Rhythmusstörungen?! (2)

Zwei Tage nach unserem ausgefallenen Klinikbesuch wurde unser Lebensrhythmus wieder einmal „gestört“ – aber diesmal in einem äußerst positiven Sinne. Es erschien eine Annonce meines Verlages „Edition Forsbach“ im Fehmarnschen Tageblatt mit der Ankündigung der Buchpräsentation zu unserem neuen Fehmarnbuch. Die VR Bank Ostholstein hatte es auf eigenen Wunsch übernommen, die Buchpräsentation in Kooperation mit dem Verlag zu organisieren.

An diesem Tag bekam ich schon früh einen Anruf: Mit 65 Anmeldungen war die Buchpräsentation am kommenden Mittwoch, dem 17. April 2013, praktisch „ausgebucht“ – nur aufgrund der Einladungen, der Annonce im Reporter am Mittwoch und wahrscheinlich der Mundpropaganda.

Am nächsten Tag, dem Samstag, erschienen im Fehmarnschen Tageblatt und in den Lübecker Nachrichten große Artikel, in denen der Autor Willi Franck mit seinem Buch, der Verlag und mein Buch-Coaching dargestellt wurden. Denn das Buch ist in einem etwa einjährigen Buch-Coaching entstanden. Beide Artikel endeten mit einer Einladung zur Buchpräsentation, zu der man sich telefonisch anmelden sollte.

Am Samstag fuhr ich dann zum Einkaufen nach Landkirchen, während die Pflegerin bei meinem Mann blieb. Als ich gerade vom Bäcker kam, klingelte das Handy und die Buchhändlerin berichtete, dass sie keine Bücher mehr hätte. Dabei hatte ich erst am Vortag weitere Bücher in beide Buchhandlungen gebracht, weil der Buchverkauf sehr gut angelaufen war.

Was tun? Die restlichen vorhandenen Bücher sollten für die Buchpräsentation sein. Am Freitag hatte ich bereits eine zweite Auflage bestellt, aber die würde nicht bis Mittwoch da sein.

Es ist gut, dass ich nach der Hektik des Einkaufens immer ein paar Minuten Zeit zum Nachdenken habe: Auf der kleinen Straße zwischen Landkirchen und Neujellingsdorf, 2 km zwischen den Feldern.

Mir kam die Idee, eine Signierstunde in der Buchhandlung zu veranstalten, damit alle, die sich am Montag noch zur Buchpräsentation anmelden wollten, eine Alternative hätten. Die Buchhändlerin stimmte sogleich zu. Und dann ging es los: Neue Flyer drucken, die VR Bank informieren, Presseinformationen und Annoncen hinaus schicken – alles per Email und am Sonntag Nachmittag.

Eine gewaltige Rhythmusstörung war das! Der Sonntag ist für uns sonst der Tag, an dem niemand kommt und ich wieder mal Luft holen und Kraft schöpfen kann für die turbulente Woche mit vielen Terminen. Es riefen mich mehrere Bekannte an, die hofften, noch einen Platz bei der Buchpräsentation zu bekommen.

Viel Zeit ging dabei drauf, unser gewohnter Rhythmus war gestört. Mein Mann nahm das ziemlich gelassen, weil er merkte, dass ich glücklich angesichts der ganzen Entwicklung war. Auch Senta nahm das alles gelassen hin, auch wenn ich nicht jeden Tag mit ihr spazieren ging.

Turbulente Tage folgten, und unsere Helferinnen ließen uns nicht im Stich. Sie kamen öfter als sonst, denn ich möchte ja meinen Mann nicht lange alleine lassen. Ich fand sogar eine Helferin für den Buchverkauf bei der Veranstaltung. Ich fuhr nach Burg, um Willi Franck auf seine Lesung vorzubereiten. Das Telefon klingelte häufiger, ich druckte 70 Programme und überlegte mir meine eigenen Aufgaben.

Am Mittwoch fuhr ich dann mittags nach Burg, um Bücher, Computer, Beamer, Leinwand und alles Zubehör in die Bank zu bringen. Dort erfuhr ich, dass es inzwischen 72 Anmeldungen gab, man stellte noch fünfzehn Stühle zusätzlich auf. Also druckte ich noch Programme nach, als ich wieder zu Hause war.

Und wieder klappte alles nach dem vorüberlegten Zeitplan – mein Mann sollte dieses Mal zu Hause bleiben, um seine Ruhe zu haben. Die Buchpräsentation war ein großer Erfolg, alle Stühle waren besetzt, die Bank hatte Getränke und Schnittchen bereit gestellt. Und unsere Bücher wurden auch gut verkauft.

Viele Menschen sprachen mich an und gratulierten – es war eine tolle Stimmung. Alle waren zufrieden und glücklich, obwohl der gewohnte Lebensrhythmus in diesen Tagen ganz gewaltig „gestört“ worden war. Auch in den Tagen danach kamen Besucher und viele Anrufe, neue Projekte zeichnen sich ab.

Und so bin ich erst heute Abend – nach einer weiteren „Rhythmusstörung“ durch eine Geburtstagsfeier am Vormittag – dazu gekommen, diese beiden Blogs zu den „Rhythmusstörungen“ zu schreiben. Ich bitte alle Kommentatoren des letzten Blogs und die zahlreichen Mailschreiber um Verständnis, dass ich nicht jedem einzelnen antworten kann. Denn mein persönlicher Rhythmus verlangt einfach ab und zu nach ein paar Stunden Schlaf!

Das Buch von Willi Franck scheint übrigens der neue Bestseller in der Edition Forsbach zu werden!

Mein eigenes Buch „Der Traum vom eigenen Buch“ hatte ebenfalls einen sehr schwungvollen Start. Am 7. Mai werde ich dazu das nächste Webinar veranstalten. Am 26. Oktober findet das nächste Seminar zum Thema statt, die ersten Anmeldungen liegen bereits vor.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag mit hoffentlich frühlingshaftem Wetter!

Wer ein Buch bestellen möchte: Hier geht es zur Homepage der Edition Forsbach

4 Comments

  1. Wolf Kalipp 21. April 2013 at 08:54 - Reply

    Liebe Beate,

    alle guten Wünsche weiterhin für gesundes Gleichmaß und Glückwunsch zum Editionserfolg!

    Herzlichst
    Wolf

  2. Anne 21. April 2013 at 09:36 - Reply

    Solche „Störungen“ können doch nur positive Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden haben. Schaffen Hochstimmungen und Freude und beides zusammen wird Dir neue Ideen und Motivationen bescheren. Alles für Dein Wohlgefühl und – wenn es Deinem Mann daneben gut geht und Du ihn in guten Händen weißt, wird auch das Deinen Elan beflügeln.
    Glückwunsch zum Erfolg!

    Deine Anne

  3. Dr. Beate Forsbach
    Dr. Beate Forsbach 21. April 2013 at 09:43 - Reply

    Danke, liebe Anne, für diese Gedanken.
    Das habe ich in den letzten Tagen erlebt – wie die positiven „Störungen“ immer neue Energie erzeugten.
    Auch das Gefühl, ein Netzwerk zu haben, das einen „trägt“, bewirkt Gutes. Es lässt einen turbulente Zeiten gut überstehen. Dafür bin ich dankbar.
    Liebe Grüße, Beate

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