson hatte die Rose als Symbol der Liebe ausgewählt – ich fühlte mich an die Trauerfeier zu Deiner Beerdigung erinnert, wo mich die Pracht der roten Rosen mit dem weißen Flieder getröstet hatte.  Ein großer Rosenstrauch stand in einer Schubkarre bereit, er soll an die Heimkehr des Bildes erinnern, er wurde  nach dem Gottesdienst neben dem Haupteingang der Kirche eingepflanzt und auf den Namen „Lindloff-Rose“ getauft.RoseDas Bild des Pfarrers Lindloff war vor langer Zeit abhanden gekommen. Der Pfarrer  Rüdiger Meussling aus Plötzky in Sachsen-Anhalt hatte das Bild 2008 bei Ebay ersteigert, seine Frau Anna-Maria hat es restauriert. Dann haben sie recherchiert, wer der abgebildete Lindloff war. Er war 45 Jahre lang Pastor in Landkirchen und ist dort begraben. Und nun ist das Bild zurück gekehrt und hängt wieder über der Grabstelle von Lindloff. Das Ehepaar Meussling bekam zum Dank einen kleineren Rosenstrauch geschenkt. Sogar dänische Nachkommen des Pfarrers Lindloff waren bei dieser feierlichen Übergabe anwesend!

Es wurden Osterlieder gesungen, es gab Musik mit den Kinderchören und dem Bläserchor, und dann wurden Rosen für jeden Gottesdienstbesucher verteilt. Ich bekam zwei, und brachte eine davon auf Dein Grab, das ja ganz in der Nähe der Kirche ist. Dann traf ich meine Chorfreundin mit ihrem Mann – wegen dieser Feier in Landkirchen hatten wir nicht in der Kantorei in Burg mitgesungen. Sie nahmen mich mit ins Pastorat – im Garten suchten die Kleinen Ostereier und drinnen gab es Kaffee und Kuchen für alle. Das Ehepaar aus Magedeburg berichtete über die Restaurierung des Bildes und erzählte von der Situation ihrer Kirche während der DDR-Zeiten.

So war ich erst gegen Mittag wieder zu Hause, wo Senta mich sehnlichst erwartete. Ich ging in den Garten und schnitt einige Zweige, die ich mit der Rose in eine Vase stellte. Ich hängte die Ostereier aus Glas an, auf die meine Mutter einst liebevoll winzige Bildchen gemalt hatte. Schon viele Jahre hatte ich sie nicht mehr ausgepackt. So war meine Mutter auch ein wenig anwesend an diesem Ostersonntag.

IMG_1853Der Tisch war schön gedeckt und Senta saß wie immer auf Deinem Platz. Sie mag auch Ostereier, aber beim „Eierkippen“ konnte sie nicht mithalten, dafür sind ihr Pfoten zu dick.

IMG_3748Den Osterkuchen mochte Senta natürlich auch, den ließen wir uns nach unserem Osterspaziergang auf der Terrasse schmecken.

IMG_1923IMG_1893Am Abend gab es – wie jedes Jahr am Ostersonntag – Lammkoteletts mit Ofenkartoffeln und grünen Bohnen. Mutig hatte ich mir vier Koteletts gekauft, zum Glück hat Senta mir beim Essen geholfen.

IMG_1936Am Abend fiel mir plötzlich ein, nach den Fotos von unserem Zukunftsfest vor fünf Jahren zu suchen. Und dabei fand ich ein kleines Filmchen, das ich mit meinem damals neuen iPhone um Mitternacht an meinem Geburtstag in unserer Strandwohnung aufgenommen hatte. Du hast da so liebevoll Deine Glückwünsche gesprochen und mit mir angestoßen – dieses Filmchen werde ich mir beim nächsten Geburtstag einfach vorspielen!

Nach einem schönen Film im Fernsehen fiel mir kurz vor Mitternacht plötzlich ein, wieder Klavier zu spielen. Ich räumte Dein Bild und die Kerze von unserem schönen Flügel, setzte mich hin – und tatsächlich: Nur vier Wochen, nachdem ich mir den kleinen Finger der rechten Hand gebrochen hatte, konnte ich Schuberts Impromptu As-Dur op. 142 Nr. 2 wieder spielen – mit aktivem kleinen Finger!!

IMG_1937Das war für mich ein weiteres Osterwunder an diesem Tag voller wundersamer Ereignisse. Das Musikstück, das ich immer wieder zu besonderen Anlässen gespielt hatte, war die Krönung dieses Ostersonntages. Ein wahres Zukunftsfest, ohne dass die Vergangenheit verloren gegangen wäre. Sie ist bei mir, genau wie Du in meinem Herzen bist. Denn ich liebe Dich noch immer!

Rose KopieDieses Osterfest vergesse ich nicht so schnell wieder – ich war alleine, aber nicht einsam. Dazu das wundervolle Wetter mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und Tausenden von Blüten – einfach schön! Und immer wieder Senta, die kaum noch von meiner Seite weicht …

 

Frohe Ostern!

IMG_3595Senta und ich wünschen Euch allen ein frohes Osterfest!

Wir haben es vor fünf Jahren als Zukunftsfest gefeiert – damals hatten wir uns entschlossen, eine Neubauwohnung in Bamberg zu kaufen. Das hatte besonders meinem Mann sehr viel Mut gemacht. Und ich bin froh, dass wir all das getan haben.

IMG_5135_2ZukunftsfestOstern wird diesmal anders sein, schrieb mir jemand. Ja, das stimmt schon irgendwie, denn mein Mann ist nicht mehr da, jedenfalls nicht körperlich anwesend. Aber er ist noch hier, sein Geist und seine Seele sind bei uns, und wir feiern so, wie wir es immer getan haben. Ostern ist das Fest der Auferstehung – der Tod ist besiegt, und die Welt erwacht zu neuem Leben.

Ich werde auch dieses Mal ein Zukunftsfest feiern – mein neuer Lebensabschnitt hat begonnen und ich habe das Gefühl, sehr viel gestalten zu können. Unser schönes gemeinsames Leben ist ein Teil von mir geworden, ich bin glücklich und dankbar dafür.

Ich wünsche Euch wunderschöne sonnige und glückliche Ostertage – feiert mit Euren Lieben und genießt das Leben!

Herzliche Grüße von der Sonneninsel Fehmarn
Beate Forsbach

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